Lachen ist die beste Medizin

Nun sind sie doch noch gekommen, die warmen Abende die das Essen unter freiem Himmel zu einem grossen Vergnügen machen. Alles schmeckt an der frischen Luft einfach doppelt so gut und Elina rühmt den Salat aus Wildkräutern und Blumen in den höchsten Tönen. Sie habe ihn «megagern» und isst die ganze Schüssel fast alleine. 

Später beim Kaffee bekommt sie einen Tee aus selbstgepflückten Kräutern und rückt während sie genüsslich trinkt, näher zu meinem Mann und flüstert «Ich ha dee gern». Dieser antwortet, das sei auch sehr gesund. Julian schaut ihn ganz «gehäuselt» an und so merkt er, dass er da wohl etwas falsch verstanden hat. Elina klärt ihn auf: «Ich habe gesagt, dass ich dich sehr gern habe, nicht den Tee.» Jetzt lacht der «schwerhörige» Grossvater so herzlich, dass wir alle unser Lachen auch nicht mehr zurückhalten müssen. 

Rosa

Krieg oder SelbstLiebe

Neulich war ich an einer Sitzung … innerhalb von 2 Stunden wurde das Wort “kämpfen” vier mal von unterschiedlichen Menschen benutzt. Jedes Mal brachte es einen kleinen Stich in mein Herz. “Kämpfen” - ein Wort mit grosser Wirkung - jedenfalls auf mich. Wie wirken solche Kriegsmetaphern auf unseren Körper und warum verwenden Menschen überhaupt solche harten Worte? In meinen Augen wird damit nicht nur ein Sprachkampf geführt, es wird tatsächlich gekämpft. So als würde ein persönlicher Schutzwall aufgebaut und vehement aufrechterhalten, immer bereit zum kämpfen. Das Wort “kämpfen” bekommt für mich in diesem Fall eine grössere Wirkung als einfach nur im Sprachgebrauch verwendet. Ich fühle einen Kampf der tiefer geht. Ich meine damit keinen Kampf für oder gegen eine bestimmt Sache sondern einen traurigen Kampf mit sich selbst. Harte Worte als Ausdruck unserer inneren Welt. Führen Menschen, die Kriegsmetaphern benutzen tatsächlich Krieg mit sich selbst und anderen Menschen? 

Ein innerer Kampf kann durch Worte nach aussen getragen werden, er ruft nach Verteidigung und beeinflusst unser Handeln. Kriegsmetaphern in unserer Sprache erzeugen Stress in unserem Körper. Ob das nun in einem Krieg ist oder ob Menschen mit Worten kämpfen. Es ist und bleibt ein Schrecken und Stress für die Beteiligten und eben auch für die Menschen im Umfeld. 

Ich wünsche mir eine friedliche Sprache, ein friedliches Miteinander und ein friedliches, liebevolles “zu sich selbst sein”. SelbstLiebe statt Krieg in der Sprache für ein friedliches und liebevolles Leben mit dem eigenen Ich und anderen Menschen. Dafür kämpfe ich nicht aber dafür setze ich mich leidenschaftlich ein. Seit nunmehr 10 Jahren und es ist kein Ende in Sicht. Warum Selbstliebe so wertvoll für uns ist und warum es gut tut sich immer wieder damit zu beschäftigen kannst du in unseren bisherigen Blogbeiträgen lesen. Wenn du Anregungen für mehr Selbstliebe haben möchtest, findest du darunter auch einige wertvolle Rezepte.

Fühle dich inspiriert und verliebe dich immer wieder neu!

Ines 

Dankbar für Dankbarkeit

Heute bin ich dankbar für...

... fällt es dir leicht diesen Satz spontan zu beenden?

 

Robert Emmons sagt: "Du kannst nicht dankbar und unglücklich zugleich sein." Professor Robert Emmons forscht zum Thema Dankbarkeit und die positive Auswirkung von Dankbarkeit auf unser Leben. 

 

Vielleicht hast du Lust selbst einmal zu forschen, wie sich Dankbarkeit auf dein Leben auswirkt? Eine wunderbare Anleitung zu deinem persönlichen Dankbarkeitsprozess hat Rosa für dich zusammengestellt. Du findest ihre Anleitung zum Dankbarkeitsprozess unter der Rubrik "Für Dich".

 

Ines & Rosa 

Wildkräuter im Hausgarten oder auf dem Balkon

Natürlich kann man Wildkräuter jederzeit in der freien Natur ernten. Fast jederzeit, mussten wir feststellen, als wir uns vor drei Wochen aufmachten um Kräuter für unsere Wildmenue-Einladung zu suchen. Von Brennnessel und Giersch gab es nur noch Stängel. Die Blätter hatte der Hagel zerfetzt. Wieder zu Hause fand ich beim Aufräumen im Waldgarten unter den abgebrochenen Ästen unversehrte Schafgarben, Gänseblümchen, Vogelmiere und, wer hätte das gedacht auch Brennnessel und Giersch.

Als erstes mixte ich uns aus Freude über den überraschenden Fund ein Brennnessel-Apfel Smoothie nach dem Rezept von Karin Bender-Gonser. Ihr liegt als Zahnärztin die Zahngesundheit besonders am Herzen und deshalb enthält das Rezept zum süssen Xylit (Birkenzucker) das aktiven Kariesschutz bietet und 1:1 wie Zucker verwendet werden kann. 

 

Rezept: Apfel Brennnessel-Smoothie

 

Mein Hausgarten hat sich seit diesem Erlebnis verändert. Zwischen den neu gesetzten Gurken und Salaten spriessen schon viele Wildkräuter. Sie werden so fleissig geerntet, dass wohl keine Gefahr besteht, dass sie sich zu sehr vermehren.

Wer mehr über die holistische (ganzheitliche) Zahngesundheit wissen möchte, findet dazu Informationen in den Büchern von Dr. Karin Bender-Gonser «Ganzheitlich gesunde Zähne» und «Naschen erlaubt».

Rosa

Leise freuen

«Wer ned gumpet isch kei Lozärner». Ein ganzseitiges Inserat der Luzerner Kantonalbank verkündete dies, nach dem Cupsieg des FC Luzerns im Mai dieses Jahres, in der von uns abonnierten Tageszeitung. Auf Aufforderungen was ich zu tun oder lassen habe, reagiere ich im Moment etwas überempfindlich. Um meinen Ärger wieder loslassen zu können, greife ich zu Block und Bleistift und mache einen Selbstliebeprozess. «Ich freue mich auf meine Art und Weise» heisst der Satz den ich als Anregung für die nächste Zeit bekomme.

Am Abend bei unserem Waldspaziergang ist «mein» Satz noch ganz präsent. Ich freue mich an den vielen meditierenden Bäumen, sie müssen das ruhig werden niemals üben. Sogar das Reh am Waldrand steht ganz still und schaut uns zu, wie wir über den kleinen See im Weg «gumpen». Dieses «Gumpen» ist lustig und da der Weg von den Bikern etwas ausgefahren ist, gibt es viele nassen Stellen die zum «gumpen» verführen. Unsere Freude darüber fühlt sich sehr gut an und auch die Gewissheit, dass wir ohne Fussballbegeisterung Lozärner sind.

Rosa

Was heisst hier Feiern?

Wir erleben die Tage um die Sommersonnenwende 2021. Wir erleben die höchste Sonnenkraft und den längsten Tag im Jahr. Zur Sommersonnenwende erreichen die Kraft der Sonne und die Tageshelligkeit ihren Höhepunkt. Gleichzeitig findet ein Wendepunkt im Jahr statt. Für mich fühlen sich diese Tage in diesem Jahr intensiv an, stärker als im Vorjahr. Obwohl ich diese Tage seit einigen Jahren bewusst lebe, geniesse, feiere, zelebriere.... Der Juni-Vollmond wirkt stark, das Wetter zeigt uns, dass wir uns mehr dem gegenwärtigen Augenblick hingeben dürfen als fest zu planen. 

Wir hatten einmal einen Kurs ausgeschrieben "Das Leben feiern zur Sommersonnenwende". Ich wurde vor ein paar Tagen gefragt, was feiert ihr denn da und wie?

Dabei ist mir aufgefallen, dass es mir persönlich hier nicht vordergründig um das Feiern mit einem Feuer, mit Tanzen, mit Blumenkränzen oder kraftvollen Ritualen geht. Vielmehr spüre ich, dass es mir so gut tut bewusst in den Moment des Wechsels zu gehen. Mir Zeit zu nehmen, bewusst zu rasten, zu mir zu kommen. Mich auf mich besinnen. Dankbar auf die vergangenen Monate des Jahres zu blicken und eine Bestandsaufnahme zu machen. Meine Ziele für die 2. Jahreshälfte zu formulieren. Das Leben für einen kurzen Moment ganz bewusst anhalten und tief in mich zu gehen. Am allerliebsten mitten in der Natur. Ich feiere mich. 

Die Sommersonnenwende wirkt wie ein Reminder dafür. Ich gebe mir damit Kraft und wenn diese Kraft aufsteigt darf  lebhaft gefeiert werden. Denn diese positive Energie möchte hinaus... Tanzend um ein Feuer, mit Blüten im Haar und einem Räucherbündel in der Hand. Juhu, mein Leben ist schön. Ich feiere es gern!

Ines 

Es ist angerichtet

«Mit 36 wilden Lebensmitteln durchs Jahr». Diese meine Weiterbildung (online bei Markus Strauss) hat unsere Essensgewohnheiten verändert. Obwohl ich seit 40 Jahren Kräuter anpflanze und wir seither auch Vieles essen was damals noch als Unkraut galt, hat diese intensive Beschäftigung mit den wilden Lebensmitteln bei mir eine Wildpflanzeneuphorie ausgelöst. Fast täglich sind mein Mann und ich in den nahen Wäldern unterwegs um Brennnesseln, Giersch, Vogelmiere und vieles mehr zu sammeln.

Mein Lieblingsrezept ist im Moment der Giersch-Frühlings-Quark (vegane Alternative Mandeln/Cashew): Auf 100 g Quark (für mich am liebsten Geissenquark von Toni Odermatt, www.meierskaehlen.ch) 1-2 Handvoll Giersch-Blätter sehr fein schneiden und unter den Quark mischen. Mit Salz, Pfeffer und wenig Lieblings-Öl abschmecken. Je nach Verfügbarkeit und Vorliebe können auch Bärlauch, Löwenzahn, Vogelmiere, Gänseblüten fein geschnitten, zugegeben werden. Zu gebratenen Kartoffeln schmeckt das einfach herrlich.

Das Lieblingsrezept vieler Familienmitgliedern ist allerdings die Brennnesselsuppe. Sie bringt Energie und gute Laune. (Rezept: Brennesselsuppe)

Während dem Zubereiten der Suppe schaue ich immer wieder aus dem Fenster, wo Distel- und Buchfinken genau so fleissig sind wie ich und die Samen des Löwenzahns aus unserem Kräuterrasen picken. 

Rosa

Putzen - im Aussen und Innen

Mit Putzen bringt man seine äussere Umgebung in Ordnung und in einen sauberen Zustand. Die Wohnung, den Garten, das Auto - überall und alles kann man putzen. Manchmal machen wir das gern, manchmal nicht. 

Und wie sieht es in unserem persönlichen Haus aus? In unserem Körper? Diesen putzen wir natürlich auch. Die äussere Hülle wird manchmal auch besonders geputzt oder überputzt. Und der Geist? Ich finde, auch unser Geist verlangt ab und an nach einem Putz. Alte Gedanken hinauskehren um Platz zu machen für neue Ideen und Lebens-Freude. 

 

Nachfolgend habe ich ein neues Rezept was ich gern teile. Es bereitet schon beim Herstellen Freude. Spass macht es auch und mit dessen Hilfe kann am Ende der Hausputz und der inneren Putz, deine liebevolle Gedankenhygiene, verbunden werden. 

 

Natur-Reiniger - Zutaten: 

  • 1 grosse Hand voll Nadelzweige grob gehackt  (Achtung: verwende keine Eibe, diese ist giftig!)
  • Schale einer Bio-Grapefruit (Alternativ Orange, Zitrone, usw.)
  • Bio-Apfelessig
  • 1 altes Schraubglas
  • und etwas Geduld

Gebe alle Zutaten in das Glas, fülle es bis obenhin mit Apfelessig auf und warte geduldig und vorfreudig auf deinen Bio-Reiniger. Schüttel das Glas aller 2 Tage einmal durch. Nach 2 - 3 Wochen sollte dieser fertig sein. Fülle den Reiniger in eine alte Reinigungsflasche /Sprühflasche ab und nun starte durch. 

 

Bereits die Herstellung des Reinigers lockt dich in die Natur zum Zweige sammeln. Der Aufenthalt in der Natur bringt dich auf neue Gedanken und lüftet deinen Geist durch. Wenn du nun deinen eigenen Natur-Reiniger beim Putzen verwendest, kannst du diese Routinearbeit möglichst konzentriert und ausführlich ausführen und dich dabei in einen meditativen Zustand bringen, der dir nachher die Ausschüttung von Glückhormonen bescheren kann. Wenn du so gar keine Lust zum putzen hast, auch nicht mit dem eigenen Reiniger, versuche es mit fetziger Musik, lautem Gesang und etwas Tanz während deiner Putzarbeit. Es wirkt so oder so - garantiert. 

Ines

Einfach Atmen für unser Immunsystem

Stress ist normal - chronischer Stress macht krank. Nachfolgend zitiere ich einen wertvollen Text von Dr. Thomas Rampp aus seinem Buch Atmen / Knaur.Leben / Januar 2021. 

"Ein gesunder Organismus reguliert sich nach akutem Stress von selbst, ein überlasteter oder geschwächter kann dagegen aus dem Gleichgewicht geraten. So kann aus akutem Stress ein chronischer Stress werden, der sich negativ auf das Immunsystem auswirkt. Das klassische Experiment, das die schädigende Wirkung des Stresshormons Cortisol auf die Immunabwehr bewies, unternahm 1991 Sheldon Cohen, Psychologe an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh.

Dabei zeigte sich: Bei Versuchspersonen, die unter chronischem Stress litten, wie z. B. fortgesetzten Konflikten mit Arbeitskollegen oder Familienmitgliedern, wuchs die Wahrscheinlichkeit, dass die Immunabwehr versagte, um das Drei- bis Fünffache, während ein einzelnes Stressereignis im vorausgegangenen Jahr die Virenabwehr nicht beeinträchtigte. 

Das heisst: Selbst ob wir uns mit einem Virus anstecken oder nicht, hängt von unserer emotionalen Verfassung ab. Personen mit einem positiven emotionalen Persönlichkeitsprofil erkrankten seltener und zeigten weniger Symptome. Auch dieses Wissen hilft uns, unsere Gesundheit zu schützen und das Immunsystem zu unterstützen. So können wir beispielsweise versuchen, positive Emotionen in unserem Leben zu stärken. Oder bestimmte Atemübungen können uns in einen Zustand der Ruhe und Gelassenheit versetzen, er sich wohltuend auf unser Leben auswirkt."

 

Passend dazu werde ich in den kommenden Tagen unter "Rezepte" eine Gute-Laune-Atmung veröffentlichen. Auch alle dort bereits veröffentlichten Rezepte dienen der persönlichen Selbstfürsorge für ein gesundes und glückliches Leben. 

Ines 

Bewegung fürs Wohlbefinden

Die Art des «Fitness-Gurus» Jean-Pierre Egger fasziniert mich. Mitten im Interview mit Andreas W. Schmid von der Coop-Zeitung fordert er diesen zu einer Übung zur Stärkung des Rückens auf. Ich selber stehe auch, gleich während dem Lesen an die Wand und mache die empfohlene Übung. Ich ergänze sie mit meiner Art zu atmen, achte auf Spannung und Entspannung und bin schon nach ein paar Tagen von der Wirkung überzeugt. Auch die zweite empfohlene Übung gefällt mir, diese mache ich unterdessen zwischendurch auch ohne Wand zum Beispiel beim Busfahren oder auf dem Bürostuhl.

 

1. Mit dem Rücken an eine Wand stellen, die Beine sind gestreckt, die Füsse stehen nebeneinander und haben 25/30 cm Abstand zur Wand. Nun während dem Einatmen die Ellbogen Richtung Wand drücken und die Schulterblätter dabei von der Wand zu lösen. Beim Ausatmen in die Ausgangsposition zurück gehen, entspannen. Morgens und abends je 10-mal.  Wenn sich der Rücken, zum Beispiel vom vielen sitzen mit Unwohlsein meldet, gerne auch zwischendurch.

 

2. Mit dem Rücken an eine Wand stellen. Beine strecken und Schulterblätter lösen. Beim Einatmen Schulterblätter anziehen und beim Ausatmen wieder lösen. Morgens und abends je 10-mal.

 

In Anlehnung an «Nichts tun ist Malus: Jean Pierre Egger (Coop Zeitung 6. April 2021)»

Rosa

Naturwerkstatt Ostern

An Ostern kann man sich selbst wunderbar überraschen. Mit zauberhaften Naturkunstwerken in Ei-Form. Jedes Jahr ein besonderer Moment, wenn ich mit meinen Kindern die Eier aus dem Färbewasser nehme. Nie kommt es gleich heraus - immer ist es eine grosse Freude und Überraschung für gross und klein. 

Auf mehrfache Nachfrage teile ich hier gern mein Osterritual. Die Eier hole ich auf dem Bauernhof. Im Wald, Garten oder Wiese werden frische Blätter und Blüten für die Verzierung gesammelt. Hier sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Zum Beispiel: Gänseblümchen, Erdbeerblätter, Giersch, Hahnenfussblätter, Schaumkraut, Birkenblätter, usw. (geschützte Pflanzen bitte stehen lassen) 

Die frischen Blätter und Blüten werden um die Eier gelegt. Alles zusammen fest in ein Stück Nylonstrumpf hinein (diese sammle ich übers Jahr oder kaufe neu), gut verknoten. 

Den Färbesud setze ich in veschiedenen Töpfen an. Die Eier werden dann im farbigen Wasser, zusammen mit dem Färbegut kurz aufgekocht und am besten über Nacht noch im Topf gelassen. Je länger umso farbiger. Ein paar Ideen für die Färbung: 

Gelb/Orange: Brennesselblätter, Kurkuma, Färberkamille

Blau: Holunder- oder Heidelbeeren, Rotkraut

Grün: Efeu

Rot: Randen, schwarze Johannisbeeren (oder Saft), Avocadoschale

Braun: Kaffee oder Tee (schwarz), Zwiebelschalen

Das Farbergebnis variiert und kann auch nur ganz zart hervorkommen.

Alles ist möglich, die Überraschung ist gross!! Bei Fragen melde dich gern bei mir! Viel Spass in der Naturwerkstatt. 

Ines 


Fasten fasten

Es ist Fastenzeit - Was bedeutet das für dich? Bedeutet Fasten für dich Verzicht? Gruselt es dir sogar vor der Fastenzeit, in der sich oft vorgenommen wird auf etwas Gewohntes zu verzichten? 

Ich erlebe die Fastenzeit als bereichernd. Seit vielen Jahren erinnert mich die Fastenzeit an meine wohltuende Kräuterteekur, die ich mindestens 3 Wochen bis zur Osterzeit mache. Ich gönne mir statt Verzicht etwas Gutes - nämlich täglich 3 Tassen ungesüssten, reinigenden Tee. Unterstützend verwende ich in dieser Zeit für meine Speisen frische Wildkräuter in der Küche. Ebenso wichtig wie wohltuend ist viel Ruhe, Spaziergänge in der Natur und ausreichend Schlaf. Ergänzend dazu versuche ich schlechte Gedanken zu fasten. Ich gebe guten Dingen wie Dankbarkeit, Körperpflege, Gedankenhygiene sehr viel Raum und empfinde diese Zeit sehr bereichernd. Ich tue mehr von den Dingen die mir gut tun und fühle mich sehr wohl, klar und positiv.  

Und nach der Fastenzeit bereite ich meine nächste Frühjahrskur langsam aber stetig wieder vor indem ich über das ganze Jahr hinweg Teekräuter, Wildkräuter, Heilpflanzen und Blüten für meine eigene Teemischung sammel. 

Einen Abschluss der Kur kann zum Beispiel ein Osterfeuer bilden, an dem man bewusst am Feuer räuchert, direkt auch mit einer Portion vom Tee als Räucherkraut, und mit einem persönlichen Ritual die innere Körper- und Gedanken-Reinigung abschliesst. 

Ines

Auf die eigene Stimme hören

Für mich sind Krankheitssymptome Mitteilungen, dass etwas nicht stimmt in der Art wie wir mit unserem Körper und unserer Seele umgehen. Der hohe Blutdruck oder die chronische Schlaflosigkeit wollen uns mitteilen, dass sich Körper und Seele so nicht wohlfühlen und um eine Änderung unseres Verhaltens bitten.

Wenn wir diese Symptome in der Folge mit Medikamenten behandeln, wird der Ausdruck des Unbehagens von Körper und Seele zwar zum Schweigen gebracht, geheilt werden wir aber nicht. Im Rahmen unserer Selbstsorge können aber auch innehalten und dieser Information von Körper und Seele erst einmal Raum geben und nach innen fragen was uns da wohl mitgeteilt werden möchte. Wir können uns Fragen stellen zu der Art wie wir im Moment leben: Sind das meine Ziele, meine Sehnsüchte und meine Wünsche die ich da verfolge? 

 

Im Grunde geht es darum wieder auf die eigene Stimme zu hören. Bei Kindern ist die eigene Stimme am Anfang ihres Lebens sehr laut. Sie wüssten deshalb sehr genau wie sie zu leben wünschten. Nur beschränken sich die wenigsten Menschen darauf, Kinder einfach «nur» liebevoll zu begleiten. Sie erziehen ihre Kinder nach eigenen Vorstellungen und Wünschen. Viele Erwachsene meinen zu wissen was Kinder lernen sollten, wie sie sein und werden sollten. Manche Eltern haben sehr genaue Vorstellungen was ihre Kinder später als Erwachsene erreichen sollten und ihre Stimmen sind so laut, dass sie die innere Stimme der Kinder immer mehr übertönen. Für diese Kinder ist es normal geworden sich an die Wünsche anderer anzupassen.

 

Krankheitssymptome, so lästig sie auch sein mögen, können eine Gelegenheit sein die verstummte eigene Stimme wieder zu hören, das weitere Leben mit dieser Stimme in Einklang zu bringen und immer mehr heil zu werden.

Rosa 

Meine Hand voll Laub

Einst durchquerte Gautam Buddha während seiner 42jährien Wanderung einen Wald und es war Herbst. Überall lag trockenes Laub. Sein Begleiter Ananda fasst sich ein Herz und fragte: «Eines wollte ich immer schon gerne wissen. Sag mir wahrheitsgemäss. Hast du uns alles gesagt, was du weisst oder hältst du immer noch ein paar Geheimnisse zurück?» Gautam Buddha hob eine Hand voll Laub auf und antwortete: «Ich habe euch nur so viel gesagt, wie du hier Blätter in meiner Hand siehst. Und was ich weiss ist so unermesslich wie alles Laub in diesem grossen Wald. Wenn ich dich aber zur Einsicht gebracht habe, dass es mit dem Leben mehr auf sich hat als Worte sagen können, wenn ich dich davon überzeugen konnte, dass es mehr gibt als dein Verstand erfassen kann, dann genügt das. Der Same ist gelegt.»

Meine Hand voll Laub sagt mir, dass Viren und Bakterien wirklich gefährlich sind, wenn Symptome bekämpft werden, statt sich Zeit zu nehmen um die Menschen wirklich zu heilen. 

Aus der Sicht der Selbstsorge wollen uns Symptome, gleich welcher Art, dazu anhalten hinzuschauen und unser Leben zu ändern bis die Symptome verschwunden sind.

 

In Anlehnung an: Osho. Buddha: Sein Leben. Sein Wirken. Seine Lehre.

Rosa

MOGWA CHA - Heilsam bei Husten

Während dicke Schneeflocken fallen schneide ich mit einem Lächeln im Gesicht dünne Quittenscheiben für einen "Mogwa-Cha". Ein koreanischer Tee, welcher sehr wärmend und heilsam bei Husten sein soll. Mein eigentliches Hustenelixier ist Erdkammersirup, welchen ich in diesem Jahr leider nicht gemacht habe und schon ganz wehmütig wurde. Wie komme ich nun zum Mogwa-Cha?

Zufälle finden sich... - Mein Mann brachte vor einigen Wochen eine Quitte mit nach Hause. EINE - zum anschauen, weil sie so wunderschön ist. Und zum daran riechen, weil sie so gut riecht. Mein erster Gedanke war: "Was soll ich denn später aus einer einzigen Quitte machen?" Mit diesem Gedanken habe ich mich heute beim Schneiden der Quitte versöhnt und musste über mich selbst lachen. 

Per Zufall stiess ich auf das Rezept für Mogwa-Cha und freute mich riesig, dass bei uns eine einzige Quitte darauf wartet zu etwas Feinem verarbeitet zu werden. Ich bin gespannt auf das Resultat.

Rezept: 

Quitte sehr gründlich waschen, reinigen, entkernen. Mit Schale in dünne Scheiben oder kleine Stücke schneiden und eins zu eins mit Zucker oder Honig in ein Glas schichten. Nun 14 Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen. Hin und wieder schütteln. Für den Mogwa-Cha (Quittentee) 1 Teelöffel Saft pro Tasse mit heissem Wasser (nicht kochend) übergiessen und geniessen. 

Ines  

Für Mund und Zähne

Durch den Mund finden viele Viren und Bakterien Eingang in unseren Körper. Wenn hier ein gutes Klima herrscht, werden viele dieser «Besucher» abgewehrt bevor sie Schaden anrichten können. Das Salbeiöl tut hier gute Dienste. Der Birkenzucker beugt Karies vor und das Natron neutralisiert die Säure im Mund und schützt so den Zahnschmelz.

 

Mundwasser 

20 g Birkenzucker

½ Teelöffel Natron (Backpulver)

125 ml heisses Wasser

Mischen bis sich der Zucker aufgelöst hat

Nach dem Abkühlen 2 Tropfen ätherisches Salbeiöl zugeben

Nochmals gut schütteln  

 

Nach dem Zähneputzen, oder nach Bedarf einen kleinen Schluck in den Mund nehmen und im ganzen Mund verteilen, auch zwischen den Zähnen. Ausspucken, nicht nachspülen.
Rezept Mundwasser in Anlehnung an «Sauerteig und Wadenwickel» von Daniela Wartenbach 

Rosa 

Immer wieder Selbstsorge

Herzlich Willkommen im neuen Jahr 2021! Herzlich Willkommen bei unserem BLOG für mehr Selbstsorge & Selbstliebe. Ich habe die Ehre für den ersten Beitrag in diesem neuen Jahr und möchte mich gern bei allen Leserinnen und Lesern bedanken - für das Interesse an unserer Arbeit, an unseren Themen und unseren Angeboten. Und herzlich Willkommen heissen möchte ich auch gern diejenigen Interessentinnen und Interessenten, welche neu hier sind. 

Hast du dich auch schon einmal gefragt, "Wie geht Selbstliebe?" Und: "Was ist eigentlich diese Selbstsorge?"

Ich durfte dies in den vergangenen Tagen wieder einmal erklären und mein Gesprächspartner empfand das Wort "Selbstsorge" oder "Selbstfürsorge" sogar als umständlich, unverständlich, altertümlich. Dabei ist das Thema so wichtig und wertvoll für uns - das war früher so, das ist jetzt so und auch in Zukunft wird es so sein, ganz egal wie altertümlich uns das Wort daher kommt.
Und ganz egal, wie oft wir schon etwas für mehr Selbstsorge und Selbstliebe in unserem Leben getan haben, davon kann man nie genug bekommen. Je mehr wir uns davon gönnen umso mehr wächst die Selbstliebe und umso wunderbarer wird unser Leben. 

Für mich persönlich kommt es gar nicht auf das MEHR an sondern auf das STETS. Dazu gibt es ein passendes Sprichwort "Steter Tropfen höhlt den Stein." Es bedeutet, dass Geduld, Ausdauer und Beharrlichkeit oft besser zum Ziel führen, als etwas schnell zu machen und nur einmal zu versuchen. So habe ich es auch mit den "Werkzeugen" und Möglichkeiten für mehr Selbstsorge und Selbstliebe kennengelernt. Und so kann ich es auch weiterempfehlen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der praktischen Anwendung, gute Literatur, wertvolle Kurse und Angebote zum Thema. Jeder kann selbst entscheiden, was ihm davon gut tut - das stete Anwenden und Praktizieren führt dann zu immer mehr Selbstliebe.

In diesem Sinne lade ich dich ein - stets - immer wieder, hier im BLOG vorbeizuschauen... 

Ines 

Im Paradies bleiben

Marc Pothuau, Abt des Klosters Hauterive in der Nähe von Freiburg ist überzeugt, dass wir nur aus dem Paradies vertrieben werden, wenn wir etwas wollen das es in diesem nicht gibt. Abt Marc kenne ich aus einem Gartenfilm der Serie von SRF «Hinter den Hecken» wo er Kurt Aeschbacher mit dem Hinweis auf Adam und Eva diese logische Folge unseres Tuns aufzeigt. Wir entscheiden selber, ob wir im Paradies oder in der Hölle leben wollen und wir sind selber dafür verantwortlich, wenn es uns auch immer mal wieder scheinen mag, dass andere Menschen für unseren Aufenthaltsort verantwortlich seien. 

 

Mir selber hilft Dankbarkeit im Paradies zu bleiben oder immer wieder dahin zurückzukehren. Indem ich dankbar bin für all das Gute in meinem Leben, gebe ich diesem Guten Energie und bekomme, dank dem Gesetz der Anziehung das im Universum herrscht, immer mehr davon.

Statt mit dem Misslichen auf der Welt zu hadern und mich über das zu ärgern was nicht gut läuft, hilft mir Dankbarkeit mich auf das zu konzentrieren was mir Freude macht. Dankbar zu sein kann man üben.

Sehr hilfreich war mir am Anfang der Erbsenzähler aus einer Geschichte von Uwe Heimfeld. 

 

Kurz zusammengefasst geht es darum am Morgen eine Handvoll getrockneter Erbsen in die rechte Tasche zu stecken und sich dann im Laufe des Tages dank dieser Erbsen immer wieder an das Dankbarsein zu erinnern. Wann immer das geschieht, wandert eine Erbse von der rechten in die linke Tasche und am Abend wirst du staunen, dass diese voll ist. Voll von Gelegenheiten dankbar zu sein und du bleibst dank deiner Selbstsorge im Paradies oder kehrst dahin zurück.

Rosa 

Lebensfreude selber kreieren

Stelle dir als erstes am Morgen, schon vor dem Aufstehen vor, immens glücklich zu sein. Steige in einer freudigen Stimmung aus deinem Bett – strahlend, sprudelnd, erwartungsfroh – du bist ganz sicher, dass heute etwas Wunderbares passieren wird. Stehe in einer sehr positiven und hoffnungsvollen Stimmung auf, mit dem Gefühl, – dass etwas Besonderes, Außergewöhnliches auf dich wartet – etwas Schönes ist ganz nah.

 

Erinnere dich den ganzen Tag über immer wieder daran was für ein aussergewöhnlicher Tag heute ist. Innerhalb von sieben Tagen wirst du erleben, wie sich dein gesamtes Verhaltensmuster, dein ganzes Denken und Fühlen, deine Schwingung verändert haben. Wenn du am Abend schlafen gehst, stelle dir einfach vor, dass du in göttliche Hände fällst … als ob die göttliche Existenz dich unterstützt, dass du in ihrem Schoß liegst, während du einschläfst. Visualisiere es einfach und schlafe ein. Behalte dies bei und stelle es dir vor, wenn der Schlaf kommt, damit die Vorstellung in den Schlaf übergeht und auch wenn du schläfst weiterwirkt.

 

Stelle dir keine negativen Dinge vor, denn wenn Leute, die eine gute Vorstellungskraft haben sich negative Dinge vorstellen, beginnen diese zu geschehen. Wenn du denkst, dass du krank werden wirst, wirst du krank werden. Wenn du denkst, dass jemand gemein zu dir ist, wird er das sein. Genau das, was du dir vorstellst, wird eintreten.

 

Wenn also eine negative Idee kommt, ändere sie sofort in einen positiven Gedanken. Lass sie sofort fallen, wirf sie weg. Innerhalb einer Woche wirst du fühlen, dass du sehr glücklich bist – glücklich ohne jeden besonderen Grund.

 

In Anlehnung an Osho, The Passion for the Impossible 

Rosa

Affirmationen

Affirmation:

"Ich bin frei von der Vergangenheit."

Ich bin frei von vergangenen Begrenzungen.

Ich bin die Kraft in meinem Leben.

Ich erfreue mich an meinem heutigen Tag. 

 

Was sind Affirmationen? 

Eine Affirmation ist ein positiv formulierter, selbstbejahender Satz, den wir wieder und wieder sagen, um unsere Gedanken neu und positiv auszurichten. Mit dem Ziel, unser Verhalten und unsere Gefühle dauerhaft positiv zu verändern. Denken, Fühlen und Handeln hängen unmittelbar zusammen und wenn ich meine Gedanken durch Affirmationen dauerhaft ändere, dann ändert sich nach einer Weile auch mein Verhalten, dann auch meine Gefühle. Mit dieser Affirmation starte ich in das bevorstehende Wochenende, ich erfreue mich an dem, was vor mir liegt. Ich wünsche uns allen ganz viel Lebensfreude. 

Ines  

Was Freude macht tut Körper und Seele gut

Auf dem Merkblatt von Bettina Grünenfelder www.augenfreiheit.ch zum Kurs „Deine Sehkraft natürlich stärken“ den ich letzte Woche besucht habe, steht zu unterst nach 15 anderen Anregungen für die tägliche Sehhygiene „Tageslicht und frische Luft“.

Für mich ist das die Motivation meiner Sehnsucht nach der Schöllenen Schlucht Wanderung von Göschenen nach Andermatt nachzugeben. Mein Mann liebt diese mystische Gegend auch und so machen wir uns zu zweit voller Vorfreude auf den Weg. Da der Gotthardpass schon Wintersperre hat, ist das Tosen der Reuss fast das einzige Geräusch das uns begleitet. Aber auch die Augen werden verwöhnt: mit den verschiedensten Blau-Farben des Wassers und den goldenen Blättern von Bäumen und Sträuchern. Es macht einfach unheimlich Freude so unbeschwert hochzusteigen. Ganz anders war das wohl für unsere Vorfahren, die schwere Lasten tragend bei jedem Wetter hier Richtung Tessin unterwegs waren. Für uns scheint auf halber Höhe die Sonne und als wir in Andermatt ankommen genehmigen wir uns neben einem feinen Zmittag ein kühles Bier. Nun lockt noch der Aufstieg zum Nätschen mit der Sicht bis zum verschneiten Furkapass. Ein Schläfchen auf dem trockenen Gras und schon hören wir das Herannahen der Matterhorn-Gotthardbahn. Zufrieden und glücklich geniessen wir die Heimfahrt.

Rosa

Herbststunden

Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten; sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit. Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.

Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält. (Rainer Maria Rilke)

 

Herbststunden: ganz bewusst in der Natur und Daheim verbringen. Mit sich selbst und den Farben des Herbstes. Kann es etwas Schöneres geben? Sich mit Kerzenschein, Kreativität und Tee verwöhnen, den Nebel lieben lernen, der Natur vertrauen, lauschen, geniessen und freudvoll auf die letzten Wochen des Jahres blicken. Ich wünsche allen Lesern unseres Selbstliebe-Blogs zauberhafte Herbststunden. 

Ines 

Pläne ändern sich - na und?

Heute habe ich frei, ein Tag nur für mich. Ohne Verpflichtungen, ohne Termine, ohne Kinder, Mann, Hund - einfach nur ich. Solche Tage haben Seltenheitswert und da ich sehr gern allein bin freute ich mich sehr auf heute. Schon in der Nacht kündigte sich bei mir allerdings Unwohlsein an, ich fühle mich kränklich, leicht erkältet, und wache enttäuscht auf. Ich mache mir missmutig Frühstück, MEIN Tag fällt buchstäblich ins Wasser. Vor der Tür regnet es Bindfäden. Ich bin enttäuscht. Beim Frühstück sitze ich allein am Tisch, ALLEIN, das war doch das worauf ich mich gefreut hatte, oder? Allein sein - mein Ding machen. 

