Do

01

Dez

2016

Wenn ich wütend bin

Ich lasse jeweils die verblühten Stockrosen im Garten über den Winter stehen, auch wegen der Vögel. Sie lieben die Samen und es sieht lustig aus wenn sie auf den dürren Stängeln turnen. Dieses Jahr hat der Gärtner unserer Nachbarn alles „razzekahl“ abgeschnitten. Als ich das Ergebnis seiner Ordnungsliebe sah, spürte ich eine Riesenwut in mir aufsteigen. Vielleicht etwas besser zu verstehen, weil ein anderer Nachbar im Sommer meine wunderschöne weisse Clematis bodeneben abschnitt, weil er glaubte, die Clematis sei eine Winde, die seine Pflanzen bedrohe.

Auf jeden Fall brauchte ich diesmal dringend meine Notfallmassnahme gegen Wutanfälle:

 

Beide Hände zu Fäusten schliessen und während dem Zusammendrücken die Wut im Körper spüren. Erst loslassen, wenn die Wut wirklich gespürt wurde und langsam nachlässt. Nun die Hände öffnen und die Handflächen wie Schalen halten und geniessen, dass die Wut vorbei ist. Zuletzt die Hände auf die Herzgegend legen und die wieder gefundene Freude mit jedem Atemzug zum Herzen bringen.

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Mo

31

Okt

2016

Gedicht zur Selbstsorge

Das untenstehende Gedicht habe ich von meiner Vorstandskollegin Ines Neubauer geschenkt bekommen. Es drückt genau das aus was ich mit diesem Blog, zusammen mit Ines, fördern möchte: Dass sich immer mehr Menschen, Stück um Stück (er)finden und das Leben führen das sie sich wünschen.

 

Du entscheidest

 

Du entscheidest, wer du in Zukunft sein wirst.
Aber dazu musst du auf dich achten, musst dich suchen, finden und wieder neu suchen.
Es gibt noch Bereiche in dir die voller Geheimnisse sind.
In dir schlummern Kräfte, die eingesetzt werden wollen.
Es gibt Gedanken in dir, die sich noch verstecken und auf ihre Zeit warten.
Die Möglichkeiten, die vor dir liegen, sind unbegrenzt.
Aber wenn du das tust, was du begriffen hast und was möglich ist,
wirst du dich erweitern und das Leben führen, das du als lebenswert empfindest.
Es ist an dir, dich Stück um Stück zu erfinden.
Ulrich Schaffer

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Mi

26

Okt

2016

Das Herz braucht Freude

Nach meiner Erfahrung ist Freude etwas vom Besten für die Gesunderhaltung von Herz und Kreislaufsystem. Damit mir dieses Lebenselixier immer zur Verfügung steht, mache ich hin und wieder eine Freudenmeditation: Ich lege mich an einem Ort wo ich möglichst ungestört bin auf eine angenehme Unterlage, stütze Kopf und Kniekehlen mit einem Kissen und denke beim Einatmen an etwas das mir Freude bereitet. Beim Ausatmen bringe ich diese Freude in Gedanken zu meinem Herzen. Ich stelle mir dabei ganz konkret vor wie diese Freude in mein Herz eindringt und die verschiedenen Bereiche des Herzens belebt. Wenn meine Gedanken abschweifen kehre ich wieder zurück und bringe mit meinem Atem immer noch mehr Freude in mein Herz. Mit der Zeit verteilt sich die Freude vom Herzen ausgehend über den ganzen Körper. Nach einer Viertelstunde bleibe ich noch etwas liegen und geniesse diesen angenehmen Zustand um dann ausgeruht und erfrischt aufzustehen.

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Di

13

Sep

2016

Lachen ist die beste Medizin

Zwei unserer Enkelkinder lieben im Moment Witze über alles. Um ihnen eine Freude zu machen, sammle ich nun Witze und sende sie Ihnen hin und wieder per Post. Heute zum Beispiel diesen:

Die Mutter zu Leonardo: „Die Oma hat nächste Woche Geburtstag. Hast du eine gute Idee was wir ihr schenken könnten? Irgendetwas das gut zu ihr passen würde.“ Leonardo strahlt: „Das ist ganz einfach, schenken wir ihr doch einen Faltenrock.“

 

Mir fällt auf wie gut auch mir das Lachen über die vielen Witze tut und falls ich zum nächsten Geburtstag nun einen Faltenrock bekomme, würde ich mich freuen und herzlich über die gute Geschenks Idee lachen. 

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Fr

05

Aug

2016

Das Gehorchen erleichtern

Anders als ihr Bruder freut sich unser kleines Ferienmädchen gar nicht über die Ankunft des abholenden Vaters. Vielleicht geht es ihr einfach zu schnell und sie mag noch nicht Abschied nehmen, auf jeden Fall tut sie ihr Missbehagen dem Vater schmollend kund. Als er sie bittet vor der Fahrt noch aufs WC zu gehen, sagt sie trotzig „nein“ und schaut ihn herausfordernd an. Auf unsere Einfühlung reagiert sie in keiner Weise. Sie will einfach nicht das was wir wollen und fühlt sich wunderbar mächtig. Die Zeit drängt und da erinnere ich mich, dass sie von unserem Nachtlicht so fasziniert war und wünschte es mit nach Hause zu nehmen, was ich aber ablehnte mit dem Hinweis, sie könne es beim nächsten Besuch wieder benützen. Nun hole ich es ihr und biete ihr an es bis zum nächsten Mal auszuleihen. Sie strahlt, geht aufs WC und steigt ins Auto ein. Das war zwar meinerseits nicht konsequent im Handeln, dafür in der Selbstliebe.