Gassi gehen ohne Hund

Meine Tochter liebt Hunde über alles. Hunde haben etwas magisches für sie, schon immer. Wir haben einen Kater zu Hause, keinen Hund. Trotzdem waren wir zusammen Gassi. Plötzlich stand meine Tochter vor mir, hielt zwei Bälle an einem Gummi befestigt in den Händen und fragte ob ich mit ihr und den beiden Hunden Gassie gehen würde. Nun ja, ich staunte eine Runde und stimmte dann zu. Jeder nahm einen Gummi-Ball-Hund und wir liefen Richtung Wald. Die Treppen hopsten die runden Hunde so schnell hinunter, dass wir ein Stück hinterher rennen mussten. Am Waldrand konnten sich die Hunde am Bach erfrischen, sie tranken frisches Quellwasser. Dort tauften wir die beiden Hunde dann noch. Schliesslich muss man sie ja rufen können wenn sie einmal zu weit davon springen. Zum Gassi gehen braucht es immer auch ein schwarzes Tütchen von der Hundestation. So eine stand natürlich auf unserem Weg auch, sehr praktisch. So konnten wir uns unterwegs mit ausreichend vielen Tütchen versorgten. Und siehe da, das erste Geschäft liess nicht lang auf sich warten. Wir liefen so weit wie schon lang nicht mehr, sogar im Eiltempo den Berg hinauf. Im Wald achteten wir auch sehr darauf, dass wir die Hunde wieder an die Leine nehmen müssen, wegen dem Wildschutz. Wäre kein Gewitter aufgezogen, welches die Hunde schnell wieder nach Hause flitzen liess, wären wir wohl immer noch Gassi. Ein fantastischer Fantasie-Spaziergang. Den Traum vom Hund erfüllt sich meine Tochter vielleicht wenn sie älter ist, und bis dahin gehen wir in Zukunft sicher noch öfter Gassi - auch ohne Hund.

Ines