Um die Stimmung zu heben koche ich feinen Tee, zünde eine Kerze an, und fange an für mich zu pendeln. Ich mache das ganz in meinem Rhythmus, sehr langsam. Danach gehe ich wieder ins Bett. Irgendwie fühlt sich das gut an, dass ich das einfach so machen kann. Im Bett überlege ich, was genau ich denn eigentlich heute vor hatte, an meinem freien Tag. Ich merke ziemlich schnell, dass meine Pläne eigentlich mit Erledigungen zu tun haben, zu denen ich sonst im normalen Alltag schwer komme. Ich schlafe ein, wache auf und schlafe wieder ein. Mitten am Tag. Ich geniesse es, plötzlich nichts zu müssen, nichts erledigen - dann denke ich um.

Was hilft mir gesund zu werden, was tut mir gut, was unterstützt mich? Ich habe doch heute ganz viel Zeit für mich, sodass ich mir viel Gutes tun kann. Ich entscheide mich, für einen Besuch an meinem geheimen Lieblings-Waldplatz. Mein Platz, der Wald und die Ruhe werden mir gut tun. Zusammen mit meinem Hund gehe ich ganz langsam durch den Wald, lasse mich auf meinen neuen Tag ein. Nicht allein, aber bewusst in meinem Tempo, bewusst überlegt, was ich gern machen möchte. Das fühlt sich wunderbar an. Ich stapfe im Regen abseits des Weges zu meinen Waldplatz, sitze dort auf dem feuchten Boden, lausche den Regentropfen, darf lange einen Schwarzspecht beobachten - einfach herrlich.

Meine Pläne für heute rücken in weite Ferne und sind unwichtig. Dankbar, Frohsinnig und mit vielen Glückshormonen komme ich wieder nach Hause. Mein Hals kratzt noch aber ich freue mich auf einen Sofanachmittag und noch mehr Zeit für mich. 

Ines 

Fantasiereisen mit Augen- und Gaumenschmaus

Angeregt in der Fantasie zu reisen, wurde ich letzte Woche durch das Buch «Traum Alp. Älplerinnen im Porträt» von Daniela Schwegler und Vanessa Püntener. Die Autorinnen beschreiben sehr feinfühlig das Leben der Frauen auf ihren Schweizer-Alpen. Für mich ist es eindrücklich wie geschickt die Älplerinnen, die aus den verschiedensten Berufen kommen, mit ihren Kühen, Pferden, Ziegen, Alpakas oder Schweinen umgehen und das Leben in diesen abgelegenen Gegenden meistern. Manche haben sogar ihre Kinder mit dabei. Einige vermarkten ihre Produkte die sie herstellen, meist Käse, Butter und Joghurt direkt an Wandernde oder Gäste.

Die Alp Malschüel oberhalb von Buchs (SG) ist eine Ziegenalp und das einfache, schmackhafte Rezept der Sennin Renate Telser koche ich jeweils abends in vielen Variationen. Die nennt es «Spagettini al formaggio die capra, rucola e pomodorini». Ich nehme dazu pro Person 100 g Dinkel Spaghetti, in Salzwasser etwa 10 Minuten kochen. Das Wasser ableeren und die Spaghetti in die vorgewärmten Teller verteilen. Die Zutaten verteile ich jeweils in kleine Teller, damit jede/jeder das eigene wunderschöne Spaghetti-Bild gestalten kann: Tomaten/Peperoni klein geschnitten, Weich-, Ziegenkäse in kleine Stückchen geschnitten, Kräuter aus dem Garten im Moment Basilikum fein geschnitten, Blüten von Taglilien, Ananas-Salbei, Ringelblumen etc.  

Wenn diese Zutaten über die Spaghetti verteilt sind gibt es noch ein wenig Peperoncino Olivenöl zum Abschmecken drauf. Zuerst anschauen und erst dann essen.

Das Buch «TraumAlp» steht in unserer Bibliothek und kann da, zwar erst nach den Sommerferien wieder, während den Chinderkafi-Öffnungszeiten oder jeweils Dienstag und Donnerstag von 8.00 – 11.00 Uhr gelesen werden.

Rosa

Selbstsorge für deine Seele

Der erste Räucherabend im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge in den Tagen der Sommersonnenwende liegt hinter uns. Tage der höchsten Sonnenkraft, des längsten Tages und der kürzesten Nacht, Tage an denen wir in uns gehen können. Tage an denen wir uns mit heilsamen Ritualen vom ersten Halbjahr des Jahres in Dankbarkeit verabschieden und loslassen können und die zweite Hälfte des Jahres bewusst, kraftvoll und mit Herzens-Wünschen begrüssen können.

Allen Teilnehmerinnen ein herzliches Dankeschön fürs dabei sein. Es war ein herrlicher Sommerabend, mit vielen wissenswerten Informationen rund um das Räuchern mit heimischen Heilpflanzen und Kräutern und einem wärmenden Feuer im Garten. Der Erlös der Kollekte kommt unserem Zentrum für Selbstsorge zu Gute. Im Herbst und Winter 2020 führen wir die nächsten Räucherabende durch und freuen uns auf neue Rituale und Räucherfeuer als Kraftfutter für unsere Seele. 

Ines 

Gelassenheit & Innerer Frieden

Das Gasthaus

Jeden Morgen ein neuer Gast.

Eine Freude, ein Kummer, eine Gemeinheit, ein kurzer Moment der Achtsamkeit kommt als ein unerwarteter Besucher.

Heisse sie alle willkommen und bewirte sie!

Selbst, wenn sie eine Schar von Sorgen sind, die mit Gewalt aus deinem Haus die Möbel fegt, 

auch dann, behandle jeden Gast würdig. 

Es mag sein, dass er dich ausräumt für ganz neue Wonnen.

Dem dunklen Gedanken, der Scham, der Bosheit - begegne ihnen lächelnd an der Tür und lade sie ein. 

Sei dankbar für jeden, wer es auch sei, denn ein jeder ist geschickt als ein Führer aus einer anderen Welt. 

"Dchalal Ad-Din Ar-Rumi"

 

Gern teile ich noch eine passende Übung zum Gedicht:

 

KNIE UMARMEN - für das intensive Gefühl, zur eignen Mitte zu finden und Ängste loslassen zu können

*lege dich bequem auf den Boden, eine Matte oder dein Bett

*beobachte deine Atmung und versuche gleichmässig und ruhig durch die Nase ein und aus zu atmen

*deine ruhige Atmung kann dir bereits das Gefühl von Geborgenheit, Erdung und innerem Frieden bringen

*ziehe ein Bein nach dem anderen sanft zur Brust und halte sie dort mit deinen Armen fest

*entspanne deine Schultern, deinen Kiefer und atme weiter ruhig

*bleibe so lang es dir angenehm ist, falls deine Arme die Beine nicht umfassen können, lege die Hände entspannt unter deinen Kniekehlen ab

*am Ende der Übung lasse alles los, liege ruhig mit ausgestreckten Beinen und spüre nach, fühle die Entspannung in dir

Ines

 

Pflanzen können und wollen uns unterstützen

Thymian ist eines meiner Lieblingskräuter. Ich nehme diese Pflanze immer zu Hilfe, wenn es gilt die Kälte aus dem Körper zu vertreiben. Gestern erfuhr ich, dass Thymian auch bei Beschwerden hilft, die von seelischer Kälte verursacht sind. Wenn zum Beispiel körperliche Nähe, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Anerkennung fehlen.

 

Ein Bekannter klagte über Rücken Schmerzen und fügte bei, dass er unter der momentanen Distanzverordnung sehr leide. Ich fragte mein Pendel was ihm wohl helfen könnte. Zu meiner Überraschung empfahl das Universum ein warmes Thymianbad und Thymiantinktur zum Einnehmen. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Nicht nur die Beschwerden besserten, auch der Lebensmut kam wieder zurück.  

 

Beeindruckt vom Resultat hole ich im Garten auch eine Portion Thymian für mich. Setze Wasser auf und lege die sperrigen Kräuter rein. Fasziniert schaue ich zu, wie sich das Wasser während des Kochens (mindestens 10 Minuten) goldgelb färbt: Der Thymian gibt das gespeicherte Sonnenlicht frei und so kann es mir während dem Baden (15 Minuten 38 °) Körper und Seele wärmen. Die erhaltene Wärme gibt mir Initiative und Lebensfreude zurück.

 

Wer keine Badewanne hat, nimmt ein Fussbad und trinkt dazu eine Tasse Tee. Dafür ein paar Thymianspitzen mit kochendem Wasser überbrühen und nach 5 Minuten trinken.                                                                                                                                                                        

                                                                                                                                                                                                                                 Rosa

 

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Kreativität weckt Lebensfreude

Gern teile ich heute eine kreative Idee, welche meine Tochter vorgeschlagen hat und nun die ganze Familie beflügelt. Meine Kinder haben in den Frühlingsferien mehr Zeit denn je und nicht immer wissen sie etwas mit der vielen Zeit anzustellen. Ich bin der Meinung, dass auch Langeweile gut ist, denn in ihr können die besten Ideen geboren werden. Und doch braucht es Abwechslung: 

Wir haben auf einem Blatt aufgeschrieben, welche Mittel uns zum Zeichnen in unserem Bastelschrank zur Verfügung stehen. Jedes Zeichenmittel wurde mit einer Zahl versehen. Da sind z. B.: Farbstifte, Strassenmalkreide, Wasserfarben, Acrylfarben, Tusche, Bleistift, Kohle, usw. - Am Morgen darf jeder 1x würfeln (da wir viele Utensilien haben würfeln wir mit 2 Würfel) - Die gewürfelte Zahl gibt an, mit welchem Zeichenmittel wir im Laufe des Tages etwas Zeichnen. Egal was - es zählt der Moment. Gezeichnet wird auf Papier, Holz, Stoff oder direkt vor das Haus. Es macht sehr viel Freude, weckt unsere Kreativität und so langsam entsteht eine kleine Familiengalerie...

Das Zeichnen kann auch auf einem Spaziergang in der Natur gemacht werden. Mit Hilfe eines Stocks kann man wunderbar in den Waldboden zeichnen. Wenn die Auswahl an Zeichenmitteln klein ist, kann man auch ein bestimmtes Tages-Thema wählen (z. B. Frühling) zu welchem jeder etwas Zeichnet.

Viel Freude beim Kreativ sein und ausprobieren.

Ines

Entspannen mit Sonne und Wind

Die Wettermacher (Entspannungsübung für Kinder und ihre Eltern)

 

Das braucht es dazu: Ein feines und ein dickeres Tuch

 

Das Kind legt sich auf den Rücken auf eine Matte am Boden oder auch auf ein Bett, die Mutter oder der Vater begleiten das Kind bei dieser Entspannungsübung, danach werden die Rollen getauscht: Mutter oder Vater legen sich hin und das Kind nimmt die Rolle der Begleitperson ein.

 

Die Begleitperson spricht folgendes: Stell dir vor, wie die Sonne dich wärmt. Die Sonnenstrahlen wandern ganz langsam von den Füssen die ganze Vorderseite deines Körpers hinauf bis zum Kopf. Wo die Kraft der Sonne hinkommt, wird dir angenehm warm. Dabei entspannst du dich und spürst, wie die Wärme durch deinen Körper fliesst.

 

Nun nimmt die Begleitperson das feine Tuch, und streicht etwa 10 cm über deinem Körper hin und her, dies wird als angenehmer Windhauch erlebt. Leises Summen begleitet das Säuseln des Windes. Ist er dir angenehm? Möchtest du noch mehr davon?

 

Der Wind wird dann etwas stärker (dickeres Tuch, tönen dass der stärkere Wind auch hörbar wird.) Ist er dir der starke Wind angenehm? Langsam ebbt der Wind ab.

 

Die Begleitperson gibt wieder Anleitung: Rolle dich nun über die Seite langsam auf den Bauch. Die Sonne scheint nun auf deine ganze Vorderseite, wieder bei den Füssen beginnend bis zum Kopf. Dann kommt wieder der Wind auf und wird wie auf der Vorderseite mit beiden Tüchern gemacht.

Dann wird der Wind durch Streichen mit den Händen der Begleitperson über die ganze Rückseite spürbar, zusätzlich tönen. Nun tropft warmer Regen auf dich (sanftes Klopfen mit den Fingerkuppen). Der Regen wird stärker, Donner ertönt und bewegt dich (stärkeres Klopfen, schwingen). Ein Wirbelsturm zieht jetzt vorbei (Rücken massieren mit Fingern, Handballen, lockeren Fäusten). Langsam verzieht sich der Sturm. Alles kann mit Tönen begleitet werden, sofern es als angenehm empfunden wird.

 

Die wärmende Sonne breitet sich noch einmal über die gesamte Rückseite deines Körpers aus. Die Sonne macht dich lebendig, wach und neugierig auf das was nun kommt.

 

In Anlehnung an: Kinder ohne Stress von Klaus W. Vopel

 

Diese Entspannungsübung kann dazu beitragen, dass Eltern und Kinder ihre neuen Aufgaben besser bewältigen können.

                                                                                                                                                                                                                                                                                 Rosa 

Die Lebenskraft stärken

Unsere Wanderung beginnt beim Bahnhof Giswil. Da es ja im Moment Pflicht ist die eigene Lebenskraft zu stärken, wählen wir eine Route die uns viel Freude und Sonne verspricht. Zuerst folgen wir der Sarner Aa die sehr viel Wasser führt und steigen dann durch eine Wiese voller Märzenbecher auf die Höhe Richtung Kaiserstuhl. Hier spüren die Bauern den Frühling:  Alle Jauche muss heute auf die Matten und wir bringen diesen intensiven Geruch wohl oder übel ins Restaurant Kaiserstuhl. Wir bekommen trotzdem einen sehr guten Kaffee. Mein Mann schiebt mir die dazu gehörende kleine Schokolade über den Tisch. „Magst du sie nicht“ frage ich. „Nur lesen, nicht essen“ „Es ist schön mit dir“. Das steht tatsächlich auf dem Umschlag seiner Schokolade.

 

Dem Lungernsee entlang geht es weiter und weil die Sonne nun herrlich wärmt, gibt es ein erstes Picknick mit Seesicht. Dann wechselt der Weg zum Hang, wo uns Matten voller Krokusse erwarten. In angenehmer Steigung erreichen wir Lungern, von wo uns die alte Passtrasse hinauf zum Bahntrasse führt. Die blauen Farbtupfer an den steilen Wänden sind Leberblümchen und hie und gibt es sogar rosarote was mich besonders freut. Oben im Brünigtäli gibt’s nochmals Picknick, wieder mit Bärlauch wegen dem Vitamin C und weil wir ihn gern essen. Die wenigen Schneeflecken hindern und nicht daran auf einer erhöhten Matte mit trockenem Gras unser Mittagsschläfchen zu halten. Den Bahnhof Brünig Passhöhe erreichen wir in flottem Marsch 1 Minute vor Abfahrt des Zuges. Auf der Fahrt zurück nach Giswil geniessen wir nochmals die eben durchwanderte herrliche Landschaft.

                                                                                                                                                                                                                                                      Rosa

Das Gesetz der Anziehung

Ein Lehrer, der in einem benachbarten Schulhaus unterrichtet, fragt an ob er in unserem Garten Bärlauch ernten dürfe. Zurzeit als er mit seinen Kindern das Chinderkafi besuchte, durfte er im Frühling jeweils Bärlauch ernten. Ihn sei damals aufgefallen, dass der Bärlauch in unserem Garten sehr üppig wachse und deshalb frage er nun, ob er mit seinen Schulkindern ganze, junge Bärlauch Pflanzen ausstechen dürfe, um daraus Powerfood für deren Großeltern herzustellen. Er brauche dazu die ganze Pflanze, also Blätter und Zwiebeln samt Wurzeln. Er habe seinen Schulkindern erklärt, dass es im Moment besonders wichtig sei die Gesundheit von älteren Menschen zu stärken und dazu eignen sich diese ganzen Bärlauch Pflanzen wunderbar. Bärlauch könne dabei helfen das Herz, die Nerven, die Knochen und die Haut der Großeltern gesund zu erhalten. Die ganzen Pflanzen werden nach dem Ausgraben sehr gut gewaschen, am besten mit einer Gemüsebürste, und dann kleingeschnitten dem Salat beigemischt.

Köstlich sei auch sein Favorit: in Olivenöl gedämpfte „Bärläucher“ (ganze Pflanze) die er vor dem Genuss mit frischem Bärlauch bestreue, da das nicht hitzebeständige Vitamin C das besonders immunstärkend, antibakteriell und antiviral sei, in diesem Gericht auch enthalten sei.

 

Warum ich diese Geschichte, die so natürlich noch nicht passiert ist aufschreibe? Es sind unsere Gedanken und Gefühle die laut dem Gesetz der Anziehung in die Welt bringen was ist. So gesehen finde ich es legitim Visionen zu haben, sich an diesen zu freuen und diese aufzuschreiben damit sie sich verwirklichen können. 

Übrigens gibt es wirklich sehr viel Bärlauch im Rhynauerhof-Garten und wer mag kann ihn ausstechen und/oder pflücken.

Rosa

WohlFühlTee

Die Heilwirkung der Fichte geniessen mit Fichtennadeltee

Der Sturm ist nun fast vorbei. In den Wald dürfen wir aus Sicherheitsgründen leider noch nicht wieder zurück. Daher habe ich Zeit um meinen nächsten Waldaufenthalt vorzubereiten. Der Sturm hat im Wald mit Sicherheit auch frische Äste der Fichte verteilt. So werde ich mich bald auf die Suche nach frischen Zweigen machen und sie einsammeln. Aus ihnen werde ich mir und meiner Familie einen frischen Fichtennadel Tee brühen. Diesem Tee wird eine wunderbare Heilwirkung nachgesagt, die uns jetzt im Winter hilfreich ist. Der Tee hilft gegen Husten und lindert Beschwerden unserer Atmungsorgane von Erkältung und Grippe. Ein hoher Anteil an Vitamin C kommt als Plus dazu und kann sogar bei anfänglicher Frühjahrsmüdigkeit helfen. Der Spaziergang und die Bewegung um die frischen Nadeln einzusammeln wäre das nächste Plus. Die Teezubereitung in dieser etwas aufwendigen aber sehr bewussten und achtsamen Art und Weise ist ein weiteres Highlight in deiner persönlichen Selbstsorge. Die Zapfen der Fichte, welche mit grosser Wahrscheinlichkeit auch zahlreich zu Boden gefallen sind, knistern romantisch im Kamin- oder Lagerfeuer oder eigenen sich für Winterdekorationen im Haus und Garten. Der daran befindliche Harz tut unseren Atemwegen ebenfalls gut und beduftet die Räume. 

Und noch ein Hinweis: bitte keine frischen Nadeln vom Baum abreisen, es liegt ausreichend im Wald am Boden. Bei Bedarf die Nadeln vor dem Aufguss waschen. Viel Freude beim Sammeln und Wohl bekomms!

Ines

Lieben was ist

Um lieben zu können was ist, brauche ich immer mal wieder einen Selbstliebeprozess.

Anders war es die ganze letzte Woche, wo wir nur im Umkreis von wenigen Kilometern unseres Wohnorts wanderten, weil nur da die Sonne schien. Unsere Nachbargemeinden waren zum Teil in dichten Nebel gehüllt und so blieben wir, mein Mann und ich, auf der Höhe und durchstreiften jeden Tag die Wälder unserer Kindheit. 

Mit dem Wissen vom Waldbaden, vermittelt von meinem „Bloggspänli“ Ines Neubauer, waren wir mit Achtsamkeit unterwegs und liessen uns treiben. Oft war es zum Beispiel am Waldrand so trocken, dass wir draussen blieben und so mehr ein Sonnen- als ein Waldbaden genossen. Auch den zwei Rehen, die friedlich am Waldrand grasten, ging es scheinbar ebenso. 

Hie und da, wenn uns ein grosses Tobel den Weg abschnitt, gingen wir zurück in den Wald und genossen das Vogelgezwitscher, den Anblick der riesigen Buchen und Eichen, die schon als wir noch Kinder waren alte ehrwürdige Bäume waren. Mir gefallen auch die moosbewachsenen Baumstrünke. Meine Grossmutter war ganz sicher, dass darin Naturgeister wohnten und mahnte mich, nicht auf die Baumstrünke zu stehen, weil das die Elfen und Gnomen stören könnte. Ich selber sah diese von ihr beschriebenen Geister nie, Baumstrünke aber faszinieren mich immer noch und werden sorgfältig umgangen.

Rosa 

oh du schöne Vorweihnachtszeit

Eine Weisheit sagt:

„Wenn du keine Zeit hast, nimm dir welche.“

Gerade in der Vorweihnachtszeit hört man oft, dass die Menschen Verpflichtungen nachhetzen, Termine sich häufen, ein Anlass dem Nächsten folgt.  Zu lesen und hören ist dies im Moment oft, in den Medien.  Aber stimmt das wirklich? Haben wir nicht alle stets und immer viel zu tun, auch ausserhalb der Adventszeit? Sollten wir nicht gerade jetzt einmal mehr zur Ruhe finden, innehalten, über die vielen Lichter staunen uns Zeit für wärmende Getränke und Gespräch nehmen? Ich finde schon. Wieso sollte es uns denn gerade jetzt schwerer fallen als sonst uns etwas Gutes zu tun?

 

Vielleicht liegt unser Gefühl des „gestresst-sein“ manchmal nur daran, was wir in der Adventszeit alles so tun oder welche Verpflichtungen von aussen auferlegt werden. Mein Tipp ist, auch wenn in der Agenda keine Zeit dafür vorgesehen ist:

Ein Ausflug in die Sonne, das Glitzern des Schnees sehen, die weite Fernsicht zu den Bergen geniessen, frische Luft atmen, auf einer Bank verweilen, die Ruhe und Einsamkeit geniessen. Für ein paar Stunden nichts tun - ausser geniessen.

Ein kurzer Ausflug dieser Art schafft Kraft für den Alltag, sortiert ganz automatisch die Gedanken und stärkt noch dazu unser Immunsystem.  Ich durfte dies gestern Vormittag geniessen. Mitten in der Woche – es war einzigartig schön.  Dafür verordnete ich mir eine Pc und Handypause, hörte den Anrufbeantworter nicht ab, kochte einfach und liess den Haushalt ruhen. So einfach und so wertvoll.

Ines

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den anderen,

Jeder ist allein.

 

Voll von Freunden war mir die Welt,

Als noch mein Leben licht war;

Nun, da der Nebel fällt,

Ist keiner mehr sichtbar.

 

Wahrlich, keiner ist weise,

Der nicht das Dunkel kennt,

Das unentrinnbar und leise

Von allem ihn trennt.

 

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Leben ist Einsamsein.

Kein Mensch kennt den andern,

Jeder ist allein.

 

Dieses Gedicht von Hermann Hesse begleitet mich immer beim Wandern im Nebel, so auch gestern auf unserer Wanderung von Affoltern am Albis nach Steinhausen. Einsam war ich aber nicht wo doch mein Liebster, der gerne bei jedem Wetter mit mir draußen unterwegs ist, mich begleitete. Das Dunkle das von allem trennt habe ich wie Hesse auch kennengelernt. Umso mehr geniesse ich jetzt die Verbindung mit vielen Menschen, manchmal nur für ganz kurze Zeit wie mit dem „Herr der Wanderwege“ der uns zwischen Cham und Steinhausen wieder auf die richtige Spur brachte. Fast zur selben Zeit zeigte sich dann die Sonne. Der Wald war ganz golden und jeder Baum sah den andern und sie waren nicht mehr allein.

 

Empfehlung vom netten „Herr der Wanderwege“ der mit Velo und Anhänger unterwegs war um die Wegweiser in Ordnung zu halten:

Wanderung von Cham (Villette) immer der Lorze entlang bis nach Rumentikon ca. 1 ½ Stunden und von da zurück mit dem Bus nach Cham. Soll auch bei Nebel sehr schön sein.

 

Rosa

bewusst Entspannen

Wenn die Tage voll sind und eine Verpflichtung der Anderen folgt fällt es manchmal schon auf Grund unserer Stress-Hormone im Körper schwer plötzlich still zu stehen, runter zu fahren, Luft zu holen und zu entspannen.

Dann braucht es eine bewusste Entspannungsmethode - oder? Gestern durfte ich im Gütschwald ein dreistündiges wunderbares,  entspanntes Waldbad leiten und war den restlichen Tag sehr entspannt. Heute sah das schon ganz anders aus. Ich war bereits 5 Uhr wach, an einschlafen war nicht mehr zu denken. Und die Agenda voll, die Gedanken überall. Das ging den ganzen Tag so weiter bis am Abend. An solchen Tagen kommt es vor, dass ich statt zu entspannen noch mehr Aufgaben suche, die zu erledigen sind. Vielleicht weil ich glaube, dass es danach, wenn alles erledigt ist, besser - entspannter - wird. Dem ist natürlich nicht so. Da wir am Wochenende Besuch erwarten, wollte ich wenigstens noch eine Rümpelecke mit einem grossen Stapel Flickarbeiten wegräumen. Also holte ich Nadel und Faden heraus und fing an. Ich scheue mich stets lang davor, auch wenn ich sonst sehr gern kreativ bin und gern nähe. Aber Flicken gehört nun so gar nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich fing an und ärgerte mich. Darüber, dass ich Flicke und darüber, dass ich es mache, weil wir Besuch erwarten. Will ich doch schon lang diese alten Muster durchbrechen. 

Und doch, ich machte weiter. Nach einigen Teilen spürte ich dann plötzlich eine Zufriedenheit in mir aufsteigen, ich wurde ruhig, dachte nicht mehr über Dieses oder Jenes nach, ärgerte mich nicht mehr, sondern freute mich über die geflickten Sachen die wieder schön wurden und entspannte mich. Die vorherige Rastlosigkeit hatte ein Ende. 

Demnächst werde ich meinen Flick-Berg mit anderen Augen betrachten und mich auf eine entspannte Flickzeit mit Nadel und Faden freuen, ein feiner Tee dazu und der Abend wird sehr entspannt. Nicht wegen dem anstehenden Besuch, nicht wegen der unordentlichen Rümpelecke sondern nur noch wegen meiner bewussten Entspannung. 

Und nochmal zur Erinnerung für alle, die das jetzt Lesen: Im Rhynauerhof steht für Flickarbeiten eine Nähmaschine zur Verfügung. Ist das nicht grossartig? Einen Tee oder feinen Kafi können Sie während der Chinderkafi- und Lesekafi Öffnungszeiten auch dazu bestellen.

Ich wünsche gute Entspannung!!!

Ines

Warum die Selbstliebe vor der Nächstenliebe kommt

Selbstliebe-Abend im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge. Wir ziehen eine Mudra-Karte von Gertrud Hirschi und lernen uns während dem Vorstellen der gezogenen Mudras ein wenig kennen. Es geht an diesem Abend darum immer mehr uns selber zu werden. Im 1. Schritt des Selbstliebeprozesses, den wir in der Folge zusammen machen, erzählen wir einander von dem was uns belastet, von dem was uns ärgert oder traurig macht im Zusammenleben mit unseren Partnern, Kindern, Nachbarn, Behörden etc. Im Laufe des Prozesses stellen wir fest, dass es nicht diese Mitmenschen sind, die mit ihren Forderungen, ihrer Kritik oder ihrer Lieblosigkeit unsere Lebensfreude einschränken.

Uns wird bewusst, dass wir uns freiwillig an Andere anpassen und nicht den Mut haben für das was wir wirklich wollen einzustehen. Stattdessen versuchen wir es unseren Bezugspersonen Recht zu machen weil wir ihre Anerkennung, ihre Liebe wollen oder weil wir ihnen nicht zutrauen, dass sie selber gut für sich schauen können.

Was für mich an diesem Abend, deutlicher als sonst, spürbar wird, ist wie wir unsere Energie für das vermeintliche Wohlergehen unserer Mitmenschen verbrauchen, statt diese dafür einzusetzen, dass es uns gut geht. Wir können wenig für unsere Nächsten tun indem wir versuchen deren Probleme zu lösen. Wir können aber sehr viel für sie tun indem wir gut für uns selber schauen und uns des Lebens freuen. Diese Freude strahlen wir aus und erfreuen damit schlussendlich alle Menschen denen wir begegnen.

Wer übrigens glaubt so ein Selbstliebe Abend sei nur harte, ernste Arbeit der/die kann vielleicht die Rückmeldung einer Teilnehmenden eines besseren belehren: „Ich war gestern Abend am Selbstliebe Abend und hatte eine wunderschöne, herzliche, offene, wohltuende, lustige und zuversichtliche Zeit“.

Wer also seine Nächsten wirklich lieben will, hat schon bald wieder Gelegenheit dazu. 

Der nächste Selbstliebe Abend: Dienstag 19. November 19.00 Uhr – 21.00 Uhr - Anmeldung: hier

Rosa 

Auf den Fluss hören

Ich sitze am Wildbach Bavona im gleichnamigen Tessiner-Tal und lausche dem Rauschen des Wassers. Mein Herz ist voll Dankbarkeit für die heilenden Töne und Geräusche, die viel dazu beigetragen haben, dass meine Lebensfreude wieder da ist.

Einen Tag zuvor war es das sprudelnde Wasser der Rovana, das mir die heilenden Bilder schenkte. Von meinem rebellierenden Körper zur Selbstsorge gezwungen, hatten wir uns, mein Mann und ich, spontan zu einem Aufenthalt in den einsamen Seitentälern der Maggia entschieden.

Beim Wandern von Bosco Gurin nach Cevio entlang der Rovana kam dann die Lebensfreude zurück. Die Kraft des sprudelnden Bergbaches sprang wie auf mich über und verscheuchte alles Verzagen und alle trüben Gedanken. Wie dieser Bergbach will ich mich auch nicht aufhalten lassen und mich weiterhin für die Verbreitung von Selbstsorge und Selbstliebe einsetzen.

Das machten auf eindrückliche Weise auch die Walser in Bosco Gurin, dem einzigen deutschsprachigen Dorf im Tessin und Ausgangspunkt unserer Wanderung. Ihre jahrhundertlange Kultur der Selbstsorge hat mich schon immer fasziniert.

Wer mehr über die Walser von Bosco Gurin wissen möchte, kann bei mir über Email: rosa-mueller@bluewin.ch den DVD „Bosco Gurin ein Dorf der freien Walser“ von Karl Skripsky ausleihen.

Rosa 

Oh happy day

Heute ist einer dieser Tage, der mir in meiner Kindheit immer viel Spass gemacht  hat. Erwachsene erzählten von unheimlichen Geschichten vom Freitag dem Dreizehnten und ich fand es umso lustiger, dass es diesen Tag gibt. Ausserdem wurde ich an einem Freitag geboren, das gefiel mir ebenso gut, auch wenn es kein 13. sondern ein 12. war. 

Je öfter ich später allerdings diese Geschichten hörte umso mehr glaubte ich leider selber daran, dass vielleicht doch etwas passieren könnte. 

Aber muss es denn zwangsläufig etwas Schlimmes, Chaotisches oder Negatives sein?

Heute am Freitag, 13. September 2019 ist Internationaler Tag des positiven Denkens. Das lass ich am morgen kurz nach dem Frühstück und mit dieser Information startete ich in den Tag. Wie annehmlich, wie wunderbar. Plötzlich formten sich in meinem Kopf die grauen Wolken der letzten Tage zu verschiedenen unangenehmen Dingen rosarot. Ich spürte plötzlich einen Energieschub noch bevor ich etwas aktiv dafür machte. Der Tag der positiven Gedanken soll eine positive Einstellung zu allen Vorhaben entwickeln.  Aus der positiven Energie kann Kraft gewonnen werden, die uns hilft auch schwierige Aufgaben und Situationen zu meistern. Ich ging beschwingt mit einem Lächeln aus dem Haus und freute mich endlich einmal wieder. Einfach so. Ich fühle mich kraftvoll, postitiv und gesund - aufgrund des Tages der positiven Gedanken. Ich werde in Zukunft jeden Freitag den 13. zum Tag der positiven Gedanken machen, oder warum nicht gleich jeden Tag? oh happy day

Ines

Sich selbst vergeben und jenen die uns das Leben schwer machen

Vergebung ist im Moment mein Schwerpunkt in der Selbstliebearbeit

Immer wieder hadere ich mit mir, weil ich dieses oder jenes nicht so gut, oder gar nicht gut gemacht habe. Aber auch über andere Menschen ärgere ich mich, weil sie so ganz andere Vorstellung von dem haben was mir wirklich nötig scheint und von dem was gemacht werden sollte, weil es sonst niemand tut.

Verbitterung über andere Menschen die einem das Leben schwer machen, ist laut Louise Hay so schädlich wie wenn man jeden Tag ein Glas Gift trinken würde. Seit ich das in ihrem Buch „Spiegelarbeit“ zum 15. Tag gelesen habe, machte ich ein paar Selbstliebeprozesse um vergeben zu können, mir und den anderen. Ich konnte mein persönliches Gefängnis verlassen und sehe die strahlende Sonne wieder.

Wenn es dir ähnlich geht und du deinen Schmerz, deine Trauer oder deine Wut auch heilen möchtest statt immer wieder darunter zu leiden, freue ich mich über deine Anmeldung zu einem der nächsten Selbstliebe Abende: rosa-mueller@bluewin.ch

Nächste Selbstliebe Abende: je Dienstag 03. September, 15. Oktober, 19. November 2019 - jeweils 19.00 – 21.00 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos.

Rosa

So-Sein

Wandern im Engadin. Auf dem Weg zum Lej Sigrischus lädt eine Tafel zum Alptrunk ein. Um die kleine Alphütte lässt es sich eine grosse Herde Mutterkühe mit ihren Kälbern wohl sein. Die gehaltvolle Erfrischung verdanken wir Ozeana der Alpkuh. Neben der „Getränkekarte“ liegt ein Büchlein mit Gedichten: von Alfred Tardy, Alphirt, Poet und Articulteur auf der Alp Munt. Versehen mit einer liebevollen Widmung nehmen wir die geschriebenen Schätze mit nach Hause.

 

Wenn

Sein

zu So-Sein wird

Ist es beglücktes Dasein

 

Daneben auch Gedichte die an grauen Wintertagen die Strahlenbahnen der Engadiner Sonne in unsere Herzen zaubern werden.

Rosa 

Spiegelarbeit

Jeden Morgen stelle ich mich vor den Badezimmerspiegel und schaue mir in die Augen und sage zu mir: „Ich liebe dich. Ich liebe dich wirklich.“ Das Gesicht, das mir entgegenstrahlt ist meins. Ich fühle mich einfach wundervoll.

Diese Spiegelübung ist aus dem Buch „Spiegelarbeit. Heile dein Leben in 21. Tagen“ von Luise Hay. Diese Anleitung zur Selbstliebe hat mir Trudy Schilter geschenkt. Ich lernte Trudy kennen, als ich eine Kursleiterin für Hörtrainings mit unseren Schallwandler suchte.

Ich bin unterdessen beim 10. Tag der Spiegelarbeit angelangt und profitiere von allen Anleitungen zur Selbstliebe. Die oben beschriebene Übung zum 2. Tag gefällt mir jedoch so gut, dass ich sie zusätzlich über alle Tage beibehalte.

Ganz konkret spürte ich die Wirkung dieser „Selbstliebe-Arbeit“ letzte Woche. Am Mittwoch, im Kurs von Sandra Tolusso stach mich beim Tanzen im Rhynauerhof-Garten eine Biene. Am nächsten Tag war mein Fuss fast doppelt so gross. Statt wie früher, trotz Schmerzen meine Pflichten zu erfüllen, liess ich mir von meinem Mann den Liegestuhl unter den Nussbaum stellen und genoss das Nichtstun. Ich schaute zu wie das Amselmännchen eine Wildkirsche pflückte und seiner Partnerin, die auf dem Vogelbeerbaum wartete, in den Schnabel steckte. Als ich die lustige Geschichte meinem Mann erzählte stieg er prompt auf die Leiter und stahl den Vögeln ein paar Kirschen um mich damit zu füttern. Das Buch von Louise Hay „Spiegelarbeit“ gibt es auch in unserer Bibliothek.

Rosa 

Glücks-Rezept für den Sommer

Auf unserer Webseite ist dies zu lesen: “Die Sorge für sich selbst ermöglicht neben der bewussten Gestaltung des eigenen Lebens auch die Sorge um andere. Nur wer auf sich selbst vertraut, eigene Grenzen und Entwicklungspotentiale kennt, kann auf seine Mitmenschen zugehen und sie sinnvoll unterstützen.” Sich mit anderen Menschen verbinden, voneinander lernen, gemeinsame Wege gehen - das tut gut.

Mein Rezept für den Sommer tut auch gut und erfrischt. Ich erhielt es von meiner Vorstandskollegin Regula. Nachdem ich das Rezept ausprobiert und den erfrischenden Eistee-Sirup hergestellt hatte, fing ich an, das Rezept und den Sirup weiter zu verteilen. Ich blickte bisher in viele glückliche Gesichter. Das Glück hat sich bis jetzt stets auf mich selbst übertragen. Ein schönes Glück - Freude zu verteilen.

Den guten Schwarztee für meinen Eistee erhielt ich übrigens genau auf diese Weise - geschenkt.

Sommer-Eis-Tee-Sirup: 4 Bio Zitronen waschen, Saft von 1 Zitrone, 3 geschnittene Zitronen in einen Topf geben. 500 g Rohzucker, 700 ml Wasser in den Topf. Zusammen 15 Minuten köcheln. (da ich mich kaum an Rezepte halten kann, habe ich diesem Vorgang bereits eine gute Portion frische, zerkleinerte Pfefferminze beigefügt). Nach 15 Minuten zugeben: 4 Teebeutel Schwarztee oder 3 Esslöffel losen Schwarztee und ein Bund frische Pfefferminze in groben Stücken zufügen und weitere 5 Minuten köcheln lassen. In saubere Flaschen abfüllen, auskühlen lassen und mit frischem Wasser vermischt geniessen. Am besten kleine Flaschen zubereiten, damit ihr diese im Sommer weiter verschenken könnt. "Das Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt!" (Albert Schweizer)

Habt Spass an der Arbeit, habt Spass am Geniessen, habt Spass am Weitergeben und Freude teilen.

Habt alle einen wunderbaren glücklichen Sommer!

Ines

Rhynauer HOFLADEN eröffnet

Am 15. Juni im Rahmen unserer Generalversammlung und Tag des offenen Gartens wurde unser neuer RhynauerHOFLADEN eröffnet.

Das Buffet aus der Cafeteria hat einen neuen Platz im Haus gefunden und beherbergt nun von uns hergestellte Produkte für kleine und grosse Gäste. 

 

Nachdem wir dieses Möbel entsorgen, neu anstreichen und sogar verkaufen wollten, versuchten wir es an einem heissen Sommertag abzuschleifen, was uns teilweise wunderbar gelungen ist.  Nach einem Ölanstrich sind wir nun stolz, es wieder im Haus zu haben. Die Idee des HOFLADEN knüpft an unser Zentrum für Selbstsorge an. Herzblut und Leidenschaft beim Sammeln, Abfüllen und Miteinander werken lassen wunderbare Produkte entstehen. Dinge tun, die man von Herzen gern tut, Sorge dazu tragen, dass man dieses dabei empfundene Glück so oft es geht spürt und auslebt - für sich selbst sorgen in Verbundenheit mit Anderen. 

* Laden-Öffnungszeiten: Mo, Di, Do - 14.00 bis 17.00 Uhr * Aktuell ist Holunderblütenzeit im HOFLADEN - Herzeinspaziert!

Ines

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Solozeit

Als Kind verbrachte ich viel Zeit im Wald. Der Wald tat mir wohl und auch in strengen Zeiten mit Familie und Geschäft zog es mich immer wieder in die grüne Stille. In den letzten ruhigeren Jahren haben mein Mann und ich mehr Zeit für diese Art von Erholung und wir können jederzeit von vier „Alltags-Spaziergängen“ aussuchen, die je in eine Himmelsrichtung von unserer Haustüre in den Wald führen. Jeder dauert knapp zwei Stunden und am Schluss bringt uns der Bus bequem nach Hause zurück.

 

Allein in den Wald gehe ich seither selten. Nun hat mich die Anleitung der Waldbadexpertin Ines Neubauer (www.gruenfink.ch), die mit mir diesen Blog schreibt, mit ihrer Waldbadempfehlung verunsichert: „Mindestens 1.5 bis 2 Stunden, am besten allein. Kiefer lockern, ruhig Atmen, ganz langsam laufen - den Rest übernimmt der Wald“. „Am besten allein?“, fragte ich bei Ines nach. „Ja, man könne auch beim gemeinsamen Waldbad 30 Minuten jeder für sich sein. Nicht sprechen nicht anschauen, sie nenne das Solozeit.“

Mein Mann und ich nutzten die Waldspaziergänge bis jetzt zum Austauschen und Pläne schmieden. Gestern nun machten wir den Versuch die von Ines beschriebene Solozeit einzubauen. Wir gingen langsamer als sonst und lenkten unsere Aufmerksamkeit immer wieder auf unseren Atem und den lockeren Kiefer. Wir freuten uns an all dem Schönen im Wald, meistens jeder für sich. Alle Gedanken die mir durch den Kopf gingen blieben bei mir. „Herrlich ruhig war das heute, hat mir sehr gut getan“, bemerkte mein Mann als wir auf den Bus warteten und ich fühlte mich total zufrieden und entspannt.

Rosa

Spitzwegerich Erdkammersirup

Heute schon an morgen denken? Ja, das kann ich empfehlen, vor allem, wenn man sich selbst damit etwas Gutes tut.

Jetzt aktuell wächst an vielen Orten ganz frisch der Spitzwegerich. Aus diesem lässt sich für Herbst und Winter ein wunderbarer Hustenstiller selbst herstellen. Für Kinder ist das Sammeln und Herstellen ein grosser Spass, sie helfen bestimmt gern mit. Und die Spannung sowie Vorfreude über den Saft ist gross.

Hier folgt mein Rezept:

Frische Spitzwegerichblätter, ausreichend für 1 Glas, an einem Ort sammeln wo sicher nicht gedüngt wurde. Blätter in ein Schraubglas schichten, abwechselnd mit einem guten Honig. Die Lagen sollten jeweils ca. 1 cm dick sein. Glas gut verschliessen. Ich packe es zusätzlich noch in einen Plastiksack. Nun wird ein Erdloch gegraben. Im eigenen Garten, bei den Grosseltern, am Waldrand mit einem Hinweisschild, o.ä. - das Loch sollte ca. 50 cm tief sein. Auch im Garten lohnt es sich, die Stelle zu markieren und zu beschriften. Nach ca. 3 Monaten wird das Glas ausgegraben und abgefiltert. Sollte der Honig kristallisiert sein, vorsichtig im Wasserbad erwärmen. Vom Honig kann mehrmels täglich 1 TL eingenommen werden. Auch zum Süssen von Husten- und Erkältungstee kann man ihn verwenden. Viel Freude!

Ines

immer wieder Selbstliebe

Am Selbstliebe Abend vom 09. April bekam ich folgenden Satz:

„Ich setze meine Gabe so ein, dass die Menschen mehr zu sich selber kommen.“

 

Die ganze Gruppe, die mich mit Mitgefühl und Humor durch den Selbstliebe Prozess begleitet hatte, spürte meine Erleichterung. Seither ist bald eine Woche vergangen und ich konnte Sorgen und Schmerz um Andere loslassen. Ich bin in keiner Weise für das verantwortlich was sie tun. Was immer geschieht, ich bleibe bei mir und bei meiner Aufgabe. Ich biete weiterhin meine Selbstliebe Abende an und wer will kann daran teilnehmen und immer mehr zu sich selbst kommen. Mehr muss ich nicht tun. Wann immer dich also etwas plagt, deine Lebensfreude beeinträchtigt und / oder dir deine Energie raubt, kannst du mit diesem Thema an einen Selbstliebe Abend kommen.

Anmeldung: rosa-mueller@bluewin.ch

Die Teilnahme ist kostenlos aber auf 6 Teilnehmende begrenzt.

 

Der nächste Selbstliebe Abend: Dienstag 14. Mai 19.30 – 21.30 Uhr

Weitere Daten ab Mai unter www.rhynauerhof.ch

Rosa 

Vogelfreuden

Im vergangenen Frühling nahm ich mir morgens oft Zeit für einen feinen Kräutertee. Ich trank ihn sehr langsam und schaute dabei aus dem Fenster und sah den Frühling kommen. So konnte ich beobachten, wie Blaumeisen in unseren Brutkasten einzogen. Einige Wochen später zwitscherte es dann laut und wild durcheinander. Wieder einige Zeit später war es plötzlich ruhig. Sie waren alle wieder ausgeflogen. Ich war sehr gespannt auf das Nest, welches ich im Spätherbst dann aus dem Kasten nahm. Herrlich. Den Morgentee nehme ich immer noch gern mit einem Blick aus dem Fenster. Eine Kohlmeise hat sich den Kasten vor einigen Tagen schon näher angeschaut.

Meine Vogelfreuden gehen dieses Jahr allerdings bereits noch vor dem Tee los. Nämlich wenn ich von der Meise mit ihrem lauten Ruf im Morgengrauen geweckt werde. Dann geniesse ich noch eine lange Weile mit geschlossenen Augen im Bett und versuche die Vogelstimmen zu erkennen und warte ab, ob sie sich untereinander antworten. Später schaue ich beim Tee, ob sich jemand für unseren Brutkasten interessiert. Morgenritual in Achtsamkeit. Ich muss nichts tun, nur hinhören und hinschauen.

Schöner kann der Tag nicht starten. 

Ines

Verschleiss und Abnützung vorbeugen

Die untenstehende Übung ist aus dem Buch „Besser hören leichter leben“ von Anton Stucki. (in unserer Bibliothek) Der Autor beschreibt darin sehr ausführlich wie die natürliche Hörfähigkeit wieder hergestellt werden kann. Anton Stucki ist auch der Entwickler des Naturschallwandlers der in unserer Bibliothek, für Regeneration und Entspannung zur Verfügung steht. Für viele Übungen die Stucki vorschlägt braucht es diesen Naturschallwandler. Es gibt aber auch ganz einfache Übungen die allein und ohne Hilfsmittel durchgeführt werden können. Ich führe die folgende Übung seit zwei Wochen durch und mache erstaunliche Erfahrungen. Vielleicht hast du ja auch Lust zum Ausprobieren.

 

Einsteiger Übung: Schritte geradeaus gehen

 

Gehe zuerst ein paar Schritte geradeaus in gewohntem Gang.

  • Dann richte deinen Körper bewusst auf, straffe dich und atme 3 mal tief durch (Ich hebe beim Einatmen die Hände über den Kopf, beim Ausatmen im grossen Bogen zurück)

  • Nun gehe sehr langsam und kontrolliert noch einmal ein paar Schritte

  • Wiederhole den Ablauf

  • Beobachte nun ob es einen Unterschied gibt zwischen dem ersten oder zweiten Ablauf

  • Wie fühlt sich dein Körper an?

Durch das „langsame Gehen“ stärken wir die Kontrolle unseres Körpers. Schwach oder nicht präzise zu hören ist in gewisser Weise auch ein Kontrollverlust der muskulären Steuerung des Körpers. Bei dieser Übung werden zum Beispiel die Innenohrknöchelchen trainiert und ausgerichtet. Ganz allgemein hilft die Übung dem Körper Belastungen zu vermindern und damit Verschleiss und Abnützung vorzubeugen.

 

Rosa 

Bärlauch - Mit Haut und Haar

Jetzt ist sie wieder da, die Jahreszeit in der sich jeden Tag etwas neues Prachtvolles, Farbenfrohes, Duftendes und Feines präsentiert und entdecken lässt. Bärlauch gehört dazu und ist einer der ersten Frühlingsboten. Die Zeitschriften sind im Moment voll mit wertvollen Tipps und Berichten über die Zubereitung. Dass man von der Wurzel bis zur Blüte alles geniessen kann wusste ich schon, habe es aber noch nie so zubereitet und stets nur die Blätter zu Pesto, Knöpfli und Co. verarbeitet. Als ich am Wochenende im Rhynauerhof war, kamen Rosa und ich auf den Bärlauch zu sprechen und Rosa erinnerte mich an ihren Blogbeitrag zum Bärlauch vom letzten Frühling. Ich gestehe, diesen hatte ich ich nicht mehr im Sinn. Hier könnt ihr gern nochmals nachlesen: Der Lauch, der die Bären aus dem Winterschlaf lockt!

In unserer Blogbeitrag-Sammlung befinden sich noch weitere Bärlauchtipps. Viel Spass beim Stöbern und Nachlesen.

Den Bündel Bärlauch, den Rosa pflückte, verspeiste ich mit meiner Familie als knusprige Beilage zu selbstgemachten Bärlauchknöpfli. Gebraten in Olivenöl - tutti completti. Die skeptischen Blicke der Kinder verwandelten sich nach dem ersten Probieren in Schlemmergesichter. Mhhh so fein. 

Ines

Aus Selbstliebe

 

Mein Leben macht, dank dem Wachsen der Selbstliebe, immer mehr Freude. Und doch gibt es immer wieder Situationen die mich wütend, traurig oder auch ratlos machen. Situationen in denen ich einen Selbstliebeprozess brauche, um mit der Beantwortung von 4 einfachen Fragen, wieder meinen Frieden zu finden. Meistens mache ich den Selbstliebeprozess (Service von dieser Website) für mich allein. Weil er zusammen mit Gleichgesinnten aber viel nachhaltiger und erfüllender ist, biete ich seit letztem Jahr dreimal pro Semester einen Selbstliebe Abend im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge an. Wenn es dir ähnlich geht und du deinen Schmerz, deine Trauer oder deine Wut auch heilen möchtest statt immer wieder darunter zu leiden, freue ich mich über deine Anmeldung:  

rosa-mueller@bluewin.ch 

Die Teilnahme ist kostenlos. Nächste Selbstliebe Abende: je Dienstag 12. Februar, 09. April, 14. Mai 2019 / 19.30 – 21.30 Uhr 

                                                                                            Rosa 

Danke Vollmond

“Der Mond ist rund, der Mond ist rund - hat zwei Augen, Nas und Mund.” Dieses Zeichenspiel habe ich als Kind sehr gern gemacht. Dabei freute ich mich immer besonders wenn es eine klare Vollmondnacht gab und der freundliche Kerl aus dem Himmel mir zulächeln konnte und ich zurück lächelte. Auch heute lächle ich ihm zurück wenn er mich anstrahlt und bin nach wie vor fasziniert von seinem Gesicht. Häufig wird der Mond mit schlechtem Schlaf in Verbindung gebracht. Häufig irren diese Gedanken an die bevorstehende schlaflose Nacht schon einige Tage vor der eigentlichen Vollmondnacht im Kopf herum. 

Versuchen Sie doch einmal diese Gedanken auf den Mond zu schiessen. Vielleicht gelingt es mit einer Vollmondmeditation heute Abend vor dem Schlafen. Diese fest verankerten “Schlechte-Schlaf-Gedanken” bei Vollmond loslassen.

Frei werden für gute Energie, welche der Vollmond mit sich bringt. Frei werden von alten Glaubenssätzen. Zulassen eines freundlichen Lächelns in beide Richtungen… Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute mit einem Lächeln im Gesicht einschlafen. 

Und beim nächsten Vollmond: können Sie eine Nachtwanderung, begleitet vom hellen Mondlicht unternehmen, immer wieder in Richtung Himmel lächelnd. Einzigartig - Danke lieber Mond.

Ines

Dankbarkeit

Im Universum herrscht das Gesetz der Anziehung. Je mehr wir immer wieder intensiv an das Gute in unserem Leben denken, desto mehr bekommen wir davon. Besonders viel von diesem Guten bekommen wir, wenn wir in Dankbarkeit daran denken und diese Dankbarkeit auch fühlen. Um dieses intensive Fühlen von Dankbarkeit im Alltag nicht zu vergessen, mache ich jeden Morgen, beim Zubereiten der Rühreier, meine tägliche Dankbarkeits-Meditation:

Ich stelle die kleine Teflonpfanne auf den Herd und bin dankbar, dass die gewünschte Temperatur auf meinen Fingerdruck hin die Butter schmelzen lässt. Dankbar denke ich an all die Menschen die dazu beigetragen haben, dass das jeden Morgen so wunderbar funktioniert: Auch an den Rahm, die Kräuter das Salz und besonders an die Menschen und Tiere, die mit der Entstehung dieser Produkte zu tun haben denke ich in Dankbarkeit. Bei den Eiern wandern meine dankbaren Gedanken hinauf zum Hof Eigen wo die Hühner von Helen und Hans unter besten Bedingungen gehalten werden und für uns die herrlich schmeckenden Eier legen. Ganz wichtig ist mir auch die Dankbarkeit für meine Gesundheit: Ich fühle ganz intensiv wie herrlich es ist so vor dem Herd zu stehen und zu erfahren wie wohl ich mich in meinem Körper fühle und er jeden Tag macht, was ich von ihm erwarte.

Rosa

Seelenwärmer

"Ruhe, Stille, Sofa und eine Tasse Tee geht über alles"Theodor Fontane

 

Vor allem in der dunklen Jahreszeit oder bei Krankheiten und Stimmungstief greife ich auf unsere Blütenmischung aus Frühling und Sommer gern zurück und zaubere damit  viel Seelenwärme. Im Laufe der Jahreszeiten sammel ich in Wald, Wiese und Garten Blüten und auch Kräuter, welche ich an einem trockenen, luftigen, eher dunklen Ort trockne. Den Blüten mische ich später manchmal noch einige aromatischen Blätter von Pfefferminze oder Zitronenmelisse dazu. Schon das Öffnen des grossen Teeglases und die Farbenpracht darin hebt meine Stimmung. Die Blütenmischung kann man als Tee aufbrühen, 2 bis 3 Esslöffel für eine leichte Dampfinhalation bei Erkältung verwenden oder es dem kranken Patienten als Potpourri mit ein paar Tropfen des Lieblingsduftöls ans Krankenbett stellen. Es eignen sich z. B. Lavendel, Malve, Rose, Holunderblüte, roter Klee, Ringelblume, und und und.

Ines 


Zuerst das Vergnügen und dann die Arbeit oder der Ball-Junge

Ja ich kenne das Sprichwort zur Genüge aus meiner Kindheit: „Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen“. Letzte Woche kam ich aber zur Einsicht, dass es umgekehrt viel besser funktioniert. Noemi die Kindergärtlerin verbrachte mit uns den Nachmittag im Garten. Hecken schneiden und Lauben waren angesagt. Noemi hat aber keine Lust zum Arbeiten, auf ihr Lieblingsspiel umso mehr. Wir beide sitzen also je in einem Cracy Chair, hängende Stühle mit Abstand im grossen Nussbaum aufgehängt, und wir tschutten einander einen Softball zu. Ich darf dazwischen ein wenig Lauben. Mein Mann schneidet die Hecken und löst mich beim tschutten hie und da ab. Nun sind die beiden zu bequem, den weit davon geflogenen Ball immer wieder zu holen und mein Mann erklärt Noemi ich sei der Ball-Junge. Jemand der ihnen also den Ball immer wieder zurück tschuttet. Das macht den beiden viel Spass und sie halten mich ordentlich auf Trab. Als ich reklamiere, ich komme ja so nicht zum Arbeiten steht Noemi auf und hilft mit viel Ausdauer und Freude beim Lauben.

 

Rosa

Neugier und Offenheit

Schnell, schnell noch Teig ansetzen oder in letzter Minute einen Kuchen für Gäste backen - das bin ich mir am abgewöhnen. Es gelingt meist nicht gut. Ich durfte mit einem 8-jährigen Jungen vor ein paar Tagen einen Kuchen backen. Ich freute mich aufs Backen und dann sagte er:

ER möchte backen - allein - und gern mit den schönen roten Äpfeln aus dem Garten. Ich klappte das Backbuch auf, gab ihm ein Rüstmesser und er schälte ohne Kommentar 6 Äpfel. Dann fragte er, was er denn mit den wunderschönen roten Apfelschalen machen könnte und gab sich gleich selbst die Antwort: Sie sind Kuchendekoration. Ich horchte auf und wusste: ab jetzt backt er wirklich allein, dass hatte er sich ja gewünscht. Ich wurde neugierig, wie er es machen würde und meine Offenheit gegenüber dem Neuen und dem Anders machen wurde belohnt. Sein dunkelblaues T-Shirt wurde mehlweiss und meine kleine Küche ähnelte einer Grossbackstube in der es geschneit hat. Auch dafür hatte er eine Lösung: natürlich den Staubsauger. Ich hatte beim Zuschauen einen riesen Spass und wir haben die Zeit dabei vergessen. Fernab vom Rezept entstand ein köstlich duftender knuspriger Apfelkuchen mit herrlicher Dekoration und einen stolzen Kuchenbäcker. So einen wunderschönen Apfelkuchen gab es bei uns noch nie. 

 

Neugierig bleiben, offen sein für Neues und Anderes und den Moment in Achtsamkeit verbringen ist ein grosses Geschenk für Gross und Klein. Probieren Sie es aus...

Ines

Freude und Lebenslust im Alter

Der Zug von Visp hat Verspätung. Kurz vor Bern kommt die Durchsage, dass der Anschluss nach Luzern um 18.00 Uhr nicht möglich sei, weil der Zug nicht warten konnte. Es ist 4 Minuten vor 18.00 als wir in Bern einfahren. Ein junger Mann erklärt, warum er an uns vorbei als Erster aussteigen möchte: „Ich probiere es“. Mein Mann und ich schauen uns an und für uns ist klar, wir probieren es auch. Rolltreppe hoch und dann wieder runter. Eine junge Frau steht auf der Türschwelle und ruft: „Hier, ich stehe da bis Sie da sind“ und wir nichts wie rein in den Zug der Punkt 18.00 Uhr abfährt. Die Freude ist groß, dass es geklappt hat und auch über die Hilfsbereitschaft der jungen Frau.

 

Am nächsten Montag 22. Oktober, 19.00 Uhr laden Ines Neubauer, Anita Tolusso und ich alle Interessierten ein,

um in ungezwungenen Rahmen über das Thema Freude und Lebenslust im Alter auszutauschen. Mehr dazu auf www.rhynauerhof.ch

 

Rosa

Leben ohne Kopfschmerzen

Luisa Fellmanns vielbesuchter Kurs vom letzten Montag versprach einfache Mittel für eine wirkungsvolle, anhaltende Heilung bei Migräne und Schlaflosigkeit. Die Empfehlung von Luisa, bei Kopfschmerzen präventiv genügend Hahnenwasser ohne irgendwelche Zusätze zu trinken, erinnerte mich an meine Wassertrink Meditation die mir schon früher das Wassertrinken erleichterte. Wenn ich also am Morgen mein erstes Halbliter Glas Wasser trinke, stelle ich mir dabei vor, wie der erste Schluck mein Hirn belebt, der zweite meine Augen befeuchtet, der dritte Herz und Lungen erfrischt und der vierte Magen und Darm bei ihrer Arbeit unterstützt und der fünfte die Nieren besser arbeiten lässt. Es gibt mir einfach ein gutes Gefühl meinen Körper bei seiner Arbeit, die er jeden Tag für mich tut, zu unterstützen.

 

Rosa

 

Kreativ-Rezept

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Kein Tag ohne Liebe

Wir verlassen den Zug bei der Station Gersag. Ein Mann mit düsterem Gesicht wünscht uns einen schönen Abend. Ich danke ihm die Freundlichkeit mit einem herzlichen Lächeln und mein Mann und ich wünschen ihm beide auch einen schönen Abend. Und da passiert das Wunder auf seinem Gesicht. Sein Strahlen fasziniert mich so sehr, dass ich fast das Aussteigen verpasse. 

 

Rosa

Der Lavendel im Rhynauerhof-Garten ist zum Ernten bereit

In früheren Zeiten zogen laut Bruno Vonarburg „ von dem ich viel über die Kräuter gelernt habe, Lavendelweiber“ von Haus zu Haus und boten ihre duftende Ware an. Wer heute von den wunderbaren Blüten möchte, kann sie selber im Garten oder auf dem Balkon anpflanzen oder bei uns im Rhynauerhof-Garten ernten.

Lavendel Fussbäder mag ich besonders gern. Sie wirken beruhigend, krampflösend aber auch keimtötend. Nach dem Wandern, was ja für die Füsse immer etwas strapaziös ist, nehme ich eine Handvoll Blüten, koche sie kurz in einem Liter Wasser auf, lasse das Lavendelwasser zehn Minuten stehen und seihe ab. Dann giesse ich 37°warmes Wasser in ein Becken in dem die Füsse bequem Platz haben und mische es mit dem Lavendelabsud .Die Füsse bleiben so lange im Wasser wie es angenehm ist. Auch für Kinder die abends nicht zur Ruhe kommen, ist das Lavendel-Fussbad ein wunderbares Einschlafmittel.

Rosa

Von The Work zum Selbstliebeprozess

Nun fand am 12. Juni der Schnupper-Abend für The Work von Katie Byron statt. 

Während wir die Gedanken der Teilnehmen prüften wie es The Work vorsieht, kam mir eine etwas peinliche Erkenntnis: Das ist gar nicht The Work die ich selber jeweils bei Problemen mit anderen Menschen mache, nein das ist, schon seit längerer Zeit, der Selbstliebeprozess. Dieser ist mir nach meiner Bitte ans Universum um eine einfachere Methode als The Work, quasi zugeflogen. Seither stelle ich bei quälenden Gedanken immer nur diese 4 einfachen Fragen, ganz ohne Arbeitsblatt und der aufwändigen Beantwortung, wie sie The Work vorschlägt. Beide Methoden haben das gleiche Ziel: Sie befreien von belastenden Gedanken und ermöglichen immer mehr sich selbst zu werden. Trotzdem war nichts falsch an diesem  The Work Abend: ich hatte auf Anregung einer Kursteilnehmerin zu einem The Work-Schnupperabend eingeladen und es gab einen Einblick in diese komplexe Methode.

 

Für die nächsten Abende lade ich nun aber dazu ein, den Selbstliebeprozess kennen und anwenden zu lernen, jeweils am 2. Dienstag im September, Oktober, November und Dezember. Mit dem Selbstliebeprozess, der auch von dieser Website runtergeladen werden kann,(selbstsorge.ch/service) wird es möglich sein, auch bei einer grösseren Gruppe alle  Fragen bearbeiten zu können. 

Wahrscheinlich brauchte ich diesen „The Work Abend“ um nun ganz „meiner eigenen Methode“ vertrauen zu können.

Die Einladung zu den Selbstliebeprozess Abenden erfolgt dann über den Newsletter.

Rosa

Freudentanz um Blattläuse

Eine meiner Gartenarbeiten im Frühsommer gilt der Reduzierung von Blattläusen. Vor allem an zwei Rosenbäumchen sitzen diese hartnäckig in Scharen an den Jungtrieben. Spätestens kurz vor der Blüte versuche ich so viele Blattläuse wie möglich zu beseitigen. Dies mache ich vorsichtig einfach mit den Fingern. Dieses Jahr habe ich mir damit etwas Zeit gelassen und wurde belohnt. Als ich gestern zum Blattlaus-Quetschen ans Rosenbäumchen ging entdeckte ich die von mir heiss ersehnten schwarzen Marienkäferlarven. Mindestens 10 krabbelten flink um die Blattläuse herum. Was für ein Glück. Ich musste einen kleinen Freudentanz machen und jauchzte vor mich hin. Das tut gut. Nun hoffe ich, dass sich die Larven kugelrund fressen und sich bald zu kleinen Glückskäfern verwandeln. Seit gestern erfreue ich mich nun auch an Blattläusen im Garten. 

Falls es einmal doch zu viele werden: Ein gutes Hausmittel ausser die Finger gegen Blattläuse ist Milchwasser, was ich im letzten Jahr für die Brombeerblüten brauchte, da ich die zarten Blüten nicht kaputt machen wollte. Man mischt 200 ml Wasser mit 100 ml Milch und sprüht dies bei trockenem Wetter direkt auf die Läuse. Eine Anwendung hat bei mir geholfen und sogar in diesem Jahr sind die Brombeeren lausfrei.

Viel Freude beim Gärtnern und Entdecken.

Ines


Wo ein Wille ist, da ist ein Weg

Auch dieses Zitat steht nicht auf unserer Werbetafel. Es stammt wie The Work von Katie Byron aus dem englischen Sprachraum:

“where is a will, there is a way“ und begleitet mich seit meiner Kindheit. Mit The Work von Katie Byron habe ich einen Weg gefunden, den ich gehen kann um Erwartungen an andere Menschen, die diese nicht erfüllen wollen, loszulassen. Warum ich diesen Weg immer wieder gehe? Weil ich dabei erfahre wie schön es ist die Menschen zu lieben wie sie sind und auch die Welt zu lieben wie sie ist. Mit jeder The Work gelingt mir das ein wenig besser.

 

Manchmal fällt es mir aber schwer den Willen aufzubringen bei schmerzlichen Begegnungen mit anderen Menschen The Work zu machen. Darum war ich dankbar für die Anregung einer Kursteilnehmerin von „Kinder fürs Leben stärken“, im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge The Work Abende anzubieten. Zusammen mit anderen zu „Worken“ ist einfach wunderbar und darum gibt es nun die Einladung zum Schnupper The Work Abend. Er  richtet sich an alle Interessierten, ob mit The Work Erfahrung oder ohne.

 

Wann: 12. Juni 2018 um 19.30 bis 21.30 Uhr

Wo: Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge 

 

Auskunft/ Anmeldung rosa-mueller@bluewin.ch oder 041 931 06 80. 

 

Es braucht keinerlei Vorkenntnisse, nur die Bereitschaft sich auf die vier einfachen Fragen von The Work einzulassen und zu erfahren wie schön es ist seine Erwartungen loszulassen und die Welt zu lieben wie sie ist. Die Teilnahme ist kostenlos. 

Rosa 

Von jeder Wahrheit ist das Gegenteil ebenso wahr

Der Ausspruch von Siddharta im gleichnamigen Buch von Hermann Hesse, schaffte damals, als wir die Sprüche für unsere Werbetafel zusammentrugen, die Hürde nicht. Nun, angeregt durch den Hinweis von Ines auf „ihr“ Hesse Zitat, benutze ich die Gelegenheit den etwas provokativen Spruch in seinem Kontext aufzuschreiben.

Govinda der Jugendfreund von Siddharta, fragt diesen bei ihrem letzten Abschied als alte Männer nach seinen Gedanken  die ihm leben helfen. Siddharta antwortet: „Ich habe einen Gedanken gefunden, Govinda, den du wieder für Scherz oder Narrheit halten wirst, der aber mein bester Gedanke ist. Er heisst: von jeder Wahrheit ist das Gegenteil ebenso wahr! Nämlich so: eine Wahrheit lässt sich immer nur aussprechen und in Worte hüllen, wenn sie einseitig ist. Einseitig ist alles was mit Gedanken gedacht und mit Worten gesagt werden kann, alles einseitig, alles halb, alles entbehrt der Ganzheit, des Runden, der Einheit.“

Wie wahr dieser Gedanke von Siddharta ist, erfahre ich jedes Mal wenn ich bei schwierigen Begegnungen Zuflucht bei the Work von

Katie Byron suche und dabei von meinem Schmerz geheilt werde der meine sturen, lieblosen  Gedanken verursacht hat. Um diese heilende Methode noch mehr Menschen zukommen zu lassen, planen wir bei uns im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge regelmässige

The Work Abende. Mehr dazu beim nächsten Mal. Mehr zu The Work auf www.thework.com

Rosa 

Erfrischende Zitate

Im Rhynauerhof-Garten, Richtung Obergrundstrasse gerichtet, steht unsere Werbetafel. Ganz oben befindet sich ein Teil mit Sprüchen, welche wir Frauen vom Vorstand uns einmal ausgedacht oder zusammengetragen haben. Jede Woche tausche ich den Spruch gegen einen anderen aus. Das ist jeweils ein grosses Vergnügen für mich, werde ich doch so immer wieder auch selbst aufmerksam gemacht auf verschiedene Themen rund um das Thema Selbstsorge. Achten Sie sich doch einmal darauf, wenn Sie mit dem Bus oder Auto daran vorbei fahren. Heute ist mir an einem anderen Ort ein Zitat unter die Augen gekommen, was ich hier gern teilen möchte.

"Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst zu kommen." von Hermann Hesse - Damit wünsche ich mir und allen die diesen Blogeintrag lesen einen fantastischen Start in die neue Woche. 

Ines

Gassi gehen ohne Hund

Meine Tochter liebt Hunde über alles. Hunde haben etwas magisches für sie, schon immer. Wir haben einen Kater zu Hause, keinen Hund. Trotzdem waren wir zusammen Gassi. Plötzlich stand meine Tochter vor mir, hielt zwei Bälle an einem Gummi befestigt in den Händen und fragte ob ich mit ihr und den beiden Hunden Gassie gehen würde. Nun ja, ich staunte eine Runde und stimmte dann zu. Jeder nahm einen Gummi-Ball-Hund und wir liefen Richtung Wald. Die Treppen hopsten die runden Hunde so schnell hinunter, dass wir ein Stück hinterher rennen mussten. Am Waldrand konnten sich die Hunde am Bach erfrischen, sie tranken frisches Quellwasser. Dort tauften wir die beiden Hunde dann noch. Schliesslich muss man sie ja rufen können wenn sie einmal zu weit davon springen. Zum Gassi gehen braucht es immer auch ein schwarzes Tütchen von der Hundestation. So eine stand natürlich auf unserem Weg auch, sehr praktisch. So konnten wir uns unterwegs mit ausreichend vielen Tütchen versorgten. Und siehe da, das erste Geschäft liess nicht lang auf sich warten. Wir liefen so weit wie schon lang nicht mehr, sogar im Eiltempo den Berg hinauf. Im Wald achteten wir auch sehr darauf, dass wir die Hunde wieder an die Leine nehmen müssen, wegen dem Wildschutz. Wäre kein Gewitter aufgezogen, welches die Hunde schnell wieder nach Hause flitzen liess, wären wir wohl immer noch Gassi. Ein fantastischer Fantasie-Spaziergang. Den Traum vom Hund erfüllt sich meine Tochter vielleicht wenn sie älter ist, und bis dahin gehen wir in Zukunft sicher noch öfter Gassi - auch ohne Hund.

Ines

Der Lauch der die Bären aus dem Winterschlaf lockt

Dass man den Bärlauch mit samt den Wurzeln ausgraben und alles, Wurzel, Knolle und Blatt als Ganzes geniessen kann, darauf wäre ich nicht gekommen. Die Idee stammt von der leidenschaftlichen Pflanzensammlerin  Franziska Weber. Im Rhynauerhof Garten ist der Bärlauch im Moment noch richtig klein und so habe ich eine Schaufel voll von diesen Enegiebündeln  mit nach Hause genommen, gut gewaschen und in etwas Olivenöl gedünstet. Es schmeckte wirklich herrlich, wenn auch die Wurzeln beim Essen etwas kitzelten. Ich habe die ganzen Pflanzen auch wie Zwiebeln kleingeschnitten und der Tomatensauce beigefügt. Auch da war das Resultat sehr aromatisch und ich fragte mich ob meine Ausdauer  beim Jäten von Scharbockskraut  wohl der Energie vom jungen Bärlauch zu verdanken ist. Bären habe ich im Rhynauerhof Garten bis jetzt keine gesehen, der Bärlauch kann also gefahrlos  ausgegraben werden.

Rosa 

Raus aus der Komfortzone

Das Beste im Ferienlager war früher für mich die Nachtwanderung... Als meine Mann so eine vor einigen Tagen vorschlug war ich skeptisch. Im dunkeln mit den Kindern die Rigi hoch - und das im Winter. Für die Kinder war sofort klar, das wollen wir machen. Sie schnitzten bereits am Nachmittag voller Begeisterung ihre Stöcke zum bräteln an, hatten irrsinnig Freude sich etwas feines im Quartierladen aussuchen zu dürfen. So stapften wir also nach Einbruch der Dunkelheit los und schon nach den ersten 50 Metern waren wir in einer anderen Welt. Die Schneeflocken tanzten um unsere Nase und die Kinder wählten freiwillig den längeren Weg bis zur Grillstelle. Es ging steil bergauf - mit Blick auf die beleuchtete Stadt. Mit einer erfunden Geschichte verkürzten wir uns die Zeit und die bizzaren Eiskristalle verzauberten den Wald. Als das Feuer brannte und wir unser Grillgut auflegen konnten war das Glück perfekt. Der vorbereitete Teig für Stockbrot wollte nicht an den Stöcken halten, wir formten ihn zum Fladenbrot, das war der Hit. 

Mit warmen Bäuchen und einer grossen Zufriedenheit machten wir uns mit 2 Fackeln auf den Rückweg. Wir erzählten uns das Ende unsere Fantasiegeschichte und danach dienten zwei alte Plastiksäcke den Kindern als Schlitten, sodass sie uns fast davon sausten. Überglücklich fielen wir sehr müde ins Bett. 

Dieser kleine Austritt aus der Komfortzone war sehr bereichernd und ist Balsam für Seele und Geist und wird uns noch lang begleiten.

 

Ines

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Ping Pong im Winter

Die Sonne lockte uns gestern in den Garten. Hier steht seit langer Zeit ein massiver Tischtennistisch, der aber von Maurin noch nie beachtet wurde. Gestern wünschte er mit mir Pin Pong zu spielen. Auch Noemi, Maurin‘s Schwester wollte einen Schläger. Nach ein paar Versuchen mit dem Anschlag sagte Maurin fröhlich, dass er noch nie gespielt habe, da er aber Federball spielen könne habe er gedacht er könne das auch. Als er mir mehre Male den Ball direkt zuspielte und sich freute wenn er diesen zurückbekam, sagte ich, dass er auch auf den Tisch aufschlagen könne. Das wisse er schon, er könne es aber nicht. Als ein Ball direkt in seinem Mund landete und ich bemerkte, dass es gut sei, dass er diesen nicht verschluckt habe, mussten wir beide so lachen, dass wir eine Weile nicht weiterspielen konnten. Noemi, die unterdessen am Kletterseil übte, kam zurück und von da an spielten wir zu dritt und hatten es so lustig, dass wir gar nicht merkten wie die Zeit verging. Weil der Ball oft am Boden landete, hatten wir viel Bewegung und gar nicht kalt. Wenn uns aber hie und da ein längerer Pass gelang, freuten wir uns riesig.

Rosa 

The Healing Code und die Chakren

Über einen Monat lang litt ich an hartnäckigem Husten. Keine anderen Beschwerden, einfach nur Husten. Alle Hausmittel, die mir sonst Erleichterung brachten nützten nichts. Erst nach einer Woche begriff ich den Zusammenhang: Es war die neue Form des Healing Codes den ich seit ein paar Monaten täglich anwendete. Im September 2014 schrieb ich an dieser Stelle über den ursprünglichen Healing Code von Alex Lyod und Ben Johnson und was er bewirken könne. Während der täglichen Anwendung kam immer wieder der Input, doch alle meine sieben Chakren mit Energie zu versorgen. Bis ich dies machte. 

Da mich mein Mann immer wieder bat meine Voten und Kritiken liebevoller vorzubringen, wünschte ich mir mit der neuen Variante beim Hals-Chakra mit anderen Menschen liebevoller sprechen zu können, besonders auch bei emotionaler Betroffenheit. Schon bald spürte ich eine positive Veränderung. Mit der Zeit wurde der Husten schwächer und ist nun ganz verstummt. 

Die Anleitung zur neuen Variante des Healing Codes und die Chakren  können Sie unter „Service“ von dieser Website runterladen.

Rosa 

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Auf das Bauchgefühl vertrauen....

 

Im verschneiten Winterwald fand ich plötzlich eine abgesägte Spitze einer grossen Fichte. Aufgestellt sah es fast aus wie ein Weihnachtsbaum, einfach nicht ganz perfekt, eher mager. Für mich war sofort klar, dass diese Baumspitze vor unserem Haus stehen soll, also schleifte ich das verschneite eingeeiste Teil zum Auto. Mein Mann konnte nur die Augen verdrehen. Er sah keinen Baum sondern nur Schnee, Eis, Nadelschmutz und Harz, welches das Auto verschmutzt. Somit stellte ich die Fichtenspitze zurück in den Wald. Daraufhin sprang meine 8-jährige Tochter aus dem Auto und fragte mich, ob ich den Baum gerne möchte? Ich sagte ja. "Also Mama, Wenn man etwas gern möchte muss man es auch machen und wir nehmen jetzt den Baum mit nach Hause". Sie schnappte sich den Baum und schleppte ihn zum Auto. Dabei hob sie ihn so über den Kopf, wie Pipi Langstrumpf ihr Pferd stemmt und sang dazu. Ich danke meiner Tochter, denn ich überhörte in diesem Fall mein Bauchgefühl. Am nächsten Tag holten wir Christbaumkugeln vor, stellten den Baum in den eisernen Staudenknecht welcher im Winter keine Aufgabe hat und schmückten glücklich glucksend unser Bäumchen. Nun habe ich doppelte Freude - am geschmückten Baum und am Staudenknecht, welcher das Bäumchen aufrecht hält. 

Ines

Ein Wurstsalat der allen schmeckt

Sophia kocht ihr Lieblings Menü. 4 Cervelats schön regelmässig geschnitten, dazu viele kleine Essiggurken und Mayo für die Sauce gemischt mit dem Saft der Maiskörner. „Ich mag die Maiskörner nicht im Salat“ meckert mein Mann. Also kommen diese in ein extra Schüsselchen. „Dafür habe ich die Zwiebeln ganz fein geschnitten“, kommt es von der gleichen Adresse. „Zwiebeln mag ich aber gar nicht“. Elina die das Tun ihrer älteren Schwester kritisch beäugt, legt das Veto ein. Also wieder ein extra Schüsselchen für die Zwiebeln und auch für den Käse, der nach Ansicht der Köchin gar nicht zum Wurstsalat gehört. „Wo sind die Nudeln?“ fragt sie. Aha Nudeln müssen auch noch sein. Schnell werden diese gekocht und …nein nicht zum Salat gegeben, sie kommen auch in ein extra Geschirr.

Alle vier sitzen wir am schön gedeckten Tisch. „Ich mag gar keine Cervelats“, sagt Elina. Das finden wir nun so lustig, dass wir vor Lachen fast nicht essen können. Danach aber geniessen wir alle den Wurstsalat, mit oder ohne Wurst. 

Haben wir es diesmal mit der Selbstsorge etwas übertrieben?  Ach was, Hauptsache es schmeckt allen.

Rosa

November Freuden sind gut fürs Gehirn

Das Mittagessen gibt’s draussen, es schmeckt heute doppelt gut. Alle Äste von den geschnittenen Bäumen sind weggeräumt und ich freue mich auf die Garten-Kür am Nachmittag.

Ich teile die zum Teil noch blühenden Stauden und platziere sie neu. Als ich Löcher grabe für die Blumenzwiebeln gucken mich die schon startbereiten Keimlinge vom Scharbockskraut an. Ich muss lachen, sie sehen so lustig aus. Da erscheint aber das Bild von der gelben Blütenpracht vom letzten Frühling und ich zupfe doch ein paar Vorwitzige aus, allein schon weil doch die Krokusse Platz brauchen. Die Zeit vergeht im Flug und ich bin ganz überrascht als es dunkel wird. Na klar es ist ja November. Ich habe es ganz vergessen ob meinem freudigen Tun bei diesem herrlichen Wetter.

Vom Hirnforscher  Gerald Hüter weiss ich, dass Freude und Begeisterung am eigenen Tun, Gestalten und Entdecken unser neuroplastisches Potential im Gehirn immer wieder reaktiviert, also dem altersbedingten Abbau entgegenwirkt. So gesehen sind solche Novembertage geradezu Dünger für mein Gehirn und Selbstsorge pur.

Das neue Buch von Gerald Hüter „Raus aus der Demenz Falle!“ ist eine Fundgrube für alle die ihrem Gehirn Gutes tun möchten. Es  ist ab nächsten Montag in unserer Bibliothek zum Lesen bereit.

Rosa

Kräuterenergie vom Rhynauerhof

 

Das frische Kräuter wohltuend für unseren Körper sind weiss fast jeder. Vor allem in der kalten Jahreszeit geniessen wir jetzt wieder öfter einen warmen Tee und machen es uns zu Hause gemütlich. Eine Kerze dazu und das Wohlbefinden steigt gleich doppelt. Seit 4 Wochen pflücke ich mir einmal in der Woche nach getaner Arbeit im Rhynauerhof einen oder zwei Zweiglein frische Kräuter/Tee vom grossen Kräuterbeet im Garten. Diese/n nehme ich heim und stelle sie in eine schöne Vase mit Wasser, damit sie lange frisch bleiben. Seitdem trinke ich jeden Tag ein grosses Glas Tee, zubereitet mit ca. 3 Stück frischem Ingwer und ein paar frisch gezupfte Blättern Kräuter/Tee. Ich nenne den Tee meinen täglichen Seelenschmeichler, den ich mit allen Sinnen und ganz in Ruhe nur für mich zubereite und geniesse. Und ich bin dankbar dafür. Eine Wohltat für Körper und Geist. 

Ines

 

Selbstsorge ganz praktisch

Unser Ferienkind lebte bis vor kurzem in Singapur. Als wir vorschlugen in den Wald zugehen um Pilze zu sammeln, wollte sie partout nicht mitkommen da es da Füchse, Wölfe und andere gefährliche Tiere hätte. Als wir einwendeten wir würden oft in den Wald gehen und hätten da noch nie einen Wolf oder Fuchs gesehen, war sie bereit uns zu begleiten. Als wir die ersten Pilze fanden, freute sie sich sehr und wurde von einem richtigen Pilzjagdfieber gepackt. Nach zwei Stunden war der Korb voll und wir machten uns auf den Heimweg. Da begegneten wir einer wunderschönen Gruppe von Fliegenpilzen. Unser Ferienkind kannte diese Pilze aus Büchern, dass diese nun aber einfach so im Wald stehen, das konnte sie kaum glauben und sich fast nicht sattsehen. „Gut dass sie giftig sind“, meinte sie „so bleiben sie stehen“. Unsere Maronenröhrlinge schmeckten ihr und sie fand es super, dass man diese einfach im Wald holen kann. 

Rosa Müller-Stocker

Kinder fürs Leben stärken

Mein Kurs im Rhynauerhof diese Woche, an Eltern und Grosseltern gerichtet, beschäftigte sich auch mit Selbstsorge und Selbstliebe und, dass das Wertvollste das wir einem Kind schenken können, seine Erfahrung ist, dass es so wie es ist vollkommen in Ordnung ist. Wenn nichts das es tut unsere Liebe zu ihm unterbricht oder verhindert, kann seine Selbstliebe wachsen und es kann auch anderen Menschen immer mehr mit Mitgefühl begegnen.

Doch wie meistern wir diese grosse Herausforderung im Alltag, wenn Kinder partout nicht das machen was wir gerne möchten, oder etwas wollen, das wir nicht für sinnvoll halten? 

Eine Kursteilnehmerin erzählte, wie sie dieses Problem beim Einkaufen löste, wenn ihre 3.5 Jahre alte Tochter immer wieder dieses und jenes haben wollte. Statt die heissbegehrten Sachen zu kaufen, schauen sie diese gemeinsam an: „Ja diese Schokoladen sehen wirklich schön aus. Mir gefallen die mit den glitzrigen Sternen drauf und welche gefallen dir?“ Die Mutter nimmt sich Zeit, die von der Tochter ausgewählten Sachen anzuschauen. Die Tochter bekommt die Botschaft: „Was mich interessiert, interessiert auch meine Mutter. Ich bin wichtig für sie.“ Die Mutter kauft die gewünschten Sachen nicht,  gibt ihrer Tochter aber die Botschaft, dass es vollkommen in Ordnung  ist sich für die ausgestellten Sachen zu interessieren.

 

Die Welt gehört dem, der sie geniesst

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Lieben was ist

Ein kräftiger Sturmwind hat im Rhynauerhof Garten eine der mächtigen Birken gefällt. Sie prallte mitten auf unsere alte ehrwürdige Magnolie, die uns jeden Frühling mit ihrer Blütenpracht erfreute. 

Als ich das Bild der gestürzten Bäume, das mir Sebastian zur Information sandte sah, dachte ich voller Optimismus: „Mindestens die Magnolie wird zu retten sein.“ Am nächsten Morgen bei einem Augenschein, musste ich der Tatsache ins Auge blicken, dass dem nicht so war. Ich musste mich auch von der Magnolie verabschieden. 

Doch so schnell ging das nicht. Zuerst machte ich mir Vorwürfe: „Den ganzen Frühling machte dir die Birke Sorgen, ihre Blätter waren noch schütterer als letztes Jahr. Hättest du nicht irgendetwas machen können um sie zu retten? Und so weiter und so fort. Doch dann erinnerte ich mich an The Work von Katie Byron und drehte meinen Satz „Die Bäume dürfen nicht umfallen“ um. „Die Bäume dürfen umfallen“ und jetzt gelang es mir über diese einfache Wahrheit zu schmunzeln. Die Bäume fragen mich nicht, sie fallen um ob es mir passt oder nicht. Nun war ich bereit zum vorwärts schauen und schon freue ich mich darauf zusammen mit meinen Vorstandskolleginnen einen neuen Baum zu pflanzen.

Immer wieder wenn ich mit etwas hadere das mir das Leben schwer macht, leistet mir The Work für meine Selbstsorge wunderbare Dienste. Die Energie die zuerst fürs Hadern gebraucht wird, kann wieder fliessen und für neue Taten eingesetzt werden. Unter dem untenstehenden Link finden Sie dazu mehr Informationen.

http://thework.com/sites/thework/downloads/little_book/German_LB.pdf 

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Der Himmel auf Erden

Eine alte Dame holt sich in einem Selbstbedienungsrestaurant eine Suppe. Sie setzt sich an einen freien Tisch, muss aber nochmals aufstehen, weil sie den Löffel vergessen hat. Als sie zurückkommt sitzt ein grosser schwarzer Mann an ihrem Tisch und isst ihre Suppe. Die Frau setzt sich zu ihm und versucht mit ihm zu sprechen. Er versteht sie aber nicht. So nimmt sie ihren Löffel und langt über den Tisch und isst auch von ihrer Suppe. Da schiebt der Schwarze den Topf in die Mitte und sie essen gemeinsam. Sie lächeln sich zu und die anderen Leute beobachten das seltsame Paar, das aus einem Topf isst. Der Schwarze steht auf und holt einen Teller mit Schnitzel und Pommes und stellt auch das in die Mitte und sie essen wieder gemeinsam. Als der Teller leer ist, steht der Schwarze auf, nickt der Frau freundlich zu und geht. Plötzlich schreit die Frau: „Meine Handtasche und mein Pelzmantel sind weg.“ Die alte Frau ist verzweifelt. Als die Polizei kommt, entdeckt jemand an einem anderen Tisch einen Pelzmantel und eine Tasche, auf dem Tisch steht eine Suppe. Sie gehören der alten Frau. Die Frau hat den Tisch verwechselt und nicht der Schwarze hat ihre Suppe gegessen, sondern sie die Suppe des Schwarzen.

In Anlehnung an. Peter Bichsel. Über Gott und die Welt.

 

Unterschied von Himmel und Hölle

Ein Schüler wandte sich an einen Weisen und  fragte ob er ihm den Unterschied zwischen Himmel und Hölle erkläre.

Der Weise liess sich erweichen und nahm den Schüler mit tief ins Innere des Universums. Sie sahen dort Menschen an einem sehr grossen, runden Tisch. Jeder hatte einen Löffel in der Hand mit einem zwei Meter langen Stiel. Damit vermochten die Leute einen grossen Topf in der Mitte des Tisches zu erreichen. In diesem Topf befand sich ein köstliches Gericht. Wer es nur schon roch, war entzückt von der Aussicht, von diesem Gericht zu essen. Die Menschen schafften es aber nicht, ihre langen Löffel zum Mund zu führen und mussten Hungers sterben. Der Schüler erkannte, dass sie sich in der Hölle befanden.

Der Weise und sein Schüler wanderten weiter und kamen in einen Raum mit derselben  riesigen Runde von Menschen um einen Tisch versammelt. Dasselbe köstliche Gericht stand in der Mitte des Tisches und auch diese Leute hielten zwei Meter lange Löffel in den Händen. Doch hier im Himmel waren alle glücklich und lachten. Die Menschen vergnügten sich damit einander zu füttern.

In Anlehnung an. Steven Harris. Nicht tun. Ein Leitfaden zur inneren Freiheit.

 

(Un)Kräuter lieben lernen

Lange bevor man von der Existenz von Vitaminen wusste, suchten an Skorbut (Scharbock) erkrankte Seefahrer, wenn sie an Land kamen, das Vitamin C haltige Scharbockskraut. 100 g Frischpflanzen enthalten ca. 150 mg Vitamin C und halfen den Seefahrern beim Gesundwerden. Der Geschmack des Scharbockskrauts ist pfeffrig scharf und ich gebe diese aromatischen Blättchen meistens den ganzen Monat März dem Salat in kleinen Mengen bei. Sobald die gelben Blüten erscheinen sollte die Pflanze nicht mehr für Wildgerichte verwendet werden. Jetzt ernte ich Blätter und Blüten und trockne sie. Immer wenn meine Füsse etwas murren, weil ich wieder zu lange in groben Garten- oder Wanderschuhen unterwegs war, bekommen sie am Abend ein warmes Fussbad mit einem Aufguss von Scharbockskraut. (2 Esslöffel Kraut mit kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und dem Badewasser beigeben). Das Scharbockskraut wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und wenn es auch weiss, dass es die Gärtnerin gerne aus dem Garten vertreiben möchte, dient es trotzdem ihrem Wohlbefinden. 

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Pane e Tulipani

Schon der Klang des Titels dieses Films führt mich an einem kalten Regentag wie heute mitten ins malerische, warme Venedig. Die beiden Hauptdarstellenden Rosalba (Licia Maglietta) und Fernando (Bruno Ganz) sind zwar erst auf den zweiten Blick Vorbilder in Selbstsorge, dann dafür aber gründlich. Rosalba, eine italienische Hausfrau wird von ihrer Reisegesellschaft in der Raststätte vergessen und benutzt die Gelegenheit sich auf eigene Faust Venedig anzuschauen. Mangels Geld wird sie vom romantischen Feingeist und Kellner Fernando in dessen Wohnung einquartiert. Rosalba findet den Job ihrer Träume bei einem schrulligen Blumenhändler. Dank ihrer fröhlichen und liebenswerten Natur findet auch Fernando wieder zu neuem Lebensmut und ungeahnter Tatkraft.

Wer Lust hat sich einen Regentag zu verschönern oder eine melancholische Stimmung beseitigen möchte, findet den DVD in unserer Bibliothek zum Ausleihen: Brot und Tulpen so heisst der deutsche Titel. Trotzdem auf Italienisch.

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Gioachino Rossini sei Dank

Das Wochenende mit den drei Enkelkindern war herrlich… aber anstrengend und so habe ich mir am Sonntagabend vorgenommen den heutigen Montag frei zu nehmen und nur das Nötigste zu erledigen. Mein Vorsatz kam mir aber erst am frühen Nachmittag wieder in den Sinn und um es diesmal besser zu machen, legte ich gleicheine CD mit Ouvertüren von Gioachino Rossini auf. Diese Musik hat immer eine wunderbare Wirkung auf mich: Ganz gleich was ich gerade mache, ich lasse das sein und fange an zu tanzen. Genau genommen bewege ich mich einfach nach der Musik und werde immer unbeschwerter und fröhlicher. Die Müdigkeit ist verflogen und ich weiss gar nicht mehr, warum ich mir für heute einen freien Tag wünschte …

 

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Thymian wärmt von innen

Wenn unsere Kinder im Winter zu lange an der Kälte waren, bekamen sie am Abend ein Thymianbad. Die öligen Blätter können das ganze Jahr geerntet werden. Wenn diese mit Wasser aufgekocht und dem Badewasser zugesetzt wurden, war die Wirkung jedes Mal verblüffend: Das kränkelnde Kind verliess die Badewanne zwar müde aber zufrieden und zusammen mit einem erholsamen Schlaf kehrten die Lebenskräfte wieder zurück.

 

Die Erklärung von der wunderbaren Wirkung des Thymians fand ich vor kurzem in den Weleda Nachrichten. Laut Michael Straub, dem Leiter des Weleda Heilpflanzen-Gartens in Witznau bei Schwäbisch Gmünd gibt der Thymian die Wärme, die er durch das Sonnenlicht empfangen hat weiter, so als würde diese den Körper von innen schützend auskleiden. Und das Beste daran ist, dass uns diese wunderbare Pflanze ihre Heilkräfte auch im Winter zur Verfügung stellt. Dann wenn wir diese gespeicherte Wärme am meisten brauchen. Der Thymianstrauch im Rhynauer Kräuterbeet gibt gerne von seinen Blättern ab. Rezept für eine Tasse Tee: Ein paar Thymianspitzen mit kochendem Wasser überbrühen und nach etwa 5 Minuten trinken und spüren wie die Wärme zurückkommt. 

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Wenn ich wütend bin

Ich lasse jeweils die verblühten Stockrosen im Garten über den Winter stehen, auch wegen der Vögel. Sie lieben die Samen und es sieht lustig aus wenn sie auf den dürren Stängeln turnen. Dieses Jahr hat der Gärtner unserer Nachbarn alles „razzekahl“ abgeschnitten. Als ich das Ergebnis seiner Ordnungsliebe sah, spürte ich eine Riesenwut in mir aufsteigen. Vielleicht etwas besser zu verstehen, weil ein anderer Nachbar im Sommer meine wunderschöne weisse Clematis bodeneben abschnitt, weil er glaubte, die Clematis sei eine Winde, die seine Pflanzen bedrohe.

Auf jeden Fall brauchte ich diesmal dringend meine Notfallmassnahme gegen Wutanfälle:

 

Beide Hände zu Fäusten schliessen und während dem Zusammendrücken die Wut im Körper spüren. Erst loslassen, wenn die Wut wirklich gespürt wurde und langsam nachlässt. Nun die Hände öffnen und die Handflächen wie Schalen halten und geniessen, dass die Wut vorbei ist. Zuletzt die Hände auf die Herzgegend legen und die wieder gefundene Freude mit jedem Atemzug zum Herzen bringen.

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Gedicht zur Selbstsorge

Das untenstehende Gedicht habe ich von meiner Vorstandskollegin Ines Neubauer geschenkt bekommen. Es drückt genau das aus was ich mit diesem Blog, zusammen mit Ines, fördern möchte: Dass sich immer mehr Menschen, Stück um Stück (er)finden und das Leben führen das sie sich wünschen.

 

Du entscheidest

 

Du entscheidest, wer du in Zukunft sein wirst.
Aber dazu musst du auf dich achten, musst dich suchen, finden und wieder neu suchen.
Es gibt noch Bereiche in dir die voller Geheimnisse sind.
In dir schlummern Kräfte, die eingesetzt werden wollen.
Es gibt Gedanken in dir, die sich noch verstecken und auf ihre Zeit warten.
Die Möglichkeiten, die vor dir liegen, sind unbegrenzt.
Aber wenn du das tust, was du begriffen hast und was möglich ist,
wirst du dich erweitern und das Leben führen, das du als lebenswert empfindest.
Es ist an dir, dich Stück um Stück zu erfinden.
Ulrich Schaffer

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Das Herz braucht Freude

Nach meiner Erfahrung ist Freude etwas vom Besten für die Gesunderhaltung von Herz und Kreislaufsystem. Damit mir dieses Lebenselixier immer zur Verfügung steht, mache ich hin und wieder eine Freudenmeditation: Ich lege mich an einem Ort wo ich möglichst ungestört bin auf eine angenehme Unterlage, stütze Kopf und Kniekehlen mit einem Kissen und denke beim Einatmen an etwas das mir Freude bereitet. Beim Ausatmen bringe ich diese Freude in Gedanken zu meinem Herzen. Ich stelle mir dabei ganz konkret vor wie diese Freude in mein Herz eindringt und die verschiedenen Bereiche des Herzens belebt. Wenn meine Gedanken abschweifen kehre ich wieder zurück und bringe mit meinem Atem immer noch mehr Freude in mein Herz. Mit der Zeit verteilt sich die Freude vom Herzen ausgehend über den ganzen Körper. Nach einer Viertelstunde bleibe ich noch etwas liegen und geniesse diesen angenehmen Zustand um dann ausgeruht und erfrischt aufzustehen.

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Lachen ist die beste Medizin

Zwei unserer Enkelkinder lieben im Moment Witze über alles. Um ihnen eine Freude zu machen, sammle ich nun Witze und sende sie Ihnen hin und wieder per Post. Heute zum Beispiel diesen:

Die Mutter zu Leonardo: „Die Oma hat nächste Woche Geburtstag. Hast du eine gute Idee was wir ihr schenken könnten? Irgendetwas das gut zu ihr passen würde.“ Leonardo strahlt: „Das ist ganz einfach, schenken wir ihr doch einen Faltenrock.“

 

Mir fällt auf wie gut auch mir das Lachen über die vielen Witze tut und falls ich zum nächsten Geburtstag nun einen Faltenrock bekomme, würde ich mich freuen und herzlich über die gute Geschenks Idee lachen. 

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Das Gehorchen erleichtern

Anders als ihr Bruder freut sich unser kleines Ferienmädchen gar nicht über die Ankunft des abholenden Vaters. Vielleicht geht es ihr einfach zu schnell und sie mag noch nicht Abschied nehmen, auf jeden Fall tut sie ihr Missbehagen dem Vater schmollend kund. Als er sie bittet vor der Fahrt noch aufs WC zu gehen, sagt sie trotzig „nein“ und schaut ihn herausfordernd an. Auf unsere Einfühlung reagiert sie in keiner Weise. Sie will einfach nicht das was wir wollen und fühlt sich wunderbar mächtig. Die Zeit drängt und da erinnere ich mich, dass sie von unserem Nachtlicht so fasziniert war und wünschte es mit nach Hause zu nehmen, was ich aber ablehnte mit dem Hinweis, sie könne es beim nächsten Besuch wieder benützen. Nun hole ich es ihr und biete ihr an es bis zum nächsten Mal auszuleihen. Sie strahlt, geht aufs WC und steigt ins Auto ein. Das war zwar meinerseits nicht konsequent im Handeln, dafür in der Selbstliebe. 

Für jemanden ein Fussbad zubereiten ist eine Form von Liebe

Wenn unsere Enkelkinder gegen Abend ein wenig weinerlich werden, bekommen sie ein Fussbad angeboten. Bei schönem Wetter bringen wir das Becken mit körperwarmem Wasser in den Garten oder noch mehr lieben sie es im grossen Trog in der Küche die Füsse zu baden. Fussbäder wirken durchblutungsfördernd, erwärmend, entspannend, beruhigend, schleimlösend, schmerzlindern und unterstützen die Selbstheilung. Mit den Badezusätzen kann die Wirkung des Bades noch in die eine oder andere Richtung verstärkt werden. Die Kamille, die es im Moment in unserem Garten im Überfluss gibt, unterstützt Kinder wenn sie sich nach Geborgenheit sehnen, übertrieben angreifbar sind, sehr schmerzempfindlich oder reizbar und bei jeder Kleinigkeit ärgerlich und ungeduldig werden. Einfach eine Handvoll Kamillenblüten mit kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und dem Badewasser zugeben. Da Kind bestimmt die Länge des Bades. Nach dem Bad die Füsse liebevoll trocken und eventuell mit Kamillenöl leicht einmassieren.

Rezept unter: Kamille für die Selbstsorge

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Gedanken sind mächtig

Am letzten Samstag war bei uns im Rhynauerhof „Offener Garten“. Die Wetterprognosen waren schlecht. Meine Gedanken liessen sich davon aber nicht abschrecken: Ich sah die Menschen im Garten wandeln, draussen Kaffee trinken und Kuchen essen und als Krönung unsere Mitglieder nach der Generalversammlung den Apéro im Garten geniessen. Auf telefonische Anfragen im Vorhinein, ob der „Offene Garten“ auch bei Regen stattfinde, antwortete ich zustimmend: „ ja, der „Offene Garten“ findet auf jeden Fall statt“. Als ich dann am Samstagnachmittag nach Luzern fuhr, regnete es in Strömen. Doch ab 16.00 Uhr war es trocken und unser ganzes Programm konnte, wie ich es mir in Gedanken vorgestellt hatte, durchgeführt werden.

 

Warum ich das schreibe? Weil ich Sie ermuntern möchte auf Ihre Gedanken zu achten. Sie sind genau wie Gefühle reine Energie und können viel bewirken. Wenn also irgendetwas passiert ist, dass mich traurig macht, gebe ich dieser Trauer eine Weile Raum. Dann aber suche ich irgendetwas das mich freut und sofort unterstützen mich meine Gedanken und Gefühle mit der Energie der Freude.

 

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Selbstliebe ist, wenn ich mein schlechtes Gewissen beruhigen kann

Am Pfingstmontag braten und essen wir die Würste am Abend trotz kaltem Wetter draussen. Nachher will Julian mit mir ein spezielles Fangis machen: Jeder sitzt in einem Hängesessel die am Nussbaum befestigt sind und versucht den andern während dem Schaukeln mit den Füssen zu berühren. Julian liebt dieses Spiel über alles. Leider sind die Sessel aber von seinen beiden Schwestern besetzt. Später erledige ich allerlei im Haus und erst beim Verabschieden sehe ich Julians betrübtes Gesicht und denke: „Schade jetzt ist es zu spät für unser Fangis.“ Oder doch nicht! Schon sitzen wir in den Sesseln und los geht das wilde Spiel. Es dauert nur wenige Minuten, hat uns beiden aber enorm Freude gemacht.

 

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Köstliches und Gesundes aus dem Rhynauer Garten

Die Natur liebt es wenn wir ihre Geschenke annehmen und diese für unsere Selbstsorge brauchen. Zum Beispiel der Bärlauch: Seine Wirkstoffe unterstützen den Körper dabei sich vor Herz- Kreislaufkrankheiten zu schützen. Gedörrt kann er den Speisen in kleinen Mengen beigemischt werden, das ganze Jahr.

Aus den Blättern der Winterlinde, die gleich neben den Parkplätzen steht, kann man einen herrlichen Salat machen. Wer im milden Salat die Bitterstoffe vermisst, fügt ein paar zarte Blätter des Löwenzahns bei. Herrlich schmecken die jungen, zarten Lindenblätter auch im Risotto. Einfach ganz zuletzt in den Risotto rühren.

 

Wenn sich der Löwenzahn gar zu sehr ausbreitet, sammle ich die Knospen die möglichst nahe an der Pflanzenbasis sitzen und gleichmässig grün gefärbt sind. Beim Braten in Oliven- oder Kokosöl bekommen sie eine schöne dunkelbraune Farbe. Dann wir mit etwas Weisswein abgelöscht und nach Belieben gewürzt. Lauwarm als Vorspeise geniessen.

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Bachblüten für die Selbstsorge

Die Bachblüten und ihre wunderbare Heilwirkung wurden vom englischen Arzt Dr. Edward Bach gefunden. Er suchte nach einer einfachen, natürlichen Heilmethode, um seinen leidenden Patienten zu helfen. Oft waren es neben den körperlichen Krankheiten die seelischen Nöte, die den Patienten von Dr. Bach zu schaffen machten. Die 38 Pflanzen helfen unter anderem bei Ängsten, Überforderung, Wut, bei Niedergeschlagenheit und Energielosigkeit. Sie vertragen sich sehr gut zusammen mit herkömmlichen Medikamenten und die Blütenmischungen sind leicht selber herzustellen. Neu stehen bei uns in der Bibliothek ein Set der 38 Urtinkturen und 2 Urtinkturen für Notfalltropfen mit allem Zubehör für die Herstellung der Blütenmischungen. Auch die geeignete Literatur zum Finden der Blüten und eine genaue Anleitung sind vorhanden. Die Bachblüten stehen allen Interessierten während den Öffnungszeiten des Chinderkafis gratis zur Verfügung. Bei Fragen gebe ich gerne Auskunft: r.mueller@rhynauerhof.ch.

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Vergänglichkeit

Mit Freude kreativ tätig sein und Veränderung erfahren

 

 

Bei uns hatte es letzte Woche noch etwas Schnee und so baute ich zusammen mit unserem Ferienkind eine ganze Schneefamilie. Nur eines war wichtig, genügend Schnee finden und daraus diese lustigen Figuren formen. Ich liess mich anstecken vom kindlichen Eifer und wurde dabei selber wieder zum Kind. Wir kümmerten uns weder um nasse Kleider noch um kalte Hände, sondern schafften immer noch grössere Schneekugeln herbei bis die Schneeleute zu unserer Zufriedenheit dastanden. Ausgerüstet mit Rüblinasen, Steinzähnen und alten Hüten sahen sie prächtig aus. Als sich dann am nächsten Tag die Sonne zeigte, bangten wir zuerst um unsere Kunstwerke. Doch dann trösteten wir einander: „Wenn sie schmelzen bauen wir beim nächsten Schnee wieder Neue“. Wider Erwarten blieben sie stehen und werden gerade jetzt wieder mit neuem Schnee zugedeckt und erreichen bald ihre ursprüngliche Grösse.

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Ein Fest feiern

Der letzte Tag unseres Besuchs in Singapur. Eva, unsere Enkeltochter wünscht sich nochmals miteinander zu tanzen und zu singen. Hwee Khee, die Frau unseres Sohnes Thomas spielt die Kinderlieder aus der Schweiz auf dem Klavier, dass man dazu prächtig tanzen kann. Für Eva ist es lustig, dass wir, mein Mann und ich diese Lieder auch singen können und so brausen wir durch Stube und Küche und schmettern „Det äne am Bärgli, det stoht e wissi Geiss“ und vieles mehr und tanzen dazu bis wir vor lauter Durst eine Pause machen müssen um dann wieder mit neuen Elan den Fuchs der die Gans gestohlen hat, zu besingen. Wir werden immer ausgelassener und lachen aus lauter Freude über unser Zusammensein. Die fröhliche Stimmung und die vertrauten Lieder begleiteten uns noch im Flugzeug und bis heim in die winterliche Schweiz.

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Schneeflocken

 


Wende ich den Kopf nach oben:
Wie die weißen Flocken fliegen,
Fühle ich mich selbst gehoben
Und im Wirbeltanze wiegen.
Dicht und dichter das Gewimmel;
Eine Flocke bin auch ich. -
Wie viel Flocken braucht der Himmel,
Eh die Erde langsam sich
Weiss umhüllt?
Klabund (Alfred Henschke), dt. Schriftsteller,
1890-1928

 

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Fehler machen und trotzdem geliebt werden

Meine Enkeltochter hat sich furchtbar über ihren Bruder aufgeregt. Er ist ihr unabsichtlich mit dem neuen Maserati ans Knie gefahren und niemand hat ihren Schmerz genug ernst genommen. Sie beschimpfte uns alle ziemlich grob und tobte dann aus ihrem Zimmer, wohin sie floh, immer noch weiter. Nach einer Weile ging ich zu ihr und sagte ihr, dass ich mich freuen würde, wenn sie wieder zu uns in die Stube käme. Etwas scheu stand sie etwas später an der Tür und gesellte sich dann wieder zu uns. Sie merkte, dass es für uns völlig in Ordnung war einmal auszurasten und dass niemand sie deswegen weniger liebte. Ich machte als Kind diese Erfahrung nicht. Meine Mutter war sehr nachtragend und meine Geschwister und ich wurden für Fehler tagelang mit Liebesentzug bestraft, eine damals weit verbreite Erziehungspraxis.  Dafür geniesse ich es heute doppelt, wenn mich jemand trotz meiner Fehler mag und ich freue mich auch wenn ich anderen Menschen das Gefühl geben kann, dass sie total in Ordnung sind, auch wenn sie Fehler machen. 

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Selbstsorge nützt allen!

Das sei nicht Selbstsorge was Frederick mache,  bekam ich als Antwort auf meine letzte Geschichte zu hören. Frederick könne nur Sonnenstrahlen und Farben sammeln weil seine „Gspändli“ für ihn Futter für den Winter sammelten, sonst würde er elend verhungern. Dem stimme ich zu, dass Frederick die Anderen braucht. Das Geheimnis der Selbstsorge ist eben das Vertrauen, dass ich durch die Art wie ich für mich selbst sorge mit anderen in Verbindung komme und so von meinem Sammelgut abgeben kann und dafür vom Sammelgut der anderen etwas bekomme. Ich begegne ihm immer wieder diesem Vorwurf, dass Selbstsorge egoistisch sei. Da ich aber die Erfahrung mache, dass ich, seit ich immer besser für mich sorge, mehr abgeben kann, begegne ich diesem Vorwurf mit Nachsicht und warte geduldig, dass sich immer mehr Menschen für die Selbstsorge begeistern. 

Lachen ist die beste Medizin

Nun sind sie doch noch gekommen, die warmen Abende die das Essen unter freiem Himmel zu einem grossen Vergnügen machen. Alles schmeckt an der frischen Luft einfach doppelt so gut und Elina rühmt den Salat aus Wildkräutern und Blumen in den höchsten Tönen. Sie habe ihn «megagern» und isst die ganze Schüssel fast alleine. 

Später beim Kaffee bekommt sie einen Tee aus selbstgepflückten Kräutern und rückt während sie genüsslich trinkt, näher zu meinem Mann und flüstert «Ich ha dee gern». Dieser antwortet, das sei auch sehr gesund. Julian schaut ihn ganz «gehäuselt» an und so merkt er, dass er da wohl etwas falsch verstanden hat. Elina klärt ihn auf: «Ich habe gesagt, dass ich dich sehr gern habe, nicht den Tee.» Jetzt lacht der «schwerhörige» Grossvater so herzlich, dass wir alle unser Lachen auch nicht mehr zurückhalten müssen. 

Rosa

Krieg oder SelbstLiebe

Neulich war ich an einer Sitzung … innerhalb von 2 Stunden wurde das Wort “kämpfen” vier mal von unterschiedlichen Menschen benutzt. Jedes Mal brachte es einen kleinen Stich in mein Herz. “Kämpfen” - ein Wort mit grosser Wirkung - jedenfalls auf mich. Wie wirken solche Kriegsmetaphern auf unseren Körper und warum verwenden Menschen überhaupt solche harten Worte? In meinen Augen wird damit nicht nur ein Sprachkampf geführt, es wird tatsächlich gekämpft. So als würde ein persönlicher Schutzwall aufgebaut und vehement aufrechterhalten, immer bereit zum kämpfen. Das Wort “kämpfen” bekommt für mich in diesem Fall eine grössere Wirkung als einfach nur im Sprachgebrauch verwendet. Ich fühle einen Kampf der tiefer geht. Ich meine damit keinen Kampf für oder gegen eine bestimmt Sache sondern einen traurigen Kampf mit sich selbst. Harte Worte als Ausdruck unserer inneren Welt. Führen Menschen, die Kriegsmetaphern benutzen tatsächlich Krieg mit sich selbst und anderen Menschen? 

Ein innerer Kampf kann durch Worte nach aussen getragen werden, er ruft nach Verteidigung und beeinflusst unser Handeln. Kriegsmetaphern in unserer Sprache erzeugen Stress in unserem Körper. Ob das nun in einem Krieg ist oder ob Menschen mit Worten kämpfen. Es ist und bleibt ein Schrecken und Stress für die Beteiligten und eben auch für die Menschen im Umfeld. 

Ich wünsche mir eine friedliche Sprache, ein friedliches Miteinander und ein friedliches, liebevolles “zu sich selbst sein”. SelbstLiebe statt Krieg in der Sprache für ein friedliches und liebevolles Leben mit dem eigenen Ich und anderen Menschen. Dafür kämpfe ich nicht aber dafür setze ich mich leidenschaftlich ein. Seit nunmehr 10 Jahren und es ist kein Ende in Sicht. Warum Selbstliebe so wertvoll für uns ist und warum es gut tut sich immer wieder damit zu beschäftigen kannst du in unseren bisherigen Blogbeiträgen lesen. Wenn du Anregungen für mehr Selbstliebe haben möchtest, findest du darunter auch einige wertvolle Rezepte.

Fühle dich inspiriert und verliebe dich immer wieder neu!

Ines 

Dankbar für Dankbarkeit

Heute bin ich dankbar für...

... fällt es dir leicht diesen Satz spontan zu beenden?

 

Robert Emmons sagt: "Du kannst nicht dankbar und unglücklich zugleich sein." Professor Robert Emmons forscht zum Thema Dankbarkeit und die positive Auswirkung von Dankbarkeit auf unser Leben. 

 

Vielleicht hast du Lust selbst einmal zu forschen, wie sich Dankbarkeit auf dein Leben auswirkt? Eine wunderbare Anleitung zu deinem persönlichen Dankbarkeitsprozess hat Rosa für dich zusammengestellt. Du findest ihre Anleitung zum Dankbarkeitsprozess unter der Rubrik "Für Dich".

 

Ines & Rosa 

Wildkräuter im Hausgarten oder auf dem Balkon

Natürlich kann man Wildkräuter jederzeit in der freien Natur ernten. Fast jederzeit, mussten wir feststellen, als wir uns vor drei Wochen aufmachten um Kräuter für unsere Wildmenue-Einladung zu suchen. Von Brennnessel und Giersch gab es nur noch Stängel. Die Blätter hatte der Hagel zerfetzt. Wieder zu Hause fand ich beim Aufräumen im Waldgarten unter den abgebrochenen Ästen unversehrte Schafgarben, Gänseblümchen, Vogelmiere und, wer hätte das gedacht auch Brennnessel und Giersch.

Als erstes mixte ich uns aus Freude über den überraschenden Fund ein Brennnessel-Apfel Smoothie nach dem Rezept von Karin Bender-Gonser. Ihr liegt als Zahnärztin die Zahngesundheit besonders am Herzen und deshalb enthält das Rezept zum süssen Xylit (Birkenzucker) das aktiven Kariesschutz bietet und 1:1 wie Zucker verwendet werden kann. 

 

Rezept: Apfel Brennnessel-Smoothie

 

Mein Hausgarten hat sich seit diesem Erlebnis verändert. Zwischen den neu gesetzten Gurken und Salaten spriessen schon viele Wildkräuter. Sie werden so fleissig geerntet, dass wohl keine Gefahr besteht, dass sie sich zu sehr vermehren.

Wer mehr über die holistische (ganzheitliche) Zahngesundheit wissen möchte, findet dazu Informationen in den Büchern von Dr. Karin Bender-Gonser «Ganzheitlich gesunde Zähne» und «Naschen erlaubt».

Rosa

Leise freuen

«Wer ned gumpet isch kei Lozärner». Ein ganzseitiges Inserat der Luzerner Kantonalbank verkündete dies, nach dem Cupsieg des FC Luzerns im Mai dieses Jahres, in der von uns abonnierten Tageszeitung. Auf Aufforderungen was ich zu tun oder lassen habe, reagiere ich im Moment etwas überempfindlich. Um meinen Ärger wieder loslassen zu können, greife ich zu Block und Bleistift und mache einen Selbstliebeprozess. «Ich freue mich auf meine Art und Weise» heisst der Satz den ich als Anregung für die nächste Zeit bekomme.

Am Abend bei unserem Waldspaziergang ist «mein» Satz noch ganz präsent. Ich freue mich an den vielen meditierenden Bäumen, sie müssen das ruhig werden niemals üben. Sogar das Reh am Waldrand steht ganz still und schaut uns zu, wie wir über den kleinen See im Weg «gumpen». Dieses «Gumpen» ist lustig und da der Weg von den Bikern etwas ausgefahren ist, gibt es viele nassen Stellen die zum «gumpen» verführen. Unsere Freude darüber fühlt sich sehr gut an und auch die Gewissheit, dass wir ohne Fussballbegeisterung Lozärner sind.

Rosa

Was heisst hier Feiern?

Wir erleben die Tage um die Sommersonnenwende 2021. Wir erleben die höchste Sonnenkraft und den längsten Tag im Jahr. Zur Sommersonnenwende erreichen die Kraft der Sonne und die Tageshelligkeit ihren Höhepunkt. Gleichzeitig findet ein Wendepunkt im Jahr statt. Für mich fühlen sich diese Tage in diesem Jahr intensiv an, stärker als im Vorjahr. Obwohl ich diese Tage seit einigen Jahren bewusst lebe, geniesse, feiere, zelebriere.... Der Juni-Vollmond wirkt stark, das Wetter zeigt uns, dass wir uns mehr dem gegenwärtigen Augenblick hingeben dürfen als fest zu planen. 

Wir hatten einmal einen Kurs ausgeschrieben "Das Leben feiern zur Sommersonnenwende". Ich wurde vor ein paar Tagen gefragt, was feiert ihr denn da und wie?

Dabei ist mir aufgefallen, dass es mir persönlich hier nicht vordergründig um das Feiern mit einem Feuer, mit Tanzen, mit Blumenkränzen oder kraftvollen Ritualen geht. Vielmehr spüre ich, dass es mir so gut tut bewusst in den Moment des Wechsels zu gehen. Mir Zeit zu nehmen, bewusst zu rasten, zu mir zu kommen. Mich auf mich besinnen. Dankbar auf die vergangenen Monate des Jahres zu blicken und eine Bestandsaufnahme zu machen. Meine Ziele für die 2. Jahreshälfte zu formulieren. Das Leben für einen kurzen Moment ganz bewusst anhalten und tief in mich zu gehen. Am allerliebsten mitten in der Natur. Ich feiere mich. 

Die Sommersonnenwende wirkt wie ein Reminder dafür. Ich gebe mir damit Kraft und wenn diese Kraft aufsteigt darf  lebhaft gefeiert werden. Denn diese positive Energie möchte hinaus... Tanzend um ein Feuer, mit Blüten im Haar und einem Räucherbündel in der Hand. Juhu, mein Leben ist schön. Ich feiere es gern!

Ines 

Es ist angerichtet

«Mit 36 wilden Lebensmitteln durchs Jahr». Diese meine Weiterbildung (online bei Markus Strauss) hat unsere Essensgewohnheiten verändert. Obwohl ich seit 40 Jahren Kräuter anpflanze und wir seither auch Vieles essen was damals noch als Unkraut galt, hat diese intensive Beschäftigung mit den wilden Lebensmitteln bei mir eine Wildpflanzeneuphorie ausgelöst. Fast täglich sind mein Mann und ich in den nahen Wäldern unterwegs um Brennnesseln, Giersch, Vogelmiere und vieles mehr zu sammeln.

Mein Lieblingsrezept ist im Moment der Giersch-Frühlings-Quark (vegane Alternative Mandeln/Cashew): Auf 100 g Quark (für mich am liebsten Geissenquark von Toni Odermatt, www.meierskaehlen.ch) 1-2 Handvoll Giersch-Blätter sehr fein schneiden und unter den Quark mischen. Mit Salz, Pfeffer und wenig Lieblings-Öl abschmecken. Je nach Verfügbarkeit und Vorliebe können auch Bärlauch, Löwenzahn, Vogelmiere, Gänseblüten fein geschnitten, zugegeben werden. Zu gebratenen Kartoffeln schmeckt das einfach herrlich.

Das Lieblingsrezept vieler Familienmitgliedern ist allerdings die Brennnesselsuppe. Sie bringt Energie und gute Laune. (Rezept: Brennesselsuppe)

Während dem Zubereiten der Suppe schaue ich immer wieder aus dem Fenster, wo Distel- und Buchfinken genau so fleissig sind wie ich und die Samen des Löwenzahns aus unserem Kräuterrasen picken. 

Rosa

Putzen - im Aussen und Innen

Mit Putzen bringt man seine äussere Umgebung in Ordnung und in einen sauberen Zustand. Die Wohnung, den Garten, das Auto - überall und alles kann man putzen. Manchmal machen wir das gern, manchmal nicht. 

Und wie sieht es in unserem persönlichen Haus aus? In unserem Körper? Diesen putzen wir natürlich auch. Die äussere Hülle wird manchmal auch besonders geputzt oder überputzt. Und der Geist? Ich finde, auch unser Geist verlangt ab und an nach einem Putz. Alte Gedanken hinauskehren um Platz zu machen für neue Ideen und Lebens-Freude. 

 

Nachfolgend habe ich ein neues Rezept was ich gern teile. Es bereitet schon beim Herstellen Freude. Spass macht es auch und mit dessen Hilfe kann am Ende der Hausputz und der inneren Putz, deine liebevolle Gedankenhygiene, verbunden werden. 

 

Natur-Reiniger - Zutaten: 

  • 1 grosse Hand voll Nadelzweige grob gehackt  (Achtung: verwende keine Eibe, diese ist giftig!)
  • Schale einer Bio-Grapefruit (Alternativ Orange, Zitrone, usw.)
  • Bio-Apfelessig
  • 1 altes Schraubglas
  • und etwas Geduld

Gebe alle Zutaten in das Glas, fülle es bis obenhin mit Apfelessig auf und warte geduldig und vorfreudig auf deinen Bio-Reiniger. Schüttel das Glas aller 2 Tage einmal durch. Nach 2 - 3 Wochen sollte dieser fertig sein. Fülle den Reiniger in eine alte Reinigungsflasche /Sprühflasche ab und nun starte durch. 

 

Bereits die Herstellung des Reinigers lockt dich in die Natur zum Zweige sammeln. Der Aufenthalt in der Natur bringt dich auf neue Gedanken und lüftet deinen Geist durch. Wenn du nun deinen eigenen Natur-Reiniger beim Putzen verwendest, kannst du diese Routinearbeit möglichst konzentriert und ausführlich ausführen und dich dabei in einen meditativen Zustand bringen, der dir nachher die Ausschüttung von Glückhormonen bescheren kann. Wenn du so gar keine Lust zum putzen hast, auch nicht mit dem eigenen Reiniger, versuche es mit fetziger Musik, lautem Gesang und etwas Tanz während deiner Putzarbeit. Es wirkt so oder so - garantiert. 

Ines

Einfach Atmen für unser Immunsystem

Stress ist normal - chronischer Stress macht krank. Nachfolgend zitiere ich einen wertvollen Text von Dr. Thomas Rampp aus seinem Buch Atmen / Knaur.Leben / Januar 2021. 

"Ein gesunder Organismus reguliert sich nach akutem Stress von selbst, ein überlasteter oder geschwächter kann dagegen aus dem Gleichgewicht geraten. So kann aus akutem Stress ein chronischer Stress werden, der sich negativ auf das Immunsystem auswirkt. Das klassische Experiment, das die schädigende Wirkung des Stresshormons Cortisol auf die Immunabwehr bewies, unternahm 1991 Sheldon Cohen, Psychologe an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh.

Dabei zeigte sich: Bei Versuchspersonen, die unter chronischem Stress litten, wie z. B. fortgesetzten Konflikten mit Arbeitskollegen oder Familienmitgliedern, wuchs die Wahrscheinlichkeit, dass die Immunabwehr versagte, um das Drei- bis Fünffache, während ein einzelnes Stressereignis im vorausgegangenen Jahr die Virenabwehr nicht beeinträchtigte. 

Das heisst: Selbst ob wir uns mit einem Virus anstecken oder nicht, hängt von unserer emotionalen Verfassung ab. Personen mit einem positiven emotionalen Persönlichkeitsprofil erkrankten seltener und zeigten weniger Symptome. Auch dieses Wissen hilft uns, unsere Gesundheit zu schützen und das Immunsystem zu unterstützen. So können wir beispielsweise versuchen, positive Emotionen in unserem Leben zu stärken. Oder bestimmte Atemübungen können uns in einen Zustand der Ruhe und Gelassenheit versetzen, er sich wohltuend auf unser Leben auswirkt."

 

Passend dazu werde ich in den kommenden Tagen unter "Rezepte" eine Gute-Laune-Atmung veröffentlichen. Auch alle dort bereits veröffentlichten Rezepte dienen der persönlichen Selbstfürsorge für ein gesundes und glückliches Leben. 

Ines 

Bewegung fürs Wohlbefinden

Die Art des «Fitness-Gurus» Jean-Pierre Egger fasziniert mich. Mitten im Interview mit Andreas W. Schmid von der Coop-Zeitung fordert er diesen zu einer Übung zur Stärkung des Rückens auf. Ich selber stehe auch, gleich während dem Lesen an die Wand und mache die empfohlene Übung. Ich ergänze sie mit meiner Art zu atmen, achte auf Spannung und Entspannung und bin schon nach ein paar Tagen von der Wirkung überzeugt. Auch die zweite empfohlene Übung gefällt mir, diese mache ich unterdessen zwischendurch auch ohne Wand zum Beispiel beim Busfahren oder auf dem Bürostuhl.

 

1. Mit dem Rücken an eine Wand stellen, die Beine sind gestreckt, die Füsse stehen nebeneinander und haben 25/30 cm Abstand zur Wand. Nun während dem Einatmen die Ellbogen Richtung Wand drücken und die Schulterblätter dabei von der Wand zu lösen. Beim Ausatmen in die Ausgangsposition zurück gehen, entspannen. Morgens und abends je 10-mal.  Wenn sich der Rücken, zum Beispiel vom vielen sitzen mit Unwohlsein meldet, gerne auch zwischendurch.

 

2. Mit dem Rücken an eine Wand stellen. Beine strecken und Schulterblätter lösen. Beim Einatmen Schulterblätter anziehen und beim Ausatmen wieder lösen. Morgens und abends je 10-mal.

 

In Anlehnung an «Nichts tun ist Malus: Jean Pierre Egger (Coop Zeitung 6. April 2021)»

Rosa

Naturwerkstatt Ostern

An Ostern kann man sich selbst wunderbar überraschen. Mit zauberhaften Naturkunstwerken in Ei-Form. Jedes Jahr ein besonderer Moment, wenn ich mit meinen Kindern die Eier aus dem Färbewasser nehme. Nie kommt es gleich heraus - immer ist es eine grosse Freude und Überraschung für gross und klein. 

Auf mehrfache Nachfrage teile ich hier gern mein Osterritual. Die Eier hole ich auf dem Bauernhof. Im Wald, Garten oder Wiese werden frische Blätter und Blüten für die Verzierung gesammelt. Hier sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Zum Beispiel: Gänseblümchen, Erdbeerblätter, Giersch, Hahnenfussblätter, Schaumkraut, Birkenblätter, usw. (geschützte Pflanzen bitte stehen lassen) 

Die frischen Blätter und Blüten werden um die Eier gelegt. Alles zusammen fest in ein Stück Nylonstrumpf hinein (diese sammle ich übers Jahr oder kaufe neu), gut verknoten. 

Den Färbesud setze ich in veschiedenen Töpfen an. Die Eier werden dann im farbigen Wasser, zusammen mit dem Färbegut kurz aufgekocht und am besten über Nacht noch im Topf gelassen. Je länger umso farbiger. Ein paar Ideen für die Färbung: 

Gelb/Orange: Brennesselblätter, Kurkuma, Färberkamille

Blau: Holunder- oder Heidelbeeren, Rotkraut

Grün: Efeu

Rot: Randen, schwarze Johannisbeeren (oder Saft), Avocadoschale

Braun: Kaffee oder Tee (schwarz), Zwiebelschalen

Das Farbergebnis variiert und kann auch nur ganz zart hervorkommen.

Alles ist möglich, die Überraschung ist gross!! Bei Fragen melde dich gern bei mir! Viel Spass in der Naturwerkstatt. 

Ines 


Fasten fasten

Es ist Fastenzeit - Was bedeutet das für dich? Bedeutet Fasten für dich Verzicht? Gruselt es dir sogar vor der Fastenzeit, in der sich oft vorgenommen wird auf etwas Gewohntes zu verzichten? 

Ich erlebe die Fastenzeit als bereichernd. Seit vielen Jahren erinnert mich die Fastenzeit an meine wohltuende Kräuterteekur, die ich mindestens 3 Wochen bis zur Osterzeit mache. Ich gönne mir statt Verzicht etwas Gutes - nämlich täglich 3 Tassen ungesüssten, reinigenden Tee. Unterstützend verwende ich in dieser Zeit für meine Speisen frische Wildkräuter in der Küche. Ebenso wichtig wie wohltuend ist viel Ruhe, Spaziergänge in der Natur und ausreichend Schlaf. Ergänzend dazu versuche ich schlechte Gedanken zu fasten. Ich gebe guten Dingen wie Dankbarkeit, Körperpflege, Gedankenhygiene sehr viel Raum und empfinde diese Zeit sehr bereichernd. Ich tue mehr von den Dingen die mir gut tun und fühle mich sehr wohl, klar und positiv.  

Und nach der Fastenzeit bereite ich meine nächste Frühjahrskur langsam aber stetig wieder vor indem ich über das ganze Jahr hinweg Teekräuter, Wildkräuter, Heilpflanzen und Blüten für meine eigene Teemischung sammel. 

Einen Abschluss der Kur kann zum Beispiel ein Osterfeuer bilden, an dem man bewusst am Feuer räuchert, direkt auch mit einer Portion vom Tee als Räucherkraut, und mit einem persönlichen Ritual die innere Körper- und Gedanken-Reinigung abschliesst. 

Ines

Auf die eigene Stimme hören

Für mich sind Krankheitssymptome Mitteilungen, dass etwas nicht stimmt in der Art wie wir mit unserem Körper und unserer Seele umgehen. Der hohe Blutdruck oder die chronische Schlaflosigkeit wollen uns mitteilen, dass sich Körper und Seele so nicht wohlfühlen und um eine Änderung unseres Verhaltens bitten.

Wenn wir diese Symptome in der Folge mit Medikamenten behandeln, wird der Ausdruck des Unbehagens von Körper und Seele zwar zum Schweigen gebracht, geheilt werden wir aber nicht. Im Rahmen unserer Selbstsorge können aber auch innehalten und dieser Information von Körper und Seele erst einmal Raum geben und nach innen fragen was uns da wohl mitgeteilt werden möchte. Wir können uns Fragen stellen zu der Art wie wir im Moment leben: Sind das meine Ziele, meine Sehnsüchte und meine Wünsche die ich da verfolge? 

 

Im Grunde geht es darum wieder auf die eigene Stimme zu hören. Bei Kindern ist die eigene Stimme am Anfang ihres Lebens sehr laut. Sie wüssten deshalb sehr genau wie sie zu leben wünschten. Nur beschränken sich die wenigsten Menschen darauf, Kinder einfach «nur» liebevoll zu begleiten. Sie erziehen ihre Kinder nach eigenen Vorstellungen und Wünschen. Viele Erwachsene meinen zu wissen was Kinder lernen sollten, wie sie sein und werden sollten. Manche Eltern haben sehr genaue Vorstellungen was ihre Kinder später als Erwachsene erreichen sollten und ihre Stimmen sind so laut, dass sie die innere Stimme der Kinder immer mehr übertönen. Für diese Kinder ist es normal geworden sich an die Wünsche anderer anzupassen.

 

Krankheitssymptome, so lästig sie auch sein mögen, können eine Gelegenheit sein die verstummte eigene Stimme wieder zu hören, das weitere Leben mit dieser Stimme in Einklang zu bringen und immer mehr heil zu werden.

Rosa 

Meine Hand voll Laub

Einst durchquerte Gautam Buddha während seiner 42jährien Wanderung einen Wald und es war Herbst. Überall lag trockenes Laub. Sein Begleiter Ananda fasst sich ein Herz und fragte: «Eines wollte ich immer schon gerne wissen. Sag mir wahrheitsgemäss. Hast du uns alles gesagt, was du weisst oder hältst du immer noch ein paar Geheimnisse zurück?» Gautam Buddha hob eine Hand voll Laub auf und antwortete: «Ich habe euch nur so viel gesagt, wie du hier Blätter in meiner Hand siehst. Und was ich weiss ist so unermesslich wie alles Laub in diesem grossen Wald. Wenn ich dich aber zur Einsicht gebracht habe, dass es mit dem Leben mehr auf sich hat als Worte sagen können, wenn ich dich davon überzeugen konnte, dass es mehr gibt als dein Verstand erfassen kann, dann genügt das. Der Same ist gelegt.»

Meine Hand voll Laub sagt mir, dass Viren und Bakterien wirklich gefährlich sind, wenn Symptome bekämpft werden, statt sich Zeit zu nehmen um die Menschen wirklich zu heilen. 

Aus der Sicht der Selbstsorge wollen uns Symptome, gleich welcher Art, dazu anhalten hinzuschauen und unser Leben zu ändern bis die Symptome verschwunden sind.

 

In Anlehnung an: Osho. Buddha: Sein Leben. Sein Wirken. Seine Lehre.

Rosa

MOGWA CHA - Heilsam bei Husten

Während dicke Schneeflocken fallen schneide ich mit einem Lächeln im Gesicht dünne Quittenscheiben für einen "Mogwa-Cha". Ein koreanischer Tee, welcher sehr wärmend und heilsam bei Husten sein soll. Mein eigentliches Hustenelixier ist Erdkammersirup, welchen ich in diesem Jahr leider nicht gemacht habe und schon ganz wehmütig wurde. Wie komme ich nun zum Mogwa-Cha?

Zufälle finden sich... - Mein Mann brachte vor einigen Wochen eine Quitte mit nach Hause. EINE - zum anschauen, weil sie so wunderschön ist. Und zum daran riechen, weil sie so gut riecht. Mein erster Gedanke war: "Was soll ich denn später aus einer einzigen Quitte machen?" Mit diesem Gedanken habe ich mich heute beim Schneiden der Quitte versöhnt und musste über mich selbst lachen. 

Per Zufall stiess ich auf das Rezept für Mogwa-Cha und freute mich riesig, dass bei uns eine einzige Quitte darauf wartet zu etwas Feinem verarbeitet zu werden. Ich bin gespannt auf das Resultat.

Rezept: 

Quitte sehr gründlich waschen, reinigen, entkernen. Mit Schale in dünne Scheiben oder kleine Stücke schneiden und eins zu eins mit Zucker oder Honig in ein Glas schichten. Nun 14 Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen. Hin und wieder schütteln. Für den Mogwa-Cha (Quittentee) 1 Teelöffel Saft pro Tasse mit heissem Wasser (nicht kochend) übergiessen und geniessen. 

Ines  

Für Mund und Zähne

Durch den Mund finden viele Viren und Bakterien Eingang in unseren Körper. Wenn hier ein gutes Klima herrscht, werden viele dieser «Besucher» abgewehrt bevor sie Schaden anrichten können. Das Salbeiöl tut hier gute Dienste. Der Birkenzucker beugt Karies vor und das Natron neutralisiert die Säure im Mund und schützt so den Zahnschmelz.

 

Mundwasser 

20 g Birkenzucker

½ Teelöffel Natron (Backpulver)

125 ml heisses Wasser

Mischen bis sich der Zucker aufgelöst hat

Nach dem Abkühlen 2 Tropfen ätherisches Salbeiöl zugeben

Nochmals gut schütteln  

 

Nach dem Zähneputzen, oder nach Bedarf einen kleinen Schluck in den Mund nehmen und im ganzen Mund verteilen, auch zwischen den Zähnen. Ausspucken, nicht nachspülen.
Rezept Mundwasser in Anlehnung an «Sauerteig und Wadenwickel» von Daniela Wartenbach 

Rosa 

Immer wieder Selbstsorge

Herzlich Willkommen im neuen Jahr 2021! Herzlich Willkommen bei unserem BLOG für mehr Selbstsorge & Selbstliebe. Ich habe die Ehre für den ersten Beitrag in diesem neuen Jahr und möchte mich gern bei allen Leserinnen und Lesern bedanken - für das Interesse an unserer Arbeit, an unseren Themen und unseren Angeboten. Und herzlich Willkommen heissen möchte ich auch gern diejenigen Interessentinnen und Interessenten, welche neu hier sind. 

Hast du dich auch schon einmal gefragt, "Wie geht Selbstliebe?" Und: "Was ist eigentlich diese Selbstsorge?"

Ich durfte dies in den vergangenen Tagen wieder einmal erklären und mein Gesprächspartner empfand das Wort "Selbstsorge" oder "Selbstfürsorge" sogar als umständlich, unverständlich, altertümlich. Dabei ist das Thema so wichtig und wertvoll für uns - das war früher so, das ist jetzt so und auch in Zukunft wird es so sein, ganz egal wie altertümlich uns das Wort daher kommt.
Und ganz egal, wie oft wir schon etwas für mehr Selbstsorge und Selbstliebe in unserem Leben getan haben, davon kann man nie genug bekommen. Je mehr wir uns davon gönnen umso mehr wächst die Selbstliebe und umso wunderbarer wird unser Leben. 

Für mich persönlich kommt es gar nicht auf das MEHR an sondern auf das STETS. Dazu gibt es ein passendes Sprichwort "Steter Tropfen höhlt den Stein." Es bedeutet, dass Geduld, Ausdauer und Beharrlichkeit oft besser zum Ziel führen, als etwas schnell zu machen und nur einmal zu versuchen. So habe ich es auch mit den "Werkzeugen" und Möglichkeiten für mehr Selbstsorge und Selbstliebe kennengelernt. Und so kann ich es auch weiterempfehlen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der praktischen Anwendung, gute Literatur, wertvolle Kurse und Angebote zum Thema. Jeder kann selbst entscheiden, was ihm davon gut tut - das stete Anwenden und Praktizieren führt dann zu immer mehr Selbstliebe.

In diesem Sinne lade ich dich ein - stets - immer wieder, hier im BLOG vorbeizuschauen... 

Ines 

Im Paradies bleiben

Marc Pothuau, Abt des Klosters Hauterive in der Nähe von Freiburg ist überzeugt, dass wir nur aus dem Paradies vertrieben werden, wenn wir etwas wollen das es in diesem nicht gibt. Abt Marc kenne ich aus einem Gartenfilm der Serie von SRF «Hinter den Hecken» wo er Kurt Aeschbacher mit dem Hinweis auf Adam und Eva diese logische Folge unseres Tuns aufzeigt. Wir entscheiden selber, ob wir im Paradies oder in der Hölle leben wollen und wir sind selber dafür verantwortlich, wenn es uns auch immer mal wieder scheinen mag, dass andere Menschen für unseren Aufenthaltsort verantwortlich seien. 

 

Mir selber hilft Dankbarkeit im Paradies zu bleiben oder immer wieder dahin zurückzukehren. Indem ich dankbar bin für all das Gute in meinem Leben, gebe ich diesem Guten Energie und bekomme, dank dem Gesetz der Anziehung das im Universum herrscht, immer mehr davon.

Statt mit dem Misslichen auf der Welt zu hadern und mich über das zu ärgern was nicht gut läuft, hilft mir Dankbarkeit mich auf das zu konzentrieren was mir Freude macht. Dankbar zu sein kann man üben.

Sehr hilfreich war mir am Anfang der Erbsenzähler aus einer Geschichte von Uwe Heimfeld. 

 

Kurz zusammengefasst geht es darum am Morgen eine Handvoll getrockneter Erbsen in die rechte Tasche zu stecken und sich dann im Laufe des Tages dank dieser Erbsen immer wieder an das Dankbarsein zu erinnern. Wann immer das geschieht, wandert eine Erbse von der rechten in die linke Tasche und am Abend wirst du staunen, dass diese voll ist. Voll von Gelegenheiten dankbar zu sein und du bleibst dank deiner Selbstsorge im Paradies oder kehrst dahin zurück.

Rosa 

Lebensfreude selber kreieren

Stelle dir als erstes am Morgen, schon vor dem Aufstehen vor, immens glücklich zu sein. Steige in einer freudigen Stimmung aus deinem Bett – strahlend, sprudelnd, erwartungsfroh – du bist ganz sicher, dass heute etwas Wunderbares passieren wird. Stehe in einer sehr positiven und hoffnungsvollen Stimmung auf, mit dem Gefühl, – dass etwas Besonderes, Außergewöhnliches auf dich wartet – etwas Schönes ist ganz nah.

 

Erinnere dich den ganzen Tag über immer wieder daran was für ein aussergewöhnlicher Tag heute ist. Innerhalb von sieben Tagen wirst du erleben, wie sich dein gesamtes Verhaltensmuster, dein ganzes Denken und Fühlen, deine Schwingung verändert haben. Wenn du am Abend schlafen gehst, stelle dir einfach vor, dass du in göttliche Hände fällst … als ob die göttliche Existenz dich unterstützt, dass du in ihrem Schoß liegst, während du einschläfst. Visualisiere es einfach und schlafe ein. Behalte dies bei und stelle es dir vor, wenn der Schlaf kommt, damit die Vorstellung in den Schlaf übergeht und auch wenn du schläfst weiterwirkt.

 

Stelle dir keine negativen Dinge vor, denn wenn Leute, die eine gute Vorstellungskraft haben sich negative Dinge vorstellen, beginnen diese zu geschehen. Wenn du denkst, dass du krank werden wirst, wirst du krank werden. Wenn du denkst, dass jemand gemein zu dir ist, wird er das sein. Genau das, was du dir vorstellst, wird eintreten.

 

Wenn also eine negative Idee kommt, ändere sie sofort in einen positiven Gedanken. Lass sie sofort fallen, wirf sie weg. Innerhalb einer Woche wirst du fühlen, dass du sehr glücklich bist – glücklich ohne jeden besonderen Grund.

 

In Anlehnung an Osho, The Passion for the Impossible 

Rosa

Affirmationen

Affirmation:

"Ich bin frei von der Vergangenheit."

Ich bin frei von vergangenen Begrenzungen.

Ich bin die Kraft in meinem Leben.

Ich erfreue mich an meinem heutigen Tag. 

 

Was sind Affirmationen? 

Eine Affirmation ist ein positiv formulierter, selbstbejahender Satz, den wir wieder und wieder sagen, um unsere Gedanken neu und positiv auszurichten. Mit dem Ziel, unser Verhalten und unsere Gefühle dauerhaft positiv zu verändern. Denken, Fühlen und Handeln hängen unmittelbar zusammen und wenn ich meine Gedanken durch Affirmationen dauerhaft ändere, dann ändert sich nach einer Weile auch mein Verhalten, dann auch meine Gefühle. Mit dieser Affirmation starte ich in das bevorstehende Wochenende, ich erfreue mich an dem, was vor mir liegt. Ich wünsche uns allen ganz viel Lebensfreude. 

Ines  

Was Freude macht tut Körper und Seele gut

Auf dem Merkblatt von Bettina Grünenfelder www.augenfreiheit.ch zum Kurs „Deine Sehkraft natürlich stärken“ den ich letzte Woche besucht habe, steht zu unterst nach 15 anderen Anregungen für die tägliche Sehhygiene „Tageslicht und frische Luft“.

Für mich ist das die Motivation meiner Sehnsucht nach der Schöllenen Schlucht Wanderung von Göschenen nach Andermatt nachzugeben. Mein Mann liebt diese mystische Gegend auch und so machen wir uns zu zweit voller Vorfreude auf den Weg. Da der Gotthardpass schon Wintersperre hat, ist das Tosen der Reuss fast das einzige Geräusch das uns begleitet. Aber auch die Augen werden verwöhnt: mit den verschiedensten Blau-Farben des Wassers und den goldenen Blättern von Bäumen und Sträuchern. Es macht einfach unheimlich Freude so unbeschwert hochzusteigen. Ganz anders war das wohl für unsere Vorfahren, die schwere Lasten tragend bei jedem Wetter hier Richtung Tessin unterwegs waren. Für uns scheint auf halber Höhe die Sonne und als wir in Andermatt ankommen genehmigen wir uns neben einem feinen Zmittag ein kühles Bier. Nun lockt noch der Aufstieg zum Nätschen mit der Sicht bis zum verschneiten Furkapass. Ein Schläfchen auf dem trockenen Gras und schon hören wir das Herannahen der Matterhorn-Gotthardbahn. Zufrieden und glücklich geniessen wir die Heimfahrt.

Rosa

Herbststunden

Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten; sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit. Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.

Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält. (Rainer Maria Rilke)

 

Herbststunden: ganz bewusst in der Natur und Daheim verbringen. Mit sich selbst und den Farben des Herbstes. Kann es etwas Schöneres geben? Sich mit Kerzenschein, Kreativität und Tee verwöhnen, den Nebel lieben lernen, der Natur vertrauen, lauschen, geniessen und freudvoll auf die letzten Wochen des Jahres blicken. Ich wünsche allen Lesern unseres Selbstliebe-Blogs zauberhafte Herbststunden. 

Ines 

Pläne ändern sich - na und?

Heute habe ich frei, ein Tag nur für mich. Ohne Verpflichtungen, ohne Termine, ohne Kinder, Mann, Hund - einfach nur ich. Solche Tage haben Seltenheitswert und da ich sehr gern allein bin freute ich mich sehr auf heute. Schon in der Nacht kündigte sich bei mir allerdings Unwohlsein an, ich fühle mich kränklich, leicht erkältet, und wache enttäuscht auf. Ich mache mir missmutig Frühstück, MEIN Tag fällt buchstäblich ins Wasser. Vor der Tür regnet es Bindfäden. Ich bin enttäuscht. Beim Frühstück sitze ich allein am Tisch, ALLEIN, das war doch das worauf ich mich gefreut hatte, oder? Allein sein - mein Ding machen. 

Um die Stimmung zu heben koche ich feinen Tee, zünde eine Kerze an, und fange an für mich zu pendeln. Ich mache das ganz in meinem Rhythmus, sehr langsam. Danach gehe ich wieder ins Bett. Irgendwie fühlt sich das gut an, dass ich das einfach so machen kann. Im Bett überlege ich, was genau ich denn eigentlich heute vor hatte, an meinem freien Tag. Ich merke ziemlich schnell, dass meine Pläne eigentlich mit Erledigungen zu tun haben, zu denen ich sonst im normalen Alltag schwer komme. Ich schlafe ein, wache auf und schlafe wieder ein. Mitten am Tag. Ich geniesse es, plötzlich nichts zu müssen, nichts erledigen - dann denke ich um.

Was hilft mir gesund zu werden, was tut mir gut, was unterstützt mich? Ich habe doch heute ganz viel Zeit für mich, sodass ich mir viel Gutes tun kann. Ich entscheide mich, für einen Besuch an meinem geheimen Lieblings-Waldplatz. Mein Platz, der Wald und die Ruhe werden mir gut tun. Zusammen mit meinem Hund gehe ich ganz langsam durch den Wald, lasse mich auf meinen neuen Tag ein. Nicht allein, aber bewusst in meinem Tempo, bewusst überlegt, was ich gern machen möchte. Das fühlt sich wunderbar an. Ich stapfe im Regen abseits des Weges zu meinen Waldplatz, sitze dort auf dem feuchten Boden, lausche den Regentropfen, darf lange einen Schwarzspecht beobachten - einfach herrlich.

Meine Pläne für heute rücken in weite Ferne und sind unwichtig. Dankbar, Frohsinnig und mit vielen Glückshormonen komme ich wieder nach Hause. Mein Hals kratzt noch aber ich freue mich auf einen Sofanachmittag und noch mehr Zeit für mich. 

Ines 

Fantasiereisen mit Augen- und Gaumenschmaus

Angeregt in der Fantasie zu reisen, wurde ich letzte Woche durch das Buch «Traum Alp. Älplerinnen im Porträt» von Daniela Schwegler und Vanessa Püntener. Die Autorinnen beschreiben sehr feinfühlig das Leben der Frauen auf ihren Schweizer-Alpen. Für mich ist es eindrücklich wie geschickt die Älplerinnen, die aus den verschiedensten Berufen kommen, mit ihren Kühen, Pferden, Ziegen, Alpakas oder Schweinen umgehen und das Leben in diesen abgelegenen Gegenden meistern. Manche haben sogar ihre Kinder mit dabei. Einige vermarkten ihre Produkte die sie herstellen, meist Käse, Butter und Joghurt direkt an Wandernde oder Gäste.

Die Alp Malschüel oberhalb von Buchs (SG) ist eine Ziegenalp und das einfache, schmackhafte Rezept der Sennin Renate Telser koche ich jeweils abends in vielen Variationen. Die nennt es «Spagettini al formaggio die capra, rucola e pomodorini». Ich nehme dazu pro Person 100 g Dinkel Spaghetti, in Salzwasser etwa 10 Minuten kochen. Das Wasser ableeren und die Spaghetti in die vorgewärmten Teller verteilen. Die Zutaten verteile ich jeweils in kleine Teller, damit jede/jeder das eigene wunderschöne Spaghetti-Bild gestalten kann: Tomaten/Peperoni klein geschnitten, Weich-, Ziegenkäse in kleine Stückchen geschnitten, Kräuter aus dem Garten im Moment Basilikum fein geschnitten, Blüten von Taglilien, Ananas-Salbei, Ringelblumen etc.  

Wenn diese Zutaten über die Spaghetti verteilt sind gibt es noch ein wenig Peperoncino Olivenöl zum Abschmecken drauf. Zuerst anschauen und erst dann essen.

Das Buch «TraumAlp» steht in unserer Bibliothek und kann da, zwar erst nach den Sommerferien wieder, während den Chinderkafi-Öffnungszeiten oder jeweils Dienstag und Donnerstag von 8.00 – 11.00 Uhr gelesen werden.

Rosa

Selbstsorge für deine Seele

Der erste Räucherabend im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge in den Tagen der Sommersonnenwende liegt hinter uns. Tage der höchsten Sonnenkraft, des längsten Tages und der kürzesten Nacht, Tage an denen wir in uns gehen können. Tage an denen wir uns mit heilsamen Ritualen vom ersten Halbjahr des Jahres in Dankbarkeit verabschieden und loslassen können und die zweite Hälfte des Jahres bewusst, kraftvoll und mit Herzens-Wünschen begrüssen können.

Allen Teilnehmerinnen ein herzliches Dankeschön fürs dabei sein. Es war ein herrlicher Sommerabend, mit vielen wissenswerten Informationen rund um das Räuchern mit heimischen Heilpflanzen und Kräutern und einem wärmenden Feuer im Garten. Der Erlös der Kollekte kommt unserem Zentrum für Selbstsorge zu Gute. Im Herbst und Winter 2020 führen wir die nächsten Räucherabende durch und freuen uns auf neue Rituale und Räucherfeuer als Kraftfutter für unsere Seele. 

Ines 

Gelassenheit & Innerer Frieden

Das Gasthaus

Jeden Morgen ein neuer Gast.

Eine Freude, ein Kummer, eine Gemeinheit, ein kurzer Moment der Achtsamkeit kommt als ein unerwarteter Besucher.

Heisse sie alle willkommen und bewirte sie!

Selbst, wenn sie eine Schar von Sorgen sind, die mit Gewalt aus deinem Haus die Möbel fegt, 

auch dann, behandle jeden Gast würdig. 

Es mag sein, dass er dich ausräumt für ganz neue Wonnen.

Dem dunklen Gedanken, der Scham, der Bosheit - begegne ihnen lächelnd an der Tür und lade sie ein. 

Sei dankbar für jeden, wer es auch sei, denn ein jeder ist geschickt als ein Führer aus einer anderen Welt. 

"Dchalal Ad-Din Ar-Rumi"

 

Gern teile ich noch eine passende Übung zum Gedicht:

 

KNIE UMARMEN - für das intensive Gefühl, zur eignen Mitte zu finden und Ängste loslassen zu können

*lege dich bequem auf den Boden, eine Matte oder dein Bett

*beobachte deine Atmung und versuche gleichmässig und ruhig durch die Nase ein und aus zu atmen

*deine ruhige Atmung kann dir bereits das Gefühl von Geborgenheit, Erdung und innerem Frieden bringen

*ziehe ein Bein nach dem anderen sanft zur Brust und halte sie dort mit deinen Armen fest

*entspanne deine Schultern, deinen Kiefer und atme weiter ruhig

*bleibe so lang es dir angenehm ist, falls deine Arme die Beine nicht umfassen können, lege die Hände entspannt unter deinen Kniekehlen ab

*am Ende der Übung lasse alles los, liege ruhig mit ausgestreckten Beinen und spüre nach, fühle die Entspannung in dir

Ines

 

Pflanzen können und wollen uns unterstützen

Thymian ist eines meiner Lieblingskräuter. Ich nehme diese Pflanze immer zu Hilfe, wenn es gilt die Kälte aus dem Körper zu vertreiben. Gestern erfuhr ich, dass Thymian auch bei Beschwerden hilft, die von seelischer Kälte verursacht sind. Wenn zum Beispiel körperliche Nähe, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Anerkennung fehlen.

 

Ein Bekannter klagte über Rücken Schmerzen und fügte bei, dass er unter der momentanen Distanzverordnung sehr leide. Ich fragte mein Pendel was ihm wohl helfen könnte. Zu meiner Überraschung empfahl das Universum ein warmes Thymianbad und Thymiantinktur zum Einnehmen. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Nicht nur die Beschwerden besserten, auch der Lebensmut kam wieder zurück.  

 

Beeindruckt vom Resultat hole ich im Garten auch eine Portion Thymian für mich. Setze Wasser auf und lege die sperrigen Kräuter rein. Fasziniert schaue ich zu, wie sich das Wasser während des Kochens (mindestens 10 Minuten) goldgelb färbt: Der Thymian gibt das gespeicherte Sonnenlicht frei und so kann es mir während dem Baden (15 Minuten 38 °) Körper und Seele wärmen. Die erhaltene Wärme gibt mir Initiative und Lebensfreude zurück.

 

Wer keine Badewanne hat, nimmt ein Fussbad und trinkt dazu eine Tasse Tee. Dafür ein paar Thymianspitzen mit kochendem Wasser überbrühen und nach 5 Minuten trinken.                                                                                                                                                                        

                                                                                                                                                                                                                                 Rosa

 

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Kreativität weckt Lebensfreude

Gern teile ich heute eine kreative Idee, welche meine Tochter vorgeschlagen hat und nun die ganze Familie beflügelt. Meine Kinder haben in den Frühlingsferien mehr Zeit denn je und nicht immer wissen sie etwas mit der vielen Zeit anzustellen. Ich bin der Meinung, dass auch Langeweile gut ist, denn in ihr können die besten Ideen geboren werden. Und doch braucht es Abwechslung: 

Wir haben auf einem Blatt aufgeschrieben, welche Mittel uns zum Zeichnen in unserem Bastelschrank zur Verfügung stehen. Jedes Zeichenmittel wurde mit einer Zahl versehen. Da sind z. B.: Farbstifte, Strassenmalkreide, Wasserfarben, Acrylfarben, Tusche, Bleistift, Kohle, usw. - Am Morgen darf jeder 1x würfeln (da wir viele Utensilien haben würfeln wir mit 2 Würfel) - Die gewürfelte Zahl gibt an, mit welchem Zeichenmittel wir im Laufe des Tages etwas Zeichnen. Egal was - es zählt der Moment. Gezeichnet wird auf Papier, Holz, Stoff oder direkt vor das Haus. Es macht sehr viel Freude, weckt unsere Kreativität und so langsam entsteht eine kleine Familiengalerie...

Das Zeichnen kann auch auf einem Spaziergang in der Natur gemacht werden. Mit Hilfe eines Stocks kann man wunderbar in den Waldboden zeichnen. Wenn die Auswahl an Zeichenmitteln klein ist, kann man auch ein bestimmtes Tages-Thema wählen (z. B. Frühling) zu welchem jeder etwas Zeichnet.

Viel Freude beim Kreativ sein und ausprobieren.

Ines

Entspannen mit Sonne und Wind

Die Wettermacher (Entspannungsübung für Kinder und ihre Eltern)

 

Das braucht es dazu: Ein feines und ein dickeres Tuch

 

Das Kind legt sich auf den Rücken auf eine Matte am Boden oder auch auf ein Bett, die Mutter oder der Vater begleiten das Kind bei dieser Entspannungsübung, danach werden die Rollen getauscht: Mutter oder Vater legen sich hin und das Kind nimmt die Rolle der Begleitperson ein.

 

Die Begleitperson spricht folgendes: Stell dir vor, wie die Sonne dich wärmt. Die Sonnenstrahlen wandern ganz langsam von den Füssen die ganze Vorderseite deines Körpers hinauf bis zum Kopf. Wo die Kraft der Sonne hinkommt, wird dir angenehm warm. Dabei entspannst du dich und spürst, wie die Wärme durch deinen Körper fliesst.

 

Nun nimmt die Begleitperson das feine Tuch, und streicht etwa 10 cm über deinem Körper hin und her, dies wird als angenehmer Windhauch erlebt. Leises Summen begleitet das Säuseln des Windes. Ist er dir angenehm? Möchtest du noch mehr davon?

 

Der Wind wird dann etwas stärker (dickeres Tuch, tönen dass der stärkere Wind auch hörbar wird.) Ist er dir der starke Wind angenehm? Langsam ebbt der Wind ab.

 

Die Begleitperson gibt wieder Anleitung: Rolle dich nun über die Seite langsam auf den Bauch. Die Sonne scheint nun auf deine ganze Vorderseite, wieder bei den Füssen beginnend bis zum Kopf. Dann kommt wieder der Wind auf und wird wie auf der Vorderseite mit beiden Tüchern gemacht.

Dann wird der Wind durch Streichen mit den Händen der Begleitperson über die ganze Rückseite spürbar, zusätzlich tönen. Nun tropft warmer Regen auf dich (sanftes Klopfen mit den Fingerkuppen). Der Regen wird stärker, Donner ertönt und bewegt dich (stärkeres Klopfen, schwingen). Ein Wirbelsturm zieht jetzt vorbei (Rücken massieren mit Fingern, Handballen, lockeren Fäusten). Langsam verzieht sich der Sturm. Alles kann mit Tönen begleitet werden, sofern es als angenehm empfunden wird.

 

Die wärmende Sonne breitet sich noch einmal über die gesamte Rückseite deines Körpers aus. Die Sonne macht dich lebendig, wach und neugierig auf das was nun kommt.

 

In Anlehnung an: Kinder ohne Stress von Klaus W. Vopel

 

Diese Entspannungsübung kann dazu beitragen, dass Eltern und Kinder ihre neuen Aufgaben besser bewältigen können.

                                                                                                                                                                                                                                                                                 Rosa 

Die Lebenskraft stärken

Unsere Wanderung beginnt beim Bahnhof Giswil. Da es ja im Moment Pflicht ist die eigene Lebenskraft zu stärken, wählen wir eine Route die uns viel Freude und Sonne verspricht. Zuerst folgen wir der Sarner Aa die sehr viel Wasser führt und steigen dann durch eine Wiese voller Märzenbecher auf die Höhe Richtung Kaiserstuhl. Hier spüren die Bauern den Frühling:  Alle Jauche muss heute auf die Matten und wir bringen diesen intensiven Geruch wohl oder übel ins Restaurant Kaiserstuhl. Wir bekommen trotzdem einen sehr guten Kaffee. Mein Mann schiebt mir die dazu gehörende kleine Schokolade über den Tisch. „Magst du sie nicht“ frage ich. „Nur lesen, nicht essen“ „Es ist schön mit dir“. Das steht tatsächlich auf dem Umschlag seiner Schokolade.

 

Dem Lungernsee entlang geht es weiter und weil die Sonne nun herrlich wärmt, gibt es ein erstes Picknick mit Seesicht. Dann wechselt der Weg zum Hang, wo uns Matten voller Krokusse erwarten. In angenehmer Steigung erreichen wir Lungern, von wo uns die alte Passtrasse hinauf zum Bahntrasse führt. Die blauen Farbtupfer an den steilen Wänden sind Leberblümchen und hie und gibt es sogar rosarote was mich besonders freut. Oben im Brünigtäli gibt’s nochmals Picknick, wieder mit Bärlauch wegen dem Vitamin C und weil wir ihn gern essen. Die wenigen Schneeflecken hindern und nicht daran auf einer erhöhten Matte mit trockenem Gras unser Mittagsschläfchen zu halten. Den Bahnhof Brünig Passhöhe erreichen wir in flottem Marsch 1 Minute vor Abfahrt des Zuges. Auf der Fahrt zurück nach Giswil geniessen wir nochmals die eben durchwanderte herrliche Landschaft.

                                                                                                                                                                                                                                                      Rosa

Das Gesetz der Anziehung

Ein Lehrer, der in einem benachbarten Schulhaus unterrichtet, fragt an ob er in unserem Garten Bärlauch ernten dürfe. Zurzeit als er mit seinen Kindern das Chinderkafi besuchte, durfte er im Frühling jeweils Bärlauch ernten. Ihn sei damals aufgefallen, dass der Bärlauch in unserem Garten sehr üppig wachse und deshalb frage er nun, ob er mit seinen Schulkindern ganze, junge Bärlauch Pflanzen ausstechen dürfe, um daraus Powerfood für deren Großeltern herzustellen. Er brauche dazu die ganze Pflanze, also Blätter und Zwiebeln samt Wurzeln. Er habe seinen Schulkindern erklärt, dass es im Moment besonders wichtig sei die Gesundheit von älteren Menschen zu stärken und dazu eignen sich diese ganzen Bärlauch Pflanzen wunderbar. Bärlauch könne dabei helfen das Herz, die Nerven, die Knochen und die Haut der Großeltern gesund zu erhalten. Die ganzen Pflanzen werden nach dem Ausgraben sehr gut gewaschen, am besten mit einer Gemüsebürste, und dann kleingeschnitten dem Salat beigemischt.

Köstlich sei auch sein Favorit: in Olivenöl gedämpfte „Bärläucher“ (ganze Pflanze) die er vor dem Genuss mit frischem Bärlauch bestreue, da das nicht hitzebeständige Vitamin C das besonders immunstärkend, antibakteriell und antiviral sei, in diesem Gericht auch enthalten sei.

 

Warum ich diese Geschichte, die so natürlich noch nicht passiert ist aufschreibe? Es sind unsere Gedanken und Gefühle die laut dem Gesetz der Anziehung in die Welt bringen was ist. So gesehen finde ich es legitim Visionen zu haben, sich an diesen zu freuen und diese aufzuschreiben damit sie sich verwirklichen können. 

Übrigens gibt es wirklich sehr viel Bärlauch im Rhynauerhof-Garten und wer mag kann ihn ausstechen und/oder pflücken.

Rosa

WohlFühlTee

Die Heilwirkung der Fichte geniessen mit Fichtennadeltee

Der Sturm ist nun fast vorbei. In den Wald dürfen wir aus Sicherheitsgründen leider noch nicht wieder zurück. Daher habe ich Zeit um meinen nächsten Waldaufenthalt vorzubereiten. Der Sturm hat im Wald mit Sicherheit auch frische Äste der Fichte verteilt. So werde ich mich bald auf die Suche nach frischen Zweigen machen und sie einsammeln. Aus ihnen werde ich mir und meiner Familie einen frischen Fichtennadel Tee brühen. Diesem Tee wird eine wunderbare Heilwirkung nachgesagt, die uns jetzt im Winter hilfreich ist. Der Tee hilft gegen Husten und lindert Beschwerden unserer Atmungsorgane von Erkältung und Grippe. Ein hoher Anteil an Vitamin C kommt als Plus dazu und kann sogar bei anfänglicher Frühjahrsmüdigkeit helfen. Der Spaziergang und die Bewegung um die frischen Nadeln einzusammeln wäre das nächste Plus. Die Teezubereitung in dieser etwas aufwendigen aber sehr bewussten und achtsamen Art und Weise ist ein weiteres Highlight in deiner persönlichen Selbstsorge. Die Zapfen der Fichte, welche mit grosser Wahrscheinlichkeit auch zahlreich zu Boden gefallen sind, knistern romantisch im Kamin- oder Lagerfeuer oder eigenen sich für Winterdekorationen im Haus und Garten. Der daran befindliche Harz tut unseren Atemwegen ebenfalls gut und beduftet die Räume. 

Und noch ein Hinweis: bitte keine frischen Nadeln vom Baum abreisen, es liegt ausreichend im Wald am Boden. Bei Bedarf die Nadeln vor dem Aufguss waschen. Viel Freude beim Sammeln und Wohl bekomms!

Ines

Lieben was ist

Um lieben zu können was ist, brauche ich immer mal wieder einen Selbstliebeprozess.

Anders war es die ganze letzte Woche, wo wir nur im Umkreis von wenigen Kilometern unseres Wohnorts wanderten, weil nur da die Sonne schien. Unsere Nachbargemeinden waren zum Teil in dichten Nebel gehüllt und so blieben wir, mein Mann und ich, auf der Höhe und durchstreiften jeden Tag die Wälder unserer Kindheit. 

Mit dem Wissen vom Waldbaden, vermittelt von meinem „Bloggspänli“ Ines Neubauer, waren wir mit Achtsamkeit unterwegs und liessen uns treiben. Oft war es zum Beispiel am Waldrand so trocken, dass wir draussen blieben und so mehr ein Sonnen- als ein Waldbaden genossen. Auch den zwei Rehen, die friedlich am Waldrand grasten, ging es scheinbar ebenso. 

Hie und da, wenn uns ein grosses Tobel den Weg abschnitt, gingen wir zurück in den Wald und genossen das Vogelgezwitscher, den Anblick der riesigen Buchen und Eichen, die schon als wir noch Kinder waren alte ehrwürdige Bäume waren. Mir gefallen auch die moosbewachsenen Baumstrünke. Meine Grossmutter war ganz sicher, dass darin Naturgeister wohnten und mahnte mich, nicht auf die Baumstrünke zu stehen, weil das die Elfen und Gnomen stören könnte. Ich selber sah diese von ihr beschriebenen Geister nie, Baumstrünke aber faszinieren mich immer noch und werden sorgfältig umgangen.

Rosa 

oh du schöne Vorweihnachtszeit

Eine Weisheit sagt:

„Wenn du keine Zeit hast, nimm dir welche.“

Gerade in der Vorweihnachtszeit hört man oft, dass die Menschen Verpflichtungen nachhetzen, Termine sich häufen, ein Anlass dem Nächsten folgt.  Zu lesen und hören ist dies im Moment oft, in den Medien.  Aber stimmt das wirklich? Haben wir nicht alle stets und immer viel zu tun, auch ausserhalb der Adventszeit? Sollten wir nicht gerade jetzt einmal mehr zur Ruhe finden, innehalten, über die vielen Lichter staunen uns Zeit für wärmende Getränke und Gespräch nehmen? Ich finde schon. Wieso sollte es uns denn gerade jetzt schwerer fallen als sonst uns etwas Gutes zu tun?

 

Vielleicht liegt unser Gefühl des „gestresst-sein“ manchmal nur daran, was wir in der Adventszeit alles so tun oder welche Verpflichtungen von aussen auferlegt werden. Mein Tipp ist, auch wenn in der Agenda keine Zeit dafür vorgesehen ist:

Ein Ausflug in die Sonne, das Glitzern des Schnees sehen, die weite Fernsicht zu den Bergen geniessen, frische Luft atmen, auf einer Bank verweilen, die Ruhe und Einsamkeit geniessen. Für ein paar Stunden nichts tun - ausser geniessen.

Ein kurzer Ausflug dieser Art schafft Kraft für den Alltag, sortiert ganz automatisch die Gedanken und stärkt noch dazu unser Immunsystem.  Ich durfte dies gestern Vormittag geniessen. Mitten in der Woche – es war einzigartig schön.  Dafür verordnete ich mir eine Pc und Handypause, hörte den Anrufbeantworter nicht ab, kochte einfach und liess den Haushalt ruhen. So einfach und so wertvoll.

Ines

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den anderen,

Jeder ist allein.

 

Voll von Freunden war mir die Welt,

Als noch mein Leben licht war;

Nun, da der Nebel fällt,

Ist keiner mehr sichtbar.

 

Wahrlich, keiner ist weise,

Der nicht das Dunkel kennt,

Das unentrinnbar und leise

Von allem ihn trennt.

 

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Leben ist Einsamsein.

Kein Mensch kennt den andern,

Jeder ist allein.

 

Dieses Gedicht von Hermann Hesse begleitet mich immer beim Wandern im Nebel, so auch gestern auf unserer Wanderung von Affoltern am Albis nach Steinhausen. Einsam war ich aber nicht wo doch mein Liebster, der gerne bei jedem Wetter mit mir draußen unterwegs ist, mich begleitete. Das Dunkle das von allem trennt habe ich wie Hesse auch kennengelernt. Umso mehr geniesse ich jetzt die Verbindung mit vielen Menschen, manchmal nur für ganz kurze Zeit wie mit dem „Herr der Wanderwege“ der uns zwischen Cham und Steinhausen wieder auf die richtige Spur brachte. Fast zur selben Zeit zeigte sich dann die Sonne. Der Wald war ganz golden und jeder Baum sah den andern und sie waren nicht mehr allein.

 

Empfehlung vom netten „Herr der Wanderwege“ der mit Velo und Anhänger unterwegs war um die Wegweiser in Ordnung zu halten:

Wanderung von Cham (Villette) immer der Lorze entlang bis nach Rumentikon ca. 1 ½ Stunden und von da zurück mit dem Bus nach Cham. Soll auch bei Nebel sehr schön sein.

 

Rosa

bewusst Entspannen

Wenn die Tage voll sind und eine Verpflichtung der Anderen folgt fällt es manchmal schon auf Grund unserer Stress-Hormone im Körper schwer plötzlich still zu stehen, runter zu fahren, Luft zu holen und zu entspannen.

Dann braucht es eine bewusste Entspannungsmethode - oder? Gestern durfte ich im Gütschwald ein dreistündiges wunderbares,  entspanntes Waldbad leiten und war den restlichen Tag sehr entspannt. Heute sah das schon ganz anders aus. Ich war bereits 5 Uhr wach, an einschlafen war nicht mehr zu denken. Und die Agenda voll, die Gedanken überall. Das ging den ganzen Tag so weiter bis am Abend. An solchen Tagen kommt es vor, dass ich statt zu entspannen noch mehr Aufgaben suche, die zu erledigen sind. Vielleicht weil ich glaube, dass es danach, wenn alles erledigt ist, besser - entspannter - wird. Dem ist natürlich nicht so. Da wir am Wochenende Besuch erwarten, wollte ich wenigstens noch eine Rümpelecke mit einem grossen Stapel Flickarbeiten wegräumen. Also holte ich Nadel und Faden heraus und fing an. Ich scheue mich stets lang davor, auch wenn ich sonst sehr gern kreativ bin und gern nähe. Aber Flicken gehört nun so gar nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich fing an und ärgerte mich. Darüber, dass ich Flicke und darüber, dass ich es mache, weil wir Besuch erwarten. Will ich doch schon lang diese alten Muster durchbrechen. 

Und doch, ich machte weiter. Nach einigen Teilen spürte ich dann plötzlich eine Zufriedenheit in mir aufsteigen, ich wurde ruhig, dachte nicht mehr über Dieses oder Jenes nach, ärgerte mich nicht mehr, sondern freute mich über die geflickten Sachen die wieder schön wurden und entspannte mich. Die vorherige Rastlosigkeit hatte ein Ende. 

Demnächst werde ich meinen Flick-Berg mit anderen Augen betrachten und mich auf eine entspannte Flickzeit mit Nadel und Faden freuen, ein feiner Tee dazu und der Abend wird sehr entspannt. Nicht wegen dem anstehenden Besuch, nicht wegen der unordentlichen Rümpelecke sondern nur noch wegen meiner bewussten Entspannung. 

Und nochmal zur Erinnerung für alle, die das jetzt Lesen: Im Rhynauerhof steht für Flickarbeiten eine Nähmaschine zur Verfügung. Ist das nicht grossartig? Einen Tee oder feinen Kafi können Sie während der Chinderkafi- und Lesekafi Öffnungszeiten auch dazu bestellen.

Ich wünsche gute Entspannung!!!

Ines

Warum die Selbstliebe vor der Nächstenliebe kommt

Selbstliebe-Abend im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge. Wir ziehen eine Mudra-Karte von Gertrud Hirschi und lernen uns während dem Vorstellen der gezogenen Mudras ein wenig kennen. Es geht an diesem Abend darum immer mehr uns selber zu werden. Im 1. Schritt des Selbstliebeprozesses, den wir in der Folge zusammen machen, erzählen wir einander von dem was uns belastet, von dem was uns ärgert oder traurig macht im Zusammenleben mit unseren Partnern, Kindern, Nachbarn, Behörden etc. Im Laufe des Prozesses stellen wir fest, dass es nicht diese Mitmenschen sind, die mit ihren Forderungen, ihrer Kritik oder ihrer Lieblosigkeit unsere Lebensfreude einschränken.

Uns wird bewusst, dass wir uns freiwillig an Andere anpassen und nicht den Mut haben für das was wir wirklich wollen einzustehen. Stattdessen versuchen wir es unseren Bezugspersonen Recht zu machen weil wir ihre Anerkennung, ihre Liebe wollen oder weil wir ihnen nicht zutrauen, dass sie selber gut für sich schauen können.

Was für mich an diesem Abend, deutlicher als sonst, spürbar wird, ist wie wir unsere Energie für das vermeintliche Wohlergehen unserer Mitmenschen verbrauchen, statt diese dafür einzusetzen, dass es uns gut geht. Wir können wenig für unsere Nächsten tun indem wir versuchen deren Probleme zu lösen. Wir können aber sehr viel für sie tun indem wir gut für uns selber schauen und uns des Lebens freuen. Diese Freude strahlen wir aus und erfreuen damit schlussendlich alle Menschen denen wir begegnen.

Wer übrigens glaubt so ein Selbstliebe Abend sei nur harte, ernste Arbeit der/die kann vielleicht die Rückmeldung einer Teilnehmenden eines besseren belehren: „Ich war gestern Abend am Selbstliebe Abend und hatte eine wunderschöne, herzliche, offene, wohltuende, lustige und zuversichtliche Zeit“.

Wer also seine Nächsten wirklich lieben will, hat schon bald wieder Gelegenheit dazu. 

Der nächste Selbstliebe Abend: Dienstag 19. November 19.00 Uhr – 21.00 Uhr - Anmeldung: hier

Rosa 

Auf den Fluss hören

Ich sitze am Wildbach Bavona im gleichnamigen Tessiner-Tal und lausche dem Rauschen des Wassers. Mein Herz ist voll Dankbarkeit für die heilenden Töne und Geräusche, die viel dazu beigetragen haben, dass meine Lebensfreude wieder da ist.

Einen Tag zuvor war es das sprudelnde Wasser der Rovana, das mir die heilenden Bilder schenkte. Von meinem rebellierenden Körper zur Selbstsorge gezwungen, hatten wir uns, mein Mann und ich, spontan zu einem Aufenthalt in den einsamen Seitentälern der Maggia entschieden.

Beim Wandern von Bosco Gurin nach Cevio entlang der Rovana kam dann die Lebensfreude zurück. Die Kraft des sprudelnden Bergbaches sprang wie auf mich über und verscheuchte alles Verzagen und alle trüben Gedanken. Wie dieser Bergbach will ich mich auch nicht aufhalten lassen und mich weiterhin für die Verbreitung von Selbstsorge und Selbstliebe einsetzen.

Das machten auf eindrückliche Weise auch die Walser in Bosco Gurin, dem einzigen deutschsprachigen Dorf im Tessin und Ausgangspunkt unserer Wanderung. Ihre jahrhundertlange Kultur der Selbstsorge hat mich schon immer fasziniert.

Wer mehr über die Walser von Bosco Gurin wissen möchte, kann bei mir über Email: rosa-mueller@bluewin.ch den DVD „Bosco Gurin ein Dorf der freien Walser“ von Karl Skripsky ausleihen.

Rosa 

Oh happy day

Heute ist einer dieser Tage, der mir in meiner Kindheit immer viel Spass gemacht  hat. Erwachsene erzählten von unheimlichen Geschichten vom Freitag dem Dreizehnten und ich fand es umso lustiger, dass es diesen Tag gibt. Ausserdem wurde ich an einem Freitag geboren, das gefiel mir ebenso gut, auch wenn es kein 13. sondern ein 12. war. 

Je öfter ich später allerdings diese Geschichten hörte umso mehr glaubte ich leider selber daran, dass vielleicht doch etwas passieren könnte. 

Aber muss es denn zwangsläufig etwas Schlimmes, Chaotisches oder Negatives sein?

Heute am Freitag, 13. September 2019 ist Internationaler Tag des positiven Denkens. Das lass ich am morgen kurz nach dem Frühstück und mit dieser Information startete ich in den Tag. Wie annehmlich, wie wunderbar. Plötzlich formten sich in meinem Kopf die grauen Wolken der letzten Tage zu verschiedenen unangenehmen Dingen rosarot. Ich spürte plötzlich einen Energieschub noch bevor ich etwas aktiv dafür machte. Der Tag der positiven Gedanken soll eine positive Einstellung zu allen Vorhaben entwickeln.  Aus der positiven Energie kann Kraft gewonnen werden, die uns hilft auch schwierige Aufgaben und Situationen zu meistern. Ich ging beschwingt mit einem Lächeln aus dem Haus und freute mich endlich einmal wieder. Einfach so. Ich fühle mich kraftvoll, postitiv und gesund - aufgrund des Tages der positiven Gedanken. Ich werde in Zukunft jeden Freitag den 13. zum Tag der positiven Gedanken machen, oder warum nicht gleich jeden Tag? oh happy day

Ines

Sich selbst vergeben und jenen die uns das Leben schwer machen

Vergebung ist im Moment mein Schwerpunkt in der Selbstliebearbeit

Immer wieder hadere ich mit mir, weil ich dieses oder jenes nicht so gut, oder gar nicht gut gemacht habe. Aber auch über andere Menschen ärgere ich mich, weil sie so ganz andere Vorstellung von dem haben was mir wirklich nötig scheint und von dem was gemacht werden sollte, weil es sonst niemand tut.

Verbitterung über andere Menschen die einem das Leben schwer machen, ist laut Louise Hay so schädlich wie wenn man jeden Tag ein Glas Gift trinken würde. Seit ich das in ihrem Buch „Spiegelarbeit“ zum 15. Tag gelesen habe, machte ich ein paar Selbstliebeprozesse um vergeben zu können, mir und den anderen. Ich konnte mein persönliches Gefängnis verlassen und sehe die strahlende Sonne wieder.

Wenn es dir ähnlich geht und du deinen Schmerz, deine Trauer oder deine Wut auch heilen möchtest statt immer wieder darunter zu leiden, freue ich mich über deine Anmeldung zu einem der nächsten Selbstliebe Abende: rosa-mueller@bluewin.ch

Nächste Selbstliebe Abende: je Dienstag 03. September, 15. Oktober, 19. November 2019 - jeweils 19.00 – 21.00 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos.

Rosa

So-Sein

Wandern im Engadin. Auf dem Weg zum Lej Sigrischus lädt eine Tafel zum Alptrunk ein. Um die kleine Alphütte lässt es sich eine grosse Herde Mutterkühe mit ihren Kälbern wohl sein. Die gehaltvolle Erfrischung verdanken wir Ozeana der Alpkuh. Neben der „Getränkekarte“ liegt ein Büchlein mit Gedichten: von Alfred Tardy, Alphirt, Poet und Articulteur auf der Alp Munt. Versehen mit einer liebevollen Widmung nehmen wir die geschriebenen Schätze mit nach Hause.

 

Wenn

Sein

zu So-Sein wird

Ist es beglücktes Dasein

 

Daneben auch Gedichte die an grauen Wintertagen die Strahlenbahnen der Engadiner Sonne in unsere Herzen zaubern werden.

Rosa 

Spiegelarbeit

Jeden Morgen stelle ich mich vor den Badezimmerspiegel und schaue mir in die Augen und sage zu mir: „Ich liebe dich. Ich liebe dich wirklich.“ Das Gesicht, das mir entgegenstrahlt ist meins. Ich fühle mich einfach wundervoll.

Diese Spiegelübung ist aus dem Buch „Spiegelarbeit. Heile dein Leben in 21. Tagen“ von Luise Hay. Diese Anleitung zur Selbstliebe hat mir Trudy Schilter geschenkt. Ich lernte Trudy kennen, als ich eine Kursleiterin für Hörtrainings mit unseren Schallwandler suchte.

Ich bin unterdessen beim 10. Tag der Spiegelarbeit angelangt und profitiere von allen Anleitungen zur Selbstliebe. Die oben beschriebene Übung zum 2. Tag gefällt mir jedoch so gut, dass ich sie zusätzlich über alle Tage beibehalte.

Ganz konkret spürte ich die Wirkung dieser „Selbstliebe-Arbeit“ letzte Woche. Am Mittwoch, im Kurs von Sandra Tolusso stach mich beim Tanzen im Rhynauerhof-Garten eine Biene. Am nächsten Tag war mein Fuss fast doppelt so gross. Statt wie früher, trotz Schmerzen meine Pflichten zu erfüllen, liess ich mir von meinem Mann den Liegestuhl unter den Nussbaum stellen und genoss das Nichtstun. Ich schaute zu wie das Amselmännchen eine Wildkirsche pflückte und seiner Partnerin, die auf dem Vogelbeerbaum wartete, in den Schnabel steckte. Als ich die lustige Geschichte meinem Mann erzählte stieg er prompt auf die Leiter und stahl den Vögeln ein paar Kirschen um mich damit zu füttern. Das Buch von Louise Hay „Spiegelarbeit“ gibt es auch in unserer Bibliothek.

Rosa 

Glücks-Rezept für den Sommer

Auf unserer Webseite ist dies zu lesen: “Die Sorge für sich selbst ermöglicht neben der bewussten Gestaltung des eigenen Lebens auch die Sorge um andere. Nur wer auf sich selbst vertraut, eigene Grenzen und Entwicklungspotentiale kennt, kann auf seine Mitmenschen zugehen und sie sinnvoll unterstützen.” Sich mit anderen Menschen verbinden, voneinander lernen, gemeinsame Wege gehen - das tut gut.

Mein Rezept für den Sommer tut auch gut und erfrischt. Ich erhielt es von meiner Vorstandskollegin Regula. Nachdem ich das Rezept ausprobiert und den erfrischenden Eistee-Sirup hergestellt hatte, fing ich an, das Rezept und den Sirup weiter zu verteilen. Ich blickte bisher in viele glückliche Gesichter. Das Glück hat sich bis jetzt stets auf mich selbst übertragen. Ein schönes Glück - Freude zu verteilen.

Den guten Schwarztee für meinen Eistee erhielt ich übrigens genau auf diese Weise - geschenkt.

Sommer-Eis-Tee-Sirup: 4 Bio Zitronen waschen, Saft von 1 Zitrone, 3 geschnittene Zitronen in einen Topf geben. 500 g Rohzucker, 700 ml Wasser in den Topf. Zusammen 15 Minuten köcheln. (da ich mich kaum an Rezepte halten kann, habe ich diesem Vorgang bereits eine gute Portion frische, zerkleinerte Pfefferminze beigefügt). Nach 15 Minuten zugeben: 4 Teebeutel Schwarztee oder 3 Esslöffel losen Schwarztee und ein Bund frische Pfefferminze in groben Stücken zufügen und weitere 5 Minuten köcheln lassen. In saubere Flaschen abfüllen, auskühlen lassen und mit frischem Wasser vermischt geniessen. Am besten kleine Flaschen zubereiten, damit ihr diese im Sommer weiter verschenken könnt. "Das Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt!" (Albert Schweizer)

Habt Spass an der Arbeit, habt Spass am Geniessen, habt Spass am Weitergeben und Freude teilen.

Habt alle einen wunderbaren glücklichen Sommer!

Ines

Rhynauer HOFLADEN eröffnet

Am 15. Juni im Rahmen unserer Generalversammlung und Tag des offenen Gartens wurde unser neuer RhynauerHOFLADEN eröffnet.

Das Buffet aus der Cafeteria hat einen neuen Platz im Haus gefunden und beherbergt nun von uns hergestellte Produkte für kleine und grosse Gäste. 

 

Nachdem wir dieses Möbel entsorgen, neu anstreichen und sogar verkaufen wollten, versuchten wir es an einem heissen Sommertag abzuschleifen, was uns teilweise wunderbar gelungen ist.  Nach einem Ölanstrich sind wir nun stolz, es wieder im Haus zu haben. Die Idee des HOFLADEN knüpft an unser Zentrum für Selbstsorge an. Herzblut und Leidenschaft beim Sammeln, Abfüllen und Miteinander werken lassen wunderbare Produkte entstehen. Dinge tun, die man von Herzen gern tut, Sorge dazu tragen, dass man dieses dabei empfundene Glück so oft es geht spürt und auslebt - für sich selbst sorgen in Verbundenheit mit Anderen. 

* Laden-Öffnungszeiten: Mo, Di, Do - 14.00 bis 17.00 Uhr * Aktuell ist Holunderblütenzeit im HOFLADEN - Herzeinspaziert!

Ines

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Solozeit

Als Kind verbrachte ich viel Zeit im Wald. Der Wald tat mir wohl und auch in strengen Zeiten mit Familie und Geschäft zog es mich immer wieder in die grüne Stille. In den letzten ruhigeren Jahren haben mein Mann und ich mehr Zeit für diese Art von Erholung und wir können jederzeit von vier „Alltags-Spaziergängen“ aussuchen, die je in eine Himmelsrichtung von unserer Haustüre in den Wald führen. Jeder dauert knapp zwei Stunden und am Schluss bringt uns der Bus bequem nach Hause zurück.

 

Allein in den Wald gehe ich seither selten. Nun hat mich die Anleitung der Waldbadexpertin Ines Neubauer (www.gruenfink.ch), die mit mir diesen Blog schreibt, mit ihrer Waldbadempfehlung verunsichert: „Mindestens 1.5 bis 2 Stunden, am besten allein. Kiefer lockern, ruhig Atmen, ganz langsam laufen - den Rest übernimmt der Wald“. „Am besten allein?“, fragte ich bei Ines nach. „Ja, man könne auch beim gemeinsamen Waldbad 30 Minuten jeder für sich sein. Nicht sprechen nicht anschauen, sie nenne das Solozeit.“

Mein Mann und ich nutzten die Waldspaziergänge bis jetzt zum Austauschen und Pläne schmieden. Gestern nun machten wir den Versuch die von Ines beschriebene Solozeit einzubauen. Wir gingen langsamer als sonst und lenkten unsere Aufmerksamkeit immer wieder auf unseren Atem und den lockeren Kiefer. Wir freuten uns an all dem Schönen im Wald, meistens jeder für sich. Alle Gedanken die mir durch den Kopf gingen blieben bei mir. „Herrlich ruhig war das heute, hat mir sehr gut getan“, bemerkte mein Mann als wir auf den Bus warteten und ich fühlte mich total zufrieden und entspannt.

Rosa

Spitzwegerich Erdkammersirup

Heute schon an morgen denken? Ja, das kann ich empfehlen, vor allem, wenn man sich selbst damit etwas Gutes tut.

Jetzt aktuell wächst an vielen Orten ganz frisch der Spitzwegerich. Aus diesem lässt sich für Herbst und Winter ein wunderbarer Hustenstiller selbst herstellen. Für Kinder ist das Sammeln und Herstellen ein grosser Spass, sie helfen bestimmt gern mit. Und die Spannung sowie Vorfreude über den Saft ist gross.

Hier folgt mein Rezept:

Frische Spitzwegerichblätter, ausreichend für 1 Glas, an einem Ort sammeln wo sicher nicht gedüngt wurde. Blätter in ein Schraubglas schichten, abwechselnd mit einem guten Honig. Die Lagen sollten jeweils ca. 1 cm dick sein. Glas gut verschliessen. Ich packe es zusätzlich noch in einen Plastiksack. Nun wird ein Erdloch gegraben. Im eigenen Garten, bei den Grosseltern, am Waldrand mit einem Hinweisschild, o.ä. - das Loch sollte ca. 50 cm tief sein. Auch im Garten lohnt es sich, die Stelle zu markieren und zu beschriften. Nach ca. 3 Monaten wird das Glas ausgegraben und abgefiltert. Sollte der Honig kristallisiert sein, vorsichtig im Wasserbad erwärmen. Vom Honig kann mehrmels täglich 1 TL eingenommen werden. Auch zum Süssen von Husten- und Erkältungstee kann man ihn verwenden. Viel Freude!

Ines

immer wieder Selbstliebe

Am Selbstliebe Abend vom 09. April bekam ich folgenden Satz:

„Ich setze meine Gabe so ein, dass die Menschen mehr zu sich selber kommen.“

 

Die ganze Gruppe, die mich mit Mitgefühl und Humor durch den Selbstliebe Prozess begleitet hatte, spürte meine Erleichterung. Seither ist bald eine Woche vergangen und ich konnte Sorgen und Schmerz um Andere loslassen. Ich bin in keiner Weise für das verantwortlich was sie tun. Was immer geschieht, ich bleibe bei mir und bei meiner Aufgabe. Ich biete weiterhin meine Selbstliebe Abende an und wer will kann daran teilnehmen und immer mehr zu sich selbst kommen. Mehr muss ich nicht tun. Wann immer dich also etwas plagt, deine Lebensfreude beeinträchtigt und / oder dir deine Energie raubt, kannst du mit diesem Thema an einen Selbstliebe Abend kommen.

Anmeldung: rosa-mueller@bluewin.ch

Die Teilnahme ist kostenlos aber auf 6 Teilnehmende begrenzt.

 

Der nächste Selbstliebe Abend: Dienstag 14. Mai 19.30 – 21.30 Uhr

Weitere Daten ab Mai unter www.rhynauerhof.ch

Rosa 

Vogelfreuden

Im vergangenen Frühling nahm ich mir morgens oft Zeit für einen feinen Kräutertee. Ich trank ihn sehr langsam und schaute dabei aus dem Fenster und sah den Frühling kommen. So konnte ich beobachten, wie Blaumeisen in unseren Brutkasten einzogen. Einige Wochen später zwitscherte es dann laut und wild durcheinander. Wieder einige Zeit später war es plötzlich ruhig. Sie waren alle wieder ausgeflogen. Ich war sehr gespannt auf das Nest, welches ich im Spätherbst dann aus dem Kasten nahm. Herrlich. Den Morgentee nehme ich immer noch gern mit einem Blick aus dem Fenster. Eine Kohlmeise hat sich den Kasten vor einigen Tagen schon näher angeschaut.

Meine Vogelfreuden gehen dieses Jahr allerdings bereits noch vor dem Tee los. Nämlich wenn ich von der Meise mit ihrem lauten Ruf im Morgengrauen geweckt werde. Dann geniesse ich noch eine lange Weile mit geschlossenen Augen im Bett und versuche die Vogelstimmen zu erkennen und warte ab, ob sie sich untereinander antworten. Später schaue ich beim Tee, ob sich jemand für unseren Brutkasten interessiert. Morgenritual in Achtsamkeit. Ich muss nichts tun, nur hinhören und hinschauen.

Schöner kann der Tag nicht starten. 

Ines

Verschleiss und Abnützung vorbeugen

Die untenstehende Übung ist aus dem Buch „Besser hören leichter leben“ von Anton Stucki. (in unserer Bibliothek) Der Autor beschreibt darin sehr ausführlich wie die natürliche Hörfähigkeit wieder hergestellt werden kann. Anton Stucki ist auch der Entwickler des Naturschallwandlers der in unserer Bibliothek, für Regeneration und Entspannung zur Verfügung steht. Für viele Übungen die Stucki vorschlägt braucht es diesen Naturschallwandler. Es gibt aber auch ganz einfache Übungen die allein und ohne Hilfsmittel durchgeführt werden können. Ich führe die folgende Übung seit zwei Wochen durch und mache erstaunliche Erfahrungen. Vielleicht hast du ja auch Lust zum Ausprobieren.

 

Einsteiger Übung: Schritte geradeaus gehen

 

Gehe zuerst ein paar Schritte geradeaus in gewohntem Gang.

  • Dann richte deinen Körper bewusst auf, straffe dich und atme 3 mal tief durch (Ich hebe beim Einatmen die Hände über den Kopf, beim Ausatmen im grossen Bogen zurück)

  • Nun gehe sehr langsam und kontrolliert noch einmal ein paar Schritte

  • Wiederhole den Ablauf

  • Beobachte nun ob es einen Unterschied gibt zwischen dem ersten oder zweiten Ablauf

  • Wie fühlt sich dein Körper an?

Durch das „langsame Gehen“ stärken wir die Kontrolle unseres Körpers. Schwach oder nicht präzise zu hören ist in gewisser Weise auch ein Kontrollverlust der muskulären Steuerung des Körpers. Bei dieser Übung werden zum Beispiel die Innenohrknöchelchen trainiert und ausgerichtet. Ganz allgemein hilft die Übung dem Körper Belastungen zu vermindern und damit Verschleiss und Abnützung vorzubeugen.

 

Rosa 

Bärlauch - Mit Haut und Haar

Jetzt ist sie wieder da, die Jahreszeit in der sich jeden Tag etwas neues Prachtvolles, Farbenfrohes, Duftendes und Feines präsentiert und entdecken lässt. Bärlauch gehört dazu und ist einer der ersten Frühlingsboten. Die Zeitschriften sind im Moment voll mit wertvollen Tipps und Berichten über die Zubereitung. Dass man von der Wurzel bis zur Blüte alles geniessen kann wusste ich schon, habe es aber noch nie so zubereitet und stets nur die Blätter zu Pesto, Knöpfli und Co. verarbeitet. Als ich am Wochenende im Rhynauerhof war, kamen Rosa und ich auf den Bärlauch zu sprechen und Rosa erinnerte mich an ihren Blogbeitrag zum Bärlauch vom letzten Frühling. Ich gestehe, diesen hatte ich ich nicht mehr im Sinn. Hier könnt ihr gern nochmals nachlesen: Der Lauch, der die Bären aus dem Winterschlaf lockt!

In unserer Blogbeitrag-Sammlung befinden sich noch weitere Bärlauchtipps. Viel Spass beim Stöbern und Nachlesen.

Den Bündel Bärlauch, den Rosa pflückte, verspeiste ich mit meiner Familie als knusprige Beilage zu selbstgemachten Bärlauchknöpfli. Gebraten in Olivenöl - tutti completti. Die skeptischen Blicke der Kinder verwandelten sich nach dem ersten Probieren in Schlemmergesichter. Mhhh so fein. 

Ines

Aus Selbstliebe

 

Mein Leben macht, dank dem Wachsen der Selbstliebe, immer mehr Freude. Und doch gibt es immer wieder Situationen die mich wütend, traurig oder auch ratlos machen. Situationen in denen ich einen Selbstliebeprozess brauche, um mit der Beantwortung von 4 einfachen Fragen, wieder meinen Frieden zu finden. Meistens mache ich den Selbstliebeprozess (Service von dieser Website) für mich allein. Weil er zusammen mit Gleichgesinnten aber viel nachhaltiger und erfüllender ist, biete ich seit letztem Jahr dreimal pro Semester einen Selbstliebe Abend im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge an. Wenn es dir ähnlich geht und du deinen Schmerz, deine Trauer oder deine Wut auch heilen möchtest statt immer wieder darunter zu leiden, freue ich mich über deine Anmeldung:  

rosa-mueller@bluewin.ch 

Die Teilnahme ist kostenlos. Nächste Selbstliebe Abende: je Dienstag 12. Februar, 09. April, 14. Mai 2019 / 19.30 – 21.30 Uhr 

                                                                                            Rosa 

Danke Vollmond

“Der Mond ist rund, der Mond ist rund - hat zwei Augen, Nas und Mund.” Dieses Zeichenspiel habe ich als Kind sehr gern gemacht. Dabei freute ich mich immer besonders wenn es eine klare Vollmondnacht gab und der freundliche Kerl aus dem Himmel mir zulächeln konnte und ich zurück lächelte. Auch heute lächle ich ihm zurück wenn er mich anstrahlt und bin nach wie vor fasziniert von seinem Gesicht. Häufig wird der Mond mit schlechtem Schlaf in Verbindung gebracht. Häufig irren diese Gedanken an die bevorstehende schlaflose Nacht schon einige Tage vor der eigentlichen Vollmondnacht im Kopf herum. 

Versuchen Sie doch einmal diese Gedanken auf den Mond zu schiessen. Vielleicht gelingt es mit einer Vollmondmeditation heute Abend vor dem Schlafen. Diese fest verankerten “Schlechte-Schlaf-Gedanken” bei Vollmond loslassen.

Frei werden für gute Energie, welche der Vollmond mit sich bringt. Frei werden von alten Glaubenssätzen. Zulassen eines freundlichen Lächelns in beide Richtungen… Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute mit einem Lächeln im Gesicht einschlafen. 

Und beim nächsten Vollmond: können Sie eine Nachtwanderung, begleitet vom hellen Mondlicht unternehmen, immer wieder in Richtung Himmel lächelnd. Einzigartig - Danke lieber Mond.

Ines

Dankbarkeit

Im Universum herrscht das Gesetz der Anziehung. Je mehr wir immer wieder intensiv an das Gute in unserem Leben denken, desto mehr bekommen wir davon. Besonders viel von diesem Guten bekommen wir, wenn wir in Dankbarkeit daran denken und diese Dankbarkeit auch fühlen. Um dieses intensive Fühlen von Dankbarkeit im Alltag nicht zu vergessen, mache ich jeden Morgen, beim Zubereiten der Rühreier, meine tägliche Dankbarkeits-Meditation:

Ich stelle die kleine Teflonpfanne auf den Herd und bin dankbar, dass die gewünschte Temperatur auf meinen Fingerdruck hin die Butter schmelzen lässt. Dankbar denke ich an all die Menschen die dazu beigetragen haben, dass das jeden Morgen so wunderbar funktioniert: Auch an den Rahm, die Kräuter das Salz und besonders an die Menschen und Tiere, die mit der Entstehung dieser Produkte zu tun haben denke ich in Dankbarkeit. Bei den Eiern wandern meine dankbaren Gedanken hinauf zum Hof Eigen wo die Hühner von Helen und Hans unter besten Bedingungen gehalten werden und für uns die herrlich schmeckenden Eier legen. Ganz wichtig ist mir auch die Dankbarkeit für meine Gesundheit: Ich fühle ganz intensiv wie herrlich es ist so vor dem Herd zu stehen und zu erfahren wie wohl ich mich in meinem Körper fühle und er jeden Tag macht, was ich von ihm erwarte.

Rosa

Seelenwärmer

"Ruhe, Stille, Sofa und eine Tasse Tee geht über alles"Theodor Fontane

 

Vor allem in der dunklen Jahreszeit oder bei Krankheiten und Stimmungstief greife ich auf unsere Blütenmischung aus Frühling und Sommer gern zurück und zaubere damit  viel Seelenwärme. Im Laufe der Jahreszeiten sammel ich in Wald, Wiese und Garten Blüten und auch Kräuter, welche ich an einem trockenen, luftigen, eher dunklen Ort trockne. Den Blüten mische ich später manchmal noch einige aromatischen Blätter von Pfefferminze oder Zitronenmelisse dazu. Schon das Öffnen des grossen Teeglases und die Farbenpracht darin hebt meine Stimmung. Die Blütenmischung kann man als Tee aufbrühen, 2 bis 3 Esslöffel für eine leichte Dampfinhalation bei Erkältung verwenden oder es dem kranken Patienten als Potpourri mit ein paar Tropfen des Lieblingsduftöls ans Krankenbett stellen. Es eignen sich z. B. Lavendel, Malve, Rose, Holunderblüte, roter Klee, Ringelblume, und und und.

Ines 


Zuerst das Vergnügen und dann die Arbeit oder der Ball-Junge

Ja ich kenne das Sprichwort zur Genüge aus meiner Kindheit: „Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen“. Letzte Woche kam ich aber zur Einsicht, dass es umgekehrt viel besser funktioniert. Noemi die Kindergärtlerin verbrachte mit uns den Nachmittag im Garten. Hecken schneiden und Lauben waren angesagt. Noemi hat aber keine Lust zum Arbeiten, auf ihr Lieblingsspiel umso mehr. Wir beide sitzen also je in einem Cracy Chair, hängende Stühle mit Abstand im grossen Nussbaum aufgehängt, und wir tschutten einander einen Softball zu. Ich darf dazwischen ein wenig Lauben. Mein Mann schneidet die Hecken und löst mich beim tschutten hie und da ab. Nun sind die beiden zu bequem, den weit davon geflogenen Ball immer wieder zu holen und mein Mann erklärt Noemi ich sei der Ball-Junge. Jemand der ihnen also den Ball immer wieder zurück tschuttet. Das macht den beiden viel Spass und sie halten mich ordentlich auf Trab. Als ich reklamiere, ich komme ja so nicht zum Arbeiten steht Noemi auf und hilft mit viel Ausdauer und Freude beim Lauben.

 

Rosa

Neugier und Offenheit

Schnell, schnell noch Teig ansetzen oder in letzter Minute einen Kuchen für Gäste backen - das bin ich mir am abgewöhnen. Es gelingt meist nicht gut. Ich durfte mit einem 8-jährigen Jungen vor ein paar Tagen einen Kuchen backen. Ich freute mich aufs Backen und dann sagte er:

ER möchte backen - allein - und gern mit den schönen roten Äpfeln aus dem Garten. Ich klappte das Backbuch auf, gab ihm ein Rüstmesser und er schälte ohne Kommentar 6 Äpfel. Dann fragte er, was er denn mit den wunderschönen roten Apfelschalen machen könnte und gab sich gleich selbst die Antwort: Sie sind Kuchendekoration. Ich horchte auf und wusste: ab jetzt backt er wirklich allein, dass hatte er sich ja gewünscht. Ich wurde neugierig, wie er es machen würde und meine Offenheit gegenüber dem Neuen und dem Anders machen wurde belohnt. Sein dunkelblaues T-Shirt wurde mehlweiss und meine kleine Küche ähnelte einer Grossbackstube in der es geschneit hat. Auch dafür hatte er eine Lösung: natürlich den Staubsauger. Ich hatte beim Zuschauen einen riesen Spass und wir haben die Zeit dabei vergessen. Fernab vom Rezept entstand ein köstlich duftender knuspriger Apfelkuchen mit herrlicher Dekoration und einen stolzen Kuchenbäcker. So einen wunderschönen Apfelkuchen gab es bei uns noch nie. 

 

Neugierig bleiben, offen sein für Neues und Anderes und den Moment in Achtsamkeit verbringen ist ein grosses Geschenk für Gross und Klein. Probieren Sie es aus...

Ines

Freude und Lebenslust im Alter

Der Zug von Visp hat Verspätung. Kurz vor Bern kommt die Durchsage, dass der Anschluss nach Luzern um 18.00 Uhr nicht möglich sei, weil der Zug nicht warten konnte. Es ist 4 Minuten vor 18.00 als wir in Bern einfahren. Ein junger Mann erklärt, warum er an uns vorbei als Erster aussteigen möchte: „Ich probiere es“. Mein Mann und ich schauen uns an und für uns ist klar, wir probieren es auch. Rolltreppe hoch und dann wieder runter. Eine junge Frau steht auf der Türschwelle und ruft: „Hier, ich stehe da bis Sie da sind“ und wir nichts wie rein in den Zug der Punkt 18.00 Uhr abfährt. Die Freude ist groß, dass es geklappt hat und auch über die Hilfsbereitschaft der jungen Frau.

 

Am nächsten Montag 22. Oktober, 19.00 Uhr laden Ines Neubauer, Anita Tolusso und ich alle Interessierten ein,

um in ungezwungenen Rahmen über das Thema Freude und Lebenslust im Alter auszutauschen. Mehr dazu auf www.rhynauerhof.ch

 

Rosa

Leben ohne Kopfschmerzen

Luisa Fellmanns vielbesuchter Kurs vom letzten Montag versprach einfache Mittel für eine wirkungsvolle, anhaltende Heilung bei Migräne und Schlaflosigkeit. Die Empfehlung von Luisa, bei Kopfschmerzen präventiv genügend Hahnenwasser ohne irgendwelche Zusätze zu trinken, erinnerte mich an meine Wassertrink Meditation die mir schon früher das Wassertrinken erleichterte. Wenn ich also am Morgen mein erstes Halbliter Glas Wasser trinke, stelle ich mir dabei vor, wie der erste Schluck mein Hirn belebt, der zweite meine Augen befeuchtet, der dritte Herz und Lungen erfrischt und der vierte Magen und Darm bei ihrer Arbeit unterstützt und der fünfte die Nieren besser arbeiten lässt. Es gibt mir einfach ein gutes Gefühl meinen Körper bei seiner Arbeit, die er jeden Tag für mich tut, zu unterstützen.

 

Rosa

 

Kreativ-Rezept

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Kein Tag ohne Liebe

Wir verlassen den Zug bei der Station Gersag. Ein Mann mit düsterem Gesicht wünscht uns einen schönen Abend. Ich danke ihm die Freundlichkeit mit einem herzlichen Lächeln und mein Mann und ich wünschen ihm beide auch einen schönen Abend. Und da passiert das Wunder auf seinem Gesicht. Sein Strahlen fasziniert mich so sehr, dass ich fast das Aussteigen verpasse. 

 

Rosa

Der Lavendel im Rhynauerhof-Garten ist zum Ernten bereit

In früheren Zeiten zogen laut Bruno Vonarburg „ von dem ich viel über die Kräuter gelernt habe, Lavendelweiber“ von Haus zu Haus und boten ihre duftende Ware an. Wer heute von den wunderbaren Blüten möchte, kann sie selber im Garten oder auf dem Balkon anpflanzen oder bei uns im Rhynauerhof-Garten ernten.

Lavendel Fussbäder mag ich besonders gern. Sie wirken beruhigend, krampflösend aber auch keimtötend. Nach dem Wandern, was ja für die Füsse immer etwas strapaziös ist, nehme ich eine Handvoll Blüten, koche sie kurz in einem Liter Wasser auf, lasse das Lavendelwasser zehn Minuten stehen und seihe ab. Dann giesse ich 37°warmes Wasser in ein Becken in dem die Füsse bequem Platz haben und mische es mit dem Lavendelabsud .Die Füsse bleiben so lange im Wasser wie es angenehm ist. Auch für Kinder die abends nicht zur Ruhe kommen, ist das Lavendel-Fussbad ein wunderbares Einschlafmittel.

Rosa

Von The Work zum Selbstliebeprozess

Nun fand am 12. Juni der Schnupper-Abend für The Work von Katie Byron statt. 

Während wir die Gedanken der Teilnehmen prüften wie es The Work vorsieht, kam mir eine etwas peinliche Erkenntnis: Das ist gar nicht The Work die ich selber jeweils bei Problemen mit anderen Menschen mache, nein das ist, schon seit längerer Zeit, der Selbstliebeprozess. Dieser ist mir nach meiner Bitte ans Universum um eine einfachere Methode als The Work, quasi zugeflogen. Seither stelle ich bei quälenden Gedanken immer nur diese 4 einfachen Fragen, ganz ohne Arbeitsblatt und der aufwändigen Beantwortung, wie sie The Work vorschlägt. Beide Methoden haben das gleiche Ziel: Sie befreien von belastenden Gedanken und ermöglichen immer mehr sich selbst zu werden. Trotzdem war nichts falsch an diesem  The Work Abend: ich hatte auf Anregung einer Kursteilnehmerin zu einem The Work-Schnupperabend eingeladen und es gab einen Einblick in diese komplexe Methode.

 

Für die nächsten Abende lade ich nun aber dazu ein, den Selbstliebeprozess kennen und anwenden zu lernen, jeweils am 2. Dienstag im September, Oktober, November und Dezember. Mit dem Selbstliebeprozess, der auch von dieser Website runtergeladen werden kann,(selbstsorge.ch/service) wird es möglich sein, auch bei einer grösseren Gruppe alle  Fragen bearbeiten zu können. 

Wahrscheinlich brauchte ich diesen „The Work Abend“ um nun ganz „meiner eigenen Methode“ vertrauen zu können.

Die Einladung zu den Selbstliebeprozess Abenden erfolgt dann über den Newsletter.

Rosa

Freudentanz um Blattläuse

Eine meiner Gartenarbeiten im Frühsommer gilt der Reduzierung von Blattläusen. Vor allem an zwei Rosenbäumchen sitzen diese hartnäckig in Scharen an den Jungtrieben. Spätestens kurz vor der Blüte versuche ich so viele Blattläuse wie möglich zu beseitigen. Dies mache ich vorsichtig einfach mit den Fingern. Dieses Jahr habe ich mir damit etwas Zeit gelassen und wurde belohnt. Als ich gestern zum Blattlaus-Quetschen ans Rosenbäumchen ging entdeckte ich die von mir heiss ersehnten schwarzen Marienkäferlarven. Mindestens 10 krabbelten flink um die Blattläuse herum. Was für ein Glück. Ich musste einen kleinen Freudentanz machen und jauchzte vor mich hin. Das tut gut. Nun hoffe ich, dass sich die Larven kugelrund fressen und sich bald zu kleinen Glückskäfern verwandeln. Seit gestern erfreue ich mich nun auch an Blattläusen im Garten. 

Falls es einmal doch zu viele werden: Ein gutes Hausmittel ausser die Finger gegen Blattläuse ist Milchwasser, was ich im letzten Jahr für die Brombeerblüten brauchte, da ich die zarten Blüten nicht kaputt machen wollte. Man mischt 200 ml Wasser mit 100 ml Milch und sprüht dies bei trockenem Wetter direkt auf die Läuse. Eine Anwendung hat bei mir geholfen und sogar in diesem Jahr sind die Brombeeren lausfrei.

Viel Freude beim Gärtnern und Entdecken.

Ines


Wo ein Wille ist, da ist ein Weg

Auch dieses Zitat steht nicht auf unserer Werbetafel. Es stammt wie The Work von Katie Byron aus dem englischen Sprachraum:

“where is a will, there is a way“ und begleitet mich seit meiner Kindheit. Mit The Work von Katie Byron habe ich einen Weg gefunden, den ich gehen kann um Erwartungen an andere Menschen, die diese nicht erfüllen wollen, loszulassen. Warum ich diesen Weg immer wieder gehe? Weil ich dabei erfahre wie schön es ist die Menschen zu lieben wie sie sind und auch die Welt zu lieben wie sie ist. Mit jeder The Work gelingt mir das ein wenig besser.

 

Manchmal fällt es mir aber schwer den Willen aufzubringen bei schmerzlichen Begegnungen mit anderen Menschen The Work zu machen. Darum war ich dankbar für die Anregung einer Kursteilnehmerin von „Kinder fürs Leben stärken“, im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge The Work Abende anzubieten. Zusammen mit anderen zu „Worken“ ist einfach wunderbar und darum gibt es nun die Einladung zum Schnupper The Work Abend. Er  richtet sich an alle Interessierten, ob mit The Work Erfahrung oder ohne.

 

Wann: 12. Juni 2018 um 19.30 bis 21.30 Uhr

Wo: Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge 

 

Auskunft/ Anmeldung rosa-mueller@bluewin.ch oder 041 931 06 80. 

 

Es braucht keinerlei Vorkenntnisse, nur die Bereitschaft sich auf die vier einfachen Fragen von The Work einzulassen und zu erfahren wie schön es ist seine Erwartungen loszulassen und die Welt zu lieben wie sie ist. Die Teilnahme ist kostenlos. 

Rosa 

Von jeder Wahrheit ist das Gegenteil ebenso wahr

Der Ausspruch von Siddharta im gleichnamigen Buch von Hermann Hesse, schaffte damals, als wir die Sprüche für unsere Werbetafel zusammentrugen, die Hürde nicht. Nun, angeregt durch den Hinweis von Ines auf „ihr“ Hesse Zitat, benutze ich die Gelegenheit den etwas provokativen Spruch in seinem Kontext aufzuschreiben.

Govinda der Jugendfreund von Siddharta, fragt diesen bei ihrem letzten Abschied als alte Männer nach seinen Gedanken  die ihm leben helfen. Siddharta antwortet: „Ich habe einen Gedanken gefunden, Govinda, den du wieder für Scherz oder Narrheit halten wirst, der aber mein bester Gedanke ist. Er heisst: von jeder Wahrheit ist das Gegenteil ebenso wahr! Nämlich so: eine Wahrheit lässt sich immer nur aussprechen und in Worte hüllen, wenn sie einseitig ist. Einseitig ist alles was mit Gedanken gedacht und mit Worten gesagt werden kann, alles einseitig, alles halb, alles entbehrt der Ganzheit, des Runden, der Einheit.“

Wie wahr dieser Gedanke von Siddharta ist, erfahre ich jedes Mal wenn ich bei schwierigen Begegnungen Zuflucht bei the Work von

Katie Byron suche und dabei von meinem Schmerz geheilt werde der meine sturen, lieblosen  Gedanken verursacht hat. Um diese heilende Methode noch mehr Menschen zukommen zu lassen, planen wir bei uns im Rhynauerhof. Zentrum für Selbstsorge regelmässige

The Work Abende. Mehr dazu beim nächsten Mal. Mehr zu The Work auf www.thework.com

Rosa 

Erfrischende Zitate

Im Rhynauerhof-Garten, Richtung Obergrundstrasse gerichtet, steht unsere Werbetafel. Ganz oben befindet sich ein Teil mit Sprüchen, welche wir Frauen vom Vorstand uns einmal ausgedacht oder zusammengetragen haben. Jede Woche tausche ich den Spruch gegen einen anderen aus. Das ist jeweils ein grosses Vergnügen für mich, werde ich doch so immer wieder auch selbst aufmerksam gemacht auf verschiedene Themen rund um das Thema Selbstsorge. Achten Sie sich doch einmal darauf, wenn Sie mit dem Bus oder Auto daran vorbei fahren. Heute ist mir an einem anderen Ort ein Zitat unter die Augen gekommen, was ich hier gern teilen möchte.

"Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst zu kommen." von Hermann Hesse - Damit wünsche ich mir und allen die diesen Blogeintrag lesen einen fantastischen Start in die neue Woche. 

Ines

Gassi gehen ohne Hund

Meine Tochter liebt Hunde über alles. Hunde haben etwas magisches für sie, schon immer. Wir haben einen Kater zu Hause, keinen Hund. Trotzdem waren wir zusammen Gassi. Plötzlich stand meine Tochter vor mir, hielt zwei Bälle an einem Gummi befestigt in den Händen und fragte ob ich mit ihr und den beiden Hunden Gassie gehen würde. Nun ja, ich staunte eine Runde und stimmte dann zu. Jeder nahm einen Gummi-Ball-Hund und wir liefen Richtung Wald. Die Treppen hopsten die runden Hunde so schnell hinunter, dass wir ein Stück hinterher rennen mussten. Am Waldrand konnten sich die Hunde am Bach erfrischen, sie tranken frisches Quellwasser. Dort tauften wir die beiden Hunde dann noch. Schliesslich muss man sie ja rufen können wenn sie einmal zu weit davon springen. Zum Gassi gehen braucht es immer auch ein schwarzes Tütchen von der Hundestation. So eine stand natürlich auf unserem Weg auch, sehr praktisch. So konnten wir uns unterwegs mit ausreichend vielen Tütchen versorgten. Und siehe da, das erste Geschäft liess nicht lang auf sich warten. Wir liefen so weit wie schon lang nicht mehr, sogar im Eiltempo den Berg hinauf. Im Wald achteten wir auch sehr darauf, dass wir die Hunde wieder an die Leine nehmen müssen, wegen dem Wildschutz. Wäre kein Gewitter aufgezogen, welches die Hunde schnell wieder nach Hause flitzen liess, wären wir wohl immer noch Gassi. Ein fantastischer Fantasie-Spaziergang. Den Traum vom Hund erfüllt sich meine Tochter vielleicht wenn sie älter ist, und bis dahin gehen wir in Zukunft sicher noch öfter Gassi - auch ohne Hund.

Ines

Der Lauch der die Bären aus dem Winterschlaf lockt

Dass man den Bärlauch mit samt den Wurzeln ausgraben und alles, Wurzel, Knolle und Blatt als Ganzes geniessen kann, darauf wäre ich nicht gekommen. Die Idee stammt von der leidenschaftlichen Pflanzensammlerin  Franziska Weber. Im Rhynauerhof Garten ist der Bärlauch im Moment noch richtig klein und so habe ich eine Schaufel voll von diesen Enegiebündeln  mit nach Hause genommen, gut gewaschen und in etwas Olivenöl gedünstet. Es schmeckte wirklich herrlich, wenn auch die Wurzeln beim Essen etwas kitzelten. Ich habe die ganzen Pflanzen auch wie Zwiebeln kleingeschnitten und der Tomatensauce beigefügt. Auch da war das Resultat sehr aromatisch und ich fragte mich ob meine Ausdauer  beim Jäten von Scharbockskraut  wohl der Energie vom jungen Bärlauch zu verdanken ist. Bären habe ich im Rhynauerhof Garten bis jetzt keine gesehen, der Bärlauch kann also gefahrlos  ausgegraben werden.

Rosa 

Raus aus der Komfortzone

Das Beste im Ferienlager war früher für mich die Nachtwanderung... Als meine Mann so eine vor einigen Tagen vorschlug war ich skeptisch. Im dunkeln mit den Kindern die Rigi hoch - und das im Winter. Für die Kinder war sofort klar, das wollen wir machen. Sie schnitzten bereits am Nachmittag voller Begeisterung ihre Stöcke zum bräteln an, hatten irrsinnig Freude sich etwas feines im Quartierladen aussuchen zu dürfen. So stapften wir also nach Einbruch der Dunkelheit los und schon nach den ersten 50 Metern waren wir in einer anderen Welt. Die Schneeflocken tanzten um unsere Nase und die Kinder wählten freiwillig den längeren Weg bis zur Grillstelle. Es ging steil bergauf - mit Blick auf die beleuchtete Stadt. Mit einer erfunden Geschichte verkürzten wir uns die Zeit und die bizzaren Eiskristalle verzauberten den Wald. Als das Feuer brannte und wir unser Grillgut auflegen konnten war das Glück perfekt. Der vorbereitete Teig für Stockbrot wollte nicht an den Stöcken halten, wir formten ihn zum Fladenbrot, das war der Hit. 

Mit warmen Bäuchen und einer grossen Zufriedenheit machten wir uns mit 2 Fackeln auf den Rückweg. Wir erzählten uns das Ende unsere Fantasiegeschichte und danach dienten zwei alte Plastiksäcke den Kindern als Schlitten, sodass sie uns fast davon sausten. Überglücklich fielen wir sehr müde ins Bett. 

Dieser kleine Austritt aus der Komfortzone war sehr bereichernd und ist Balsam für Seele und Geist und wird uns noch lang begleiten.

 

Ines

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Ping Pong im Winter

Die Sonne lockte uns gestern in den Garten. Hier steht seit langer Zeit ein massiver Tischtennistisch, der aber von Maurin noch nie beachtet wurde. Gestern wünschte er mit mir Pin Pong zu spielen. Auch Noemi, Maurin‘s Schwester wollte einen Schläger. Nach ein paar Versuchen mit dem Anschlag sagte Maurin fröhlich, dass er noch nie gespielt habe, da er aber Federball spielen könne habe er gedacht er könne das auch. Als er mir mehre Male den Ball direkt zuspielte und sich freute wenn er diesen zurückbekam, sagte ich, dass er auch auf den Tisch aufschlagen könne. Das wisse er schon, er könne es aber nicht. Als ein Ball direkt in seinem Mund landete und ich bemerkte, dass es gut sei, dass er diesen nicht verschluckt habe, mussten wir beide so lachen, dass wir eine Weile nicht weiterspielen konnten. Noemi, die unterdessen am Kletterseil übte, kam zurück und von da an spielten wir zu dritt und hatten es so lustig, dass wir gar nicht merkten wie die Zeit verging. Weil der Ball oft am Boden landete, hatten wir viel Bewegung und gar nicht kalt. Wenn uns aber hie und da ein längerer Pass gelang, freuten wir uns riesig.

Rosa 

The Healing Code und die Chakren

Über einen Monat lang litt ich an hartnäckigem Husten. Keine anderen Beschwerden, einfach nur Husten. Alle Hausmittel, die mir sonst Erleichterung brachten nützten nichts. Erst nach einer Woche begriff ich den Zusammenhang: Es war die neue Form des Healing Codes den ich seit ein paar Monaten täglich anwendete. Im September 2014 schrieb ich an dieser Stelle über den ursprünglichen Healing Code von Alex Lyod und Ben Johnson und was er bewirken könne. Während der täglichen Anwendung kam immer wieder der Input, doch alle meine sieben Chakren mit Energie zu versorgen. Bis ich dies machte. 

Da mich mein Mann immer wieder bat meine Voten und Kritiken liebevoller vorzubringen, wünschte ich mir mit der neuen Variante beim Hals-Chakra mit anderen Menschen liebevoller sprechen zu können, besonders auch bei emotionaler Betroffenheit. Schon bald spürte ich eine positive Veränderung. Mit der Zeit wurde der Husten schwächer und ist nun ganz verstummt. 

Die Anleitung zur neuen Variante des Healing Codes und die Chakren  können Sie unter „Service“ von dieser Website runterladen.

Rosa 

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Auf das Bauchgefühl vertrauen....

 

Im verschneiten Winterwald fand ich plötzlich eine abgesägte Spitze einer grossen Fichte. Aufgestellt sah es fast aus wie ein Weihnachtsbaum, einfach nicht ganz perfekt, eher mager. Für mich war sofort klar, dass diese Baumspitze vor unserem Haus stehen soll, also schleifte ich das verschneite eingeeiste Teil zum Auto. Mein Mann konnte nur die Augen verdrehen. Er sah keinen Baum sondern nur Schnee, Eis, Nadelschmutz und Harz, welches das Auto verschmutzt. Somit stellte ich die Fichtenspitze zurück in den Wald. Daraufhin sprang meine 8-jährige Tochter aus dem Auto und fragte mich, ob ich den Baum gerne möchte? Ich sagte ja. "Also Mama, Wenn man etwas gern möchte muss man es auch machen und wir nehmen jetzt den Baum mit nach Hause". Sie schnappte sich den Baum und schleppte ihn zum Auto. Dabei hob sie ihn so über den Kopf, wie Pipi Langstrumpf ihr Pferd stemmt und sang dazu. Ich danke meiner Tochter, denn ich überhörte in diesem Fall mein Bauchgefühl. Am nächsten Tag holten wir Christbaumkugeln vor, stellten den Baum in den eisernen Staudenknecht welcher im Winter keine Aufgabe hat und schmückten glücklich glucksend unser Bäumchen. Nun habe ich doppelte Freude - am geschmückten Baum und am Staudenknecht, welcher das Bäumchen aufrecht hält. 

Ines

Ein Wurstsalat der allen schmeckt

Sophia kocht ihr Lieblings Menü. 4 Cervelats schön regelmässig geschnitten, dazu viele kleine Essiggurken und Mayo für die Sauce gemischt mit dem Saft der Maiskörner. „Ich mag die Maiskörner nicht im Salat“ meckert mein Mann. Also kommen diese in ein extra Schüsselchen. „Dafür habe ich die Zwiebeln ganz fein geschnitten“, kommt es von der gleichen Adresse. „Zwiebeln mag ich aber gar nicht“. Elina die das Tun ihrer älteren Schwester kritisch beäugt, legt das Veto ein. Also wieder ein extra Schüsselchen für die Zwiebeln und auch für den Käse, der nach Ansicht der Köchin gar nicht zum Wurstsalat gehört. „Wo sind die Nudeln?“ fragt sie. Aha Nudeln müssen auch noch sein. Schnell werden diese gekocht und …nein nicht zum Salat gegeben, sie kommen auch in ein extra Geschirr.

Alle vier sitzen wir am schön gedeckten Tisch. „Ich mag gar keine Cervelats“, sagt Elina. Das finden wir nun so lustig, dass wir vor Lachen fast nicht essen können. Danach aber geniessen wir alle den Wurstsalat, mit oder ohne Wurst. 

Haben wir es diesmal mit der Selbstsorge etwas übertrieben?  Ach was, Hauptsache es schmeckt allen.

Rosa

November Freuden sind gut fürs Gehirn

Das Mittagessen gibt’s draussen, es schmeckt heute doppelt gut. Alle Äste von den geschnittenen Bäumen sind weggeräumt und ich freue mich auf die Garten-Kür am Nachmittag.

Ich teile die zum Teil noch blühenden Stauden und platziere sie neu. Als ich Löcher grabe für die Blumenzwiebeln gucken mich die schon startbereiten Keimlinge vom Scharbockskraut an. Ich muss lachen, sie sehen so lustig aus. Da erscheint aber das Bild von der gelben Blütenpracht vom letzten Frühling und ich zupfe doch ein paar Vorwitzige aus, allein schon weil doch die Krokusse Platz brauchen. Die Zeit vergeht im Flug und ich bin ganz überrascht als es dunkel wird. Na klar es ist ja November. Ich habe es ganz vergessen ob meinem freudigen Tun bei diesem herrlichen Wetter.

Vom Hirnforscher  Gerald Hüter weiss ich, dass Freude und Begeisterung am eigenen Tun, Gestalten und Entdecken unser neuroplastisches Potential im Gehirn immer wieder reaktiviert, also dem altersbedingten Abbau entgegenwirkt. So gesehen sind solche Novembertage geradezu Dünger für mein Gehirn und Selbstsorge pur.

Das neue Buch von Gerald Hüter „Raus aus der Demenz Falle!“ ist eine Fundgrube für alle die ihrem Gehirn Gutes tun möchten. Es  ist ab nächsten Montag in unserer Bibliothek zum Lesen bereit.

Rosa

Kräuterenergie vom Rhynauerhof

 

Das frische Kräuter wohltuend für unseren Körper sind weiss fast jeder. Vor allem in der kalten Jahreszeit geniessen wir jetzt wieder öfter einen warmen Tee und machen es uns zu Hause gemütlich. Eine Kerze dazu und das Wohlbefinden steigt gleich doppelt. Seit 4 Wochen pflücke ich mir einmal in der Woche nach getaner Arbeit im Rhynauerhof einen oder zwei Zweiglein frische Kräuter/Tee vom grossen Kräuterbeet im Garten. Diese/n nehme ich heim und stelle sie in eine schöne Vase mit Wasser, damit sie lange frisch bleiben. Seitdem trinke ich jeden Tag ein grosses Glas Tee, zubereitet mit ca. 3 Stück frischem Ingwer und ein paar frisch gezupfte Blättern Kräuter/Tee. Ich nenne den Tee meinen täglichen Seelenschmeichler, den ich mit allen Sinnen und ganz in Ruhe nur für mich zubereite und geniesse. Und ich bin dankbar dafür. Eine Wohltat für Körper und Geist. 

Ines

 

Selbstsorge ganz praktisch

Unser Ferienkind lebte bis vor kurzem in Singapur. Als wir vorschlugen in den Wald zugehen um Pilze zu sammeln, wollte sie partout nicht mitkommen da es da Füchse, Wölfe und andere gefährliche Tiere hätte. Als wir einwendeten wir würden oft in den Wald gehen und hätten da noch nie einen Wolf oder Fuchs gesehen, war sie bereit uns zu begleiten. Als wir die ersten Pilze fanden, freute sie sich sehr und wurde von einem richtigen Pilzjagdfieber gepackt. Nach zwei Stunden war der Korb voll und wir machten uns auf den Heimweg. Da begegneten wir einer wunderschönen Gruppe von Fliegenpilzen. Unser Ferienkind kannte diese Pilze aus Büchern, dass diese nun aber einfach so im Wald stehen, das konnte sie kaum glauben und sich fast nicht sattsehen. „Gut dass sie giftig sind“, meinte sie „so bleiben sie stehen“. Unsere Maronenröhrlinge schmeckten ihr und sie fand es super, dass man diese einfach im Wald holen kann. 

Rosa Müller-Stocker

Kinder fürs Leben stärken

Mein Kurs im Rhynauerhof diese Woche, an Eltern und Grosseltern gerichtet, beschäftigte sich auch mit Selbstsorge und Selbstliebe und, dass das Wertvollste das wir einem Kind schenken können, seine Erfahrung ist, dass es so wie es ist vollkommen in Ordnung ist. Wenn nichts das es tut unsere Liebe zu ihm unterbricht oder verhindert, kann seine Selbstliebe wachsen und es kann auch anderen Menschen immer mehr mit Mitgefühl begegnen.

Doch wie meistern wir diese grosse Herausforderung im Alltag, wenn Kinder partout nicht das machen was wir gerne möchten, oder etwas wollen, das wir nicht für sinnvoll halten? 

Eine Kursteilnehmerin erzählte, wie sie dieses Problem beim Einkaufen löste, wenn ihre 3.5 Jahre alte Tochter immer wieder dieses und jenes haben wollte. Statt die heissbegehrten Sachen zu kaufen, schauen sie diese gemeinsam an: „Ja diese Schokoladen sehen wirklich schön aus. Mir gefallen die mit den glitzrigen Sternen drauf und welche gefallen dir?“ Die Mutter nimmt sich Zeit, die von der Tochter ausgewählten Sachen anzuschauen. Die Tochter bekommt die Botschaft: „Was mich interessiert, interessiert auch meine Mutter. Ich bin wichtig für sie.“ Die Mutter kauft die gewünschten Sachen nicht,  gibt ihrer Tochter aber die Botschaft, dass es vollkommen in Ordnung  ist sich für die ausgestellten Sachen zu interessieren.

 

Die Welt gehört dem, der sie geniesst

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Lieben was ist

Ein kräftiger Sturmwind hat im Rhynauerhof Garten eine der mächtigen Birken gefällt. Sie prallte mitten auf unsere alte ehrwürdige Magnolie, die uns jeden Frühling mit ihrer Blütenpracht erfreute. 

Als ich das Bild der gestürzten Bäume, das mir Sebastian zur Information sandte sah, dachte ich voller Optimismus: „Mindestens die Magnolie wird zu retten sein.“ Am nächsten Morgen bei einem Augenschein, musste ich der Tatsache ins Auge blicken, dass dem nicht so war. Ich musste mich auch von der Magnolie verabschieden. 

Doch so schnell ging das nicht. Zuerst machte ich mir Vorwürfe: „Den ganzen Frühling machte dir die Birke Sorgen, ihre Blätter waren noch schütterer als letztes Jahr. Hättest du nicht irgendetwas machen können um sie zu retten? Und so weiter und so fort. Doch dann erinnerte ich mich an The Work von Katie Byron und drehte meinen Satz „Die Bäume dürfen nicht umfallen“ um. „Die Bäume dürfen umfallen“ und jetzt gelang es mir über diese einfache Wahrheit zu schmunzeln. Die Bäume fragen mich nicht, sie fallen um ob es mir passt oder nicht. Nun war ich bereit zum vorwärts schauen und schon freue ich mich darauf zusammen mit meinen Vorstandskolleginnen einen neuen Baum zu pflanzen.

Immer wieder wenn ich mit etwas hadere das mir das Leben schwer macht, leistet mir The Work für meine Selbstsorge wunderbare Dienste. Die Energie die zuerst fürs Hadern gebraucht wird, kann wieder fliessen und für neue Taten eingesetzt werden. Unter dem untenstehenden Link finden Sie dazu mehr Informationen.

http://thework.com/sites/thework/downloads/little_book/German_LB.pdf 

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Der Himmel auf Erden

Eine alte Dame holt sich in einem Selbstbedienungsrestaurant eine Suppe. Sie setzt sich an einen freien Tisch, muss aber nochmals aufstehen, weil sie den Löffel vergessen hat. Als sie zurückkommt sitzt ein grosser schwarzer Mann an ihrem Tisch und isst ihre Suppe. Die Frau setzt sich zu ihm und versucht mit ihm zu sprechen. Er versteht sie aber nicht. So nimmt sie ihren Löffel und langt über den Tisch und isst auch von ihrer Suppe. Da schiebt der Schwarze den Topf in die Mitte und sie essen gemeinsam. Sie lächeln sich zu und die anderen Leute beobachten das seltsame Paar, das aus einem Topf isst. Der Schwarze steht auf und holt einen Teller mit Schnitzel und Pommes und stellt auch das in die Mitte und sie essen wieder gemeinsam. Als der Teller leer ist, steht der Schwarze auf, nickt der Frau freundlich zu und geht. Plötzlich schreit die Frau: „Meine Handtasche und mein Pelzmantel sind weg.“ Die alte Frau ist verzweifelt. Als die Polizei kommt, entdeckt jemand an einem anderen Tisch einen Pelzmantel und eine Tasche, auf dem Tisch steht eine Suppe. Sie gehören der alten Frau. Die Frau hat den Tisch verwechselt und nicht der Schwarze hat ihre Suppe gegessen, sondern sie die Suppe des Schwarzen.

In Anlehnung an. Peter Bichsel. Über Gott und die Welt.

 

Unterschied von Himmel und Hölle

Ein Schüler wandte sich an einen Weisen und  fragte ob er ihm den Unterschied zwischen Himmel und Hölle erkläre.

Der Weise liess sich erweichen und nahm den Schüler mit tief ins Innere des Universums. Sie sahen dort Menschen an einem sehr grossen, runden Tisch. Jeder hatte einen Löffel in der Hand mit einem zwei Meter langen Stiel. Damit vermochten die Leute einen grossen Topf in der Mitte des Tisches zu erreichen. In diesem Topf befand sich ein köstliches Gericht. Wer es nur schon roch, war entzückt von der Aussicht, von diesem Gericht zu essen. Die Menschen schafften es aber nicht, ihre langen Löffel zum Mund zu führen und mussten Hungers sterben. Der Schüler erkannte, dass sie sich in der Hölle befanden.

Der Weise und sein Schüler wanderten weiter und kamen in einen Raum mit derselben  riesigen Runde von Menschen um einen Tisch versammelt. Dasselbe köstliche Gericht stand in der Mitte des Tisches und auch diese Leute hielten zwei Meter lange Löffel in den Händen. Doch hier im Himmel waren alle glücklich und lachten. Die Menschen vergnügten sich damit einander zu füttern.

In Anlehnung an. Steven Harris. Nicht tun. Ein Leitfaden zur inneren Freiheit.

 

(Un)Kräuter lieben lernen

Lange bevor man von der Existenz von Vitaminen wusste, suchten an Skorbut (Scharbock) erkrankte Seefahrer, wenn sie an Land kamen, das Vitamin C haltige Scharbockskraut. 100 g Frischpflanzen enthalten ca. 150 mg Vitamin C und halfen den Seefahrern beim Gesundwerden. Der Geschmack des Scharbockskrauts ist pfeffrig scharf und ich gebe diese aromatischen Blättchen meistens den ganzen Monat März dem Salat in kleinen Mengen bei. Sobald die gelben Blüten erscheinen sollte die Pflanze nicht mehr für Wildgerichte verwendet werden. Jetzt ernte ich Blätter und Blüten und trockne sie. Immer wenn meine Füsse etwas murren, weil ich wieder zu lange in groben Garten- oder Wanderschuhen unterwegs war, bekommen sie am Abend ein warmes Fussbad mit einem Aufguss von Scharbockskraut. (2 Esslöffel Kraut mit kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und dem Badewasser beigeben). Das Scharbockskraut wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und wenn es auch weiss, dass es die Gärtnerin gerne aus dem Garten vertreiben möchte, dient es trotzdem ihrem Wohlbefinden. 

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Pane e Tulipani

Schon der Klang des Titels dieses Films führt mich an einem kalten Regentag wie heute mitten ins malerische, warme Venedig. Die beiden Hauptdarstellenden Rosalba (Licia Maglietta) und Fernando (Bruno Ganz) sind zwar erst auf den zweiten Blick Vorbilder in Selbstsorge, dann dafür aber gründlich. Rosalba, eine italienische Hausfrau wird von ihrer Reisegesellschaft in der Raststätte vergessen und benutzt die Gelegenheit sich auf eigene Faust Venedig anzuschauen. Mangels Geld wird sie vom romantischen Feingeist und Kellner Fernando in dessen Wohnung einquartiert. Rosalba findet den Job ihrer Träume bei einem schrulligen Blumenhändler. Dank ihrer fröhlichen und liebenswerten Natur findet auch Fernando wieder zu neuem Lebensmut und ungeahnter Tatkraft.

Wer Lust hat sich einen Regentag zu verschönern oder eine melancholische Stimmung beseitigen möchte, findet den DVD in unserer Bibliothek zum Ausleihen: Brot und Tulpen so heisst der deutsche Titel. Trotzdem auf Italienisch.

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Gioachino Rossini sei Dank

Das Wochenende mit den drei Enkelkindern war herrlich… aber anstrengend und so habe ich mir am Sonntagabend vorgenommen den heutigen Montag frei zu nehmen und nur das Nötigste zu erledigen. Mein Vorsatz kam mir aber erst am frühen Nachmittag wieder in den Sinn und um es diesmal besser zu machen, legte ich gleicheine CD mit Ouvertüren von Gioachino Rossini auf. Diese Musik hat immer eine wunderbare Wirkung auf mich: Ganz gleich was ich gerade mache, ich lasse das sein und fange an zu tanzen. Genau genommen bewege ich mich einfach nach der Musik und werde immer unbeschwerter und fröhlicher. Die Müdigkeit ist verflogen und ich weiss gar nicht mehr, warum ich mir für heute einen freien Tag wünschte …

 

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Thymian wärmt von innen

Wenn unsere Kinder im Winter zu lange an der Kälte waren, bekamen sie am Abend ein Thymianbad. Die öligen Blätter können das ganze Jahr geerntet werden. Wenn diese mit Wasser aufgekocht und dem Badewasser zugesetzt wurden, war die Wirkung jedes Mal verblüffend: Das kränkelnde Kind verliess die Badewanne zwar müde aber zufrieden und zusammen mit einem erholsamen Schlaf kehrten die Lebenskräfte wieder zurück.

 

Die Erklärung von der wunderbaren Wirkung des Thymians fand ich vor kurzem in den Weleda Nachrichten. Laut Michael Straub, dem Leiter des Weleda Heilpflanzen-Gartens in Witznau bei Schwäbisch Gmünd gibt der Thymian die Wärme, die er durch das Sonnenlicht empfangen hat weiter, so als würde diese den Körper von innen schützend auskleiden. Und das Beste daran ist, dass uns diese wunderbare Pflanze ihre Heilkräfte auch im Winter zur Verfügung stellt. Dann wenn wir diese gespeicherte Wärme am meisten brauchen. Der Thymianstrauch im Rhynauer Kräuterbeet gibt gerne von seinen Blättern ab. Rezept für eine Tasse Tee: Ein paar Thymianspitzen mit kochendem Wasser überbrühen und nach etwa 5 Minuten trinken und spüren wie die Wärme zurückkommt. 

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Wenn ich wütend bin

Ich lasse jeweils die verblühten Stockrosen im Garten über den Winter stehen, auch wegen der Vögel. Sie lieben die Samen und es sieht lustig aus wenn sie auf den dürren Stängeln turnen. Dieses Jahr hat der Gärtner unserer Nachbarn alles „razzekahl“ abgeschnitten. Als ich das Ergebnis seiner Ordnungsliebe sah, spürte ich eine Riesenwut in mir aufsteigen. Vielleicht etwas besser zu verstehen, weil ein anderer Nachbar im Sommer meine wunderschöne weisse Clematis bodeneben abschnitt, weil er glaubte, die Clematis sei eine Winde, die seine Pflanzen bedrohe.

Auf jeden Fall brauchte ich diesmal dringend meine Notfallmassnahme gegen Wutanfälle:

 

Beide Hände zu Fäusten schliessen und während dem Zusammendrücken die Wut im Körper spüren. Erst loslassen, wenn die Wut wirklich gespürt wurde und langsam nachlässt. Nun die Hände öffnen und die Handflächen wie Schalen halten und geniessen, dass die Wut vorbei ist. Zuletzt die Hände auf die Herzgegend legen und die wieder gefundene Freude mit jedem Atemzug zum Herzen bringen.

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Gedicht zur Selbstsorge

Das untenstehende Gedicht habe ich von meiner Vorstandskollegin Ines Neubauer geschenkt bekommen. Es drückt genau das aus was ich mit diesem Blog, zusammen mit Ines, fördern möchte: Dass sich immer mehr Menschen, Stück um Stück (er)finden und das Leben führen das sie sich wünschen.

 

Du entscheidest

 

Du entscheidest, wer du in Zukunft sein wirst.
Aber dazu musst du auf dich achten, musst dich suchen, finden und wieder neu suchen.
Es gibt noch Bereiche in dir die voller Geheimnisse sind.
In dir schlummern Kräfte, die eingesetzt werden wollen.
Es gibt Gedanken in dir, die sich noch verstecken und auf ihre Zeit warten.
Die Möglichkeiten, die vor dir liegen, sind unbegrenzt.
Aber wenn du das tust, was du begriffen hast und was möglich ist,
wirst du dich erweitern und das Leben führen, das du als lebenswert empfindest.
Es ist an dir, dich Stück um Stück zu erfinden.
Ulrich Schaffer

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Das Herz braucht Freude

Nach meiner Erfahrung ist Freude etwas vom Besten für die Gesunderhaltung von Herz und Kreislaufsystem. Damit mir dieses Lebenselixier immer zur Verfügung steht, mache ich hin und wieder eine Freudenmeditation: Ich lege mich an einem Ort wo ich möglichst ungestört bin auf eine angenehme Unterlage, stütze Kopf und Kniekehlen mit einem Kissen und denke beim Einatmen an etwas das mir Freude bereitet. Beim Ausatmen bringe ich diese Freude in Gedanken zu meinem Herzen. Ich stelle mir dabei ganz konkret vor wie diese Freude in mein Herz eindringt und die verschiedenen Bereiche des Herzens belebt. Wenn meine Gedanken abschweifen kehre ich wieder zurück und bringe mit meinem Atem immer noch mehr Freude in mein Herz. Mit der Zeit verteilt sich die Freude vom Herzen ausgehend über den ganzen Körper. Nach einer Viertelstunde bleibe ich noch etwas liegen und geniesse diesen angenehmen Zustand um dann ausgeruht und erfrischt aufzustehen.

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Lachen ist die beste Medizin

Zwei unserer Enkelkinder lieben im Moment Witze über alles. Um ihnen eine Freude zu machen, sammle ich nun Witze und sende sie Ihnen hin und wieder per Post. Heute zum Beispiel diesen:

Die Mutter zu Leonardo: „Die Oma hat nächste Woche Geburtstag. Hast du eine gute Idee was wir ihr schenken könnten? Irgendetwas das gut zu ihr passen würde.“ Leonardo strahlt: „Das ist ganz einfach, schenken wir ihr doch einen Faltenrock.“

 

Mir fällt auf wie gut auch mir das Lachen über die vielen Witze tut und falls ich zum nächsten Geburtstag nun einen Faltenrock bekomme, würde ich mich freuen und herzlich über die gute Geschenks Idee lachen. 

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Das Gehorchen erleichtern

Anders als ihr Bruder freut sich unser kleines Ferienmädchen gar nicht über die Ankunft des abholenden Vaters. Vielleicht geht es ihr einfach zu schnell und sie mag noch nicht Abschied nehmen, auf jeden Fall tut sie ihr Missbehagen dem Vater schmollend kund. Als er sie bittet vor der Fahrt noch aufs WC zu gehen, sagt sie trotzig „nein“ und schaut ihn herausfordernd an. Auf unsere Einfühlung reagiert sie in keiner Weise. Sie will einfach nicht das was wir wollen und fühlt sich wunderbar mächtig. Die Zeit drängt und da erinnere ich mich, dass sie von unserem Nachtlicht so fasziniert war und wünschte es mit nach Hause zu nehmen, was ich aber ablehnte mit dem Hinweis, sie könne es beim nächsten Besuch wieder benützen. Nun hole ich es ihr und biete ihr an es bis zum nächsten Mal auszuleihen. Sie strahlt, geht aufs WC und steigt ins Auto ein. Das war zwar meinerseits nicht konsequent im Handeln, dafür in der Selbstliebe. 

Für jemanden ein Fussbad zubereiten ist eine Form von Liebe

Wenn unsere Enkelkinder gegen Abend ein wenig weinerlich werden, bekommen sie ein Fussbad angeboten. Bei schönem Wetter bringen wir das Becken mit körperwarmem Wasser in den Garten oder noch mehr lieben sie es im grossen Trog in der Küche die Füsse zu baden. Fussbäder wirken durchblutungsfördernd, erwärmend, entspannend, beruhigend, schleimlösend, schmerzlindern und unterstützen die Selbstheilung. Mit den Badezusätzen kann die Wirkung des Bades noch in die eine oder andere Richtung verstärkt werden. Die Kamille, die es im Moment in unserem Garten im Überfluss gibt, unterstützt Kinder wenn sie sich nach Geborgenheit sehnen, übertrieben angreifbar sind, sehr schmerzempfindlich oder reizbar und bei jeder Kleinigkeit ärgerlich und ungeduldig werden. Einfach eine Handvoll Kamillenblüten mit kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und dem Badewasser zugeben. Da Kind bestimmt die Länge des Bades. Nach dem Bad die Füsse liebevoll trocken und eventuell mit Kamillenöl leicht einmassieren.

Rezept unter: Kamille für die Selbstsorge

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Gedanken sind mächtig

Am letzten Samstag war bei uns im Rhynauerhof „Offener Garten“. Die Wetterprognosen waren schlecht. Meine Gedanken liessen sich davon aber nicht abschrecken: Ich sah die Menschen im Garten wandeln, draussen Kaffee trinken und Kuchen essen und als Krönung unsere Mitglieder nach der Generalversammlung den Apéro im Garten geniessen. Auf telefonische Anfragen im Vorhinein, ob der „Offene Garten“ auch bei Regen stattfinde, antwortete ich zustimmend: „ ja, der „Offene Garten“ findet auf jeden Fall statt“. Als ich dann am Samstagnachmittag nach Luzern fuhr, regnete es in Strömen. Doch ab 16.00 Uhr war es trocken und unser ganzes Programm konnte, wie ich es mir in Gedanken vorgestellt hatte, durchgeführt werden.

 

Warum ich das schreibe? Weil ich Sie ermuntern möchte auf Ihre Gedanken zu achten. Sie sind genau wie Gefühle reine Energie und können viel bewirken. Wenn also irgendetwas passiert ist, dass mich traurig macht, gebe ich dieser Trauer eine Weile Raum. Dann aber suche ich irgendetwas das mich freut und sofort unterstützen mich meine Gedanken und Gefühle mit der Energie der Freude.

 

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Selbstliebe ist, wenn ich mein schlechtes Gewissen beruhigen kann

Am Pfingstmontag braten und essen wir die Würste am Abend trotz kaltem Wetter draussen. Nachher will Julian mit mir ein spezielles Fangis machen: Jeder sitzt in einem Hängesessel die am Nussbaum befestigt sind und versucht den andern während dem Schaukeln mit den Füssen zu berühren. Julian liebt dieses Spiel über alles. Leider sind die Sessel aber von seinen beiden Schwestern besetzt. Später erledige ich allerlei im Haus und erst beim Verabschieden sehe ich Julians betrübtes Gesicht und denke: „Schade jetzt ist es zu spät für unser Fangis.“ Oder doch nicht! Schon sitzen wir in den Sesseln und los geht das wilde Spiel. Es dauert nur wenige Minuten, hat uns beiden aber enorm Freude gemacht.

 

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Köstliches und Gesundes aus dem Rhynauer Garten

Die Natur liebt es wenn wir ihre Geschenke annehmen und diese für unsere Selbstsorge brauchen. Zum Beispiel der Bärlauch: Seine Wirkstoffe unterstützen den Körper dabei sich vor Herz- Kreislaufkrankheiten zu schützen. Gedörrt kann er den Speisen in kleinen Mengen beigemischt werden, das ganze Jahr.

Aus den Blättern der Winterlinde, die gleich neben den Parkplätzen steht, kann man einen herrlichen Salat machen. Wer im milden Salat die Bitterstoffe vermisst, fügt ein paar zarte Blätter des Löwenzahns bei. Herrlich schmecken die jungen, zarten Lindenblätter auch im Risotto. Einfach ganz zuletzt in den Risotto rühren.

 

Wenn sich der Löwenzahn gar zu sehr ausbreitet, sammle ich die Knospen die möglichst nahe an der Pflanzenbasis sitzen und gleichmässig grün gefärbt sind. Beim Braten in Oliven- oder Kokosöl bekommen sie eine schöne dunkelbraune Farbe. Dann wir mit etwas Weisswein abgelöscht und nach Belieben gewürzt. Lauwarm als Vorspeise geniessen.

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Bachblüten für die Selbstsorge

Die Bachblüten und ihre wunderbare Heilwirkung wurden vom englischen Arzt Dr. Edward Bach gefunden. Er suchte nach einer einfachen, natürlichen Heilmethode, um seinen leidenden Patienten zu helfen. Oft waren es neben den körperlichen Krankheiten die seelischen Nöte, die den Patienten von Dr. Bach zu schaffen machten. Die 38 Pflanzen helfen unter anderem bei Ängsten, Überforderung, Wut, bei Niedergeschlagenheit und Energielosigkeit. Sie vertragen sich sehr gut zusammen mit herkömmlichen Medikamenten und die Blütenmischungen sind leicht selber herzustellen. Neu stehen bei uns in der Bibliothek ein Set der 38 Urtinkturen und 2 Urtinkturen für Notfalltropfen mit allem Zubehör für die Herstellung der Blütenmischungen. Auch die geeignete Literatur zum Finden der Blüten und eine genaue Anleitung sind vorhanden. Die Bachblüten stehen allen Interessierten während den Öffnungszeiten des Chinderkafis gratis zur Verfügung. Bei Fragen gebe ich gerne Auskunft: r.mueller@rhynauerhof.ch.

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Vergänglichkeit

Mit Freude kreativ tätig sein und Veränderung erfahren

 

 

Bei uns hatte es letzte Woche noch etwas Schnee und so baute ich zusammen mit unserem Ferienkind eine ganze Schneefamilie. Nur eines war wichtig, genügend Schnee finden und daraus diese lustigen Figuren formen. Ich liess mich anstecken vom kindlichen Eifer und wurde dabei selber wieder zum Kind. Wir kümmerten uns weder um nasse Kleider noch um kalte Hände, sondern schafften immer noch grössere Schneekugeln herbei bis die Schneeleute zu unserer Zufriedenheit dastanden. Ausgerüstet mit Rüblinasen, Steinzähnen und alten Hüten sahen sie prächtig aus. Als sich dann am nächsten Tag die Sonne zeigte, bangten wir zuerst um unsere Kunstwerke. Doch dann trösteten wir einander: „Wenn sie schmelzen bauen wir beim nächsten Schnee wieder Neue“. Wider Erwarten blieben sie stehen und werden gerade jetzt wieder mit neuem Schnee zugedeckt und erreichen bald ihre ursprüngliche Grösse.

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Ein Fest feiern

Der letzte Tag unseres Besuchs in Singapur. Eva, unsere Enkeltochter wünscht sich nochmals miteinander zu tanzen und zu singen. Hwee Khee, die Frau unseres Sohnes Thomas spielt die Kinderlieder aus der Schweiz auf dem Klavier, dass man dazu prächtig tanzen kann. Für Eva ist es lustig, dass wir, mein Mann und ich diese Lieder auch singen können und so brausen wir durch Stube und Küche und schmettern „Det äne am Bärgli, det stoht e wissi Geiss“ und vieles mehr und tanzen dazu bis wir vor lauter Durst eine Pause machen müssen um dann wieder mit neuen Elan den Fuchs der die Gans gestohlen hat, zu besingen. Wir werden immer ausgelassener und lachen aus lauter Freude über unser Zusammensein. Die fröhliche Stimmung und die vertrauten Lieder begleiteten uns noch im Flugzeug und bis heim in die winterliche Schweiz.

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Schneeflocken

 


Wende ich den Kopf nach oben:
Wie die weißen Flocken fliegen,
Fühle ich mich selbst gehoben
Und im Wirbeltanze wiegen.
Dicht und dichter das Gewimmel;
Eine Flocke bin auch ich. -
Wie viel Flocken braucht der Himmel,
Eh die Erde langsam sich
Weiss umhüllt?
Klabund (Alfred Henschke), dt. Schriftsteller,
1890-1928

 

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Fehler machen und trotzdem geliebt werden

Meine Enkeltochter hat sich furchtbar über ihren Bruder aufgeregt. Er ist ihr unabsichtlich mit dem neuen Maserati ans Knie gefahren und niemand hat ihren Schmerz genug ernst genommen. Sie beschimpfte uns alle ziemlich grob und tobte dann aus ihrem Zimmer, wohin sie floh, immer noch weiter. Nach einer Weile ging ich zu ihr und sagte ihr, dass ich mich freuen würde, wenn sie wieder zu uns in die Stube käme. Etwas scheu stand sie etwas später an der Tür und gesellte sich dann wieder zu uns. Sie merkte, dass es für uns völlig in Ordnung war einmal auszurasten und dass niemand sie deswegen weniger liebte. Ich machte als Kind diese Erfahrung nicht. Meine Mutter war sehr nachtragend und meine Geschwister und ich wurden für Fehler tagelang mit Liebesentzug bestraft, eine damals weit verbreite Erziehungspraxis.  Dafür geniesse ich es heute doppelt, wenn mich jemand trotz meiner Fehler mag und ich freue mich auch wenn ich anderen Menschen das Gefühl geben kann, dass sie total in Ordnung sind, auch wenn sie Fehler machen. 

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Selbstsorge nützt allen!

Das sei nicht Selbstsorge was Frederick mache,  bekam ich als Antwort auf meine letzte Geschichte zu hören. Frederick könne nur Sonnenstrahlen und Farben sammeln weil seine „Gspändli“ für ihn Futter für den Winter sammelten, sonst würde er elend verhungern. Dem stimme ich zu, dass Frederick die Anderen braucht. Das Geheimnis der Selbstsorge ist eben das Vertrauen, dass ich durch die Art wie ich für mich selbst sorge mit anderen in Verbindung komme und so von meinem Sammelgut abgeben kann und dafür vom Sammelgut der anderen etwas bekomme. Ich begegne ihm immer wieder diesem Vorwurf, dass Selbstsorge egoistisch sei. Da ich aber die Erfahrung mache, dass ich, seit ich immer besser für mich sorge, mehr abgeben kann, begegne ich diesem Vorwurf mit Nachsicht und warte geduldig, dass sich immer mehr Menschen für die Selbstsorge begeistern.