Fr

05

Aug

2016

Das Gehorchen erleichtern

Anders als ihr Bruder freut sich unser kleines Ferienmädchen gar nicht über die Ankunft des abholenden Vaters. Vielleicht geht es ihr einfach zu schnell und sie mag noch nicht Abschied nehmen, auf jeden Fall tut sie ihr Missbehagen dem Vater schmollend kund. Als er sie bittet vor der Fahrt noch aufs WC zu gehen, sagt sie trotzig „nein“ und schaut ihn herausfordernd an. Auf unsere Einfühlung reagiert sie in keiner Weise. Sie will einfach nicht das was wir wollen und fühlt sich wunderbar mächtig. Die Zeit drängt und da erinnere ich mich, dass sie von unserem Nachtlicht so fasziniert war und wünschte es mit nach Hause zu nehmen, was ich aber ablehnte mit dem Hinweis, sie könne es beim nächsten Besuch wieder benützen. Nun hole ich es ihr und biete ihr an es bis zum nächsten Mal auszuleihen. Sie strahlt, geht aufs WC und steigt ins Auto ein. Das war zwar meinerseits nicht konsequent im Handeln, dafür in der Selbstliebe. 

Mi

13

Jul

2016

Für jemanden ein Fussbad zubereiten ist eine Form von Liebe

Wenn unsere Enkelkinder gegen Abend ein wenig weinerlich werden, bekommen sie ein Fussbad angeboten. Bei schönem Wetter bringen wir das Becken mit körperwarmem Wasser in den Garten oder noch mehr lieben sie es im grossen Trog in der Küche die Füsse zu baden. Fussbäder wirken durchblutungsfördernd, erwärmend, entspannend, beruhigend, schleimlösend, schmerzlindern und unterstützen die Selbstheilung. Mit den Badezusätzen kann die Wirkung des Bades noch in die eine oder andere Richtung verstärkt werden. Die Kamille, die es im Moment in unserem Garten im Überfluss gibt, unterstützt Kinder wenn sie sich nach Geborgenheit sehnen, übertrieben angreifbar sind, sehr schmerzempfindlich oder reizbar und bei jeder Kleinigkeit ärgerlich und ungeduldig werden. Einfach eine Handvoll Kamillenblüten mit kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und dem Badewasser zugeben. Da Kind bestimmt die Länge des Bades. Nach dem Bad die Füsse liebevoll trocken und eventuell mit Kamillenöl leicht einmassieren.

Rezept unter: Kamille für die Selbstsorge

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Di

21

Jun

2016

Gedanken sind mächtig

Am letzten Samstag war bei uns im Rhynauerhof „Offener Garten“. Die Wetterprognosen waren schlecht. Meine Gedanken liessen sich davon aber nicht abschrecken: Ich sah die Menschen im Garten wandeln, draussen Kaffee trinken und Kuchen essen und als Krönung unsere Mitglieder nach der Generalversammlung den Apéro im Garten geniessen. Auf telefonische Anfragen im Vorhinein, ob der „Offene Garten“ auch bei Regen stattfinde, antwortete ich zustimmend: „ ja, der „Offene Garten“ findet auf jeden Fall statt“. Als ich dann am Samstagnachmittag nach Luzern fuhr, regnete es in Strömen. Doch ab 16.00 Uhr war es trocken und unser ganzes Programm konnte, wie ich es mir in Gedanken vorgestellt hatte, durchgeführt werden.

 

Warum ich das schreibe? Weil ich Sie ermuntern möchte auf Ihre Gedanken zu achten. Sie sind genau wie Gefühle reine Energie und können viel bewirken. Wenn also irgendetwas passiert ist, dass mich traurig macht, gebe ich dieser Trauer eine Weile Raum. Dann aber suche ich irgendetwas das mich freut und sofort unterstützen mich meine Gedanken und Gefühle mit der Energie der Freude.

 

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Di

24

Mai

2016

Selbstliebe ist, wenn ich mein schlechtes Gewissen beruhigen kann

Am Pfingstmontag braten und essen wir die Würste am Abend trotz kaltem Wetter draussen. Nachher will Julian mit mir ein spezielles Fangis machen: Jeder sitzt in einem Hängesessel die am Nussbaum befestigt sind und versucht den andern während dem Schaukeln mit den Füssen zu berühren. Julian liebt dieses Spiel über alles. Leider sind die Sessel aber von seinen beiden Schwestern besetzt. Später erledige ich allerlei im Haus und erst beim Verabschieden sehe ich Julians betrübtes Gesicht und denke: „Schade jetzt ist es zu spät für unser Fangis.“ Oder doch nicht! Schon sitzen wir in den Sesseln und los geht das wilde Spiel. Es dauert nur wenige Minuten, hat uns beiden aber enorm Freude gemacht.

 

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Mo

02

Mai

2016

Köstliches und Gesundes aus dem Rhynauer Garten

Die Natur liebt es wenn wir ihre Geschenke annehmen und diese für unsere Selbstsorge brauchen. Zum Beispiel der Bärlauch: Seine Wirkstoffe unterstützen den Körper dabei sich vor Herz- Kreislaufkrankheiten zu schützen. Gedörrt kann er den Speisen in kleinen Mengen beigemischt werden, das ganze Jahr.

Aus den Blättern der Winterlinde, die gleich neben den Parkplätzen steht, kann man einen herrlichen Salat machen. Wer im milden Salat die Bitterstoffe vermisst, fügt ein paar zarte Blätter des Löwenzahns bei. Herrlich schmecken die jungen, zarten Lindenblätter auch im Risotto. Einfach ganz zuletzt in den Risotto rühren.

 

Wenn sich der Löwenzahn gar zu sehr ausbreitet, sammle ich die Knospen die möglichst nahe an der Pflanzenbasis sitzen und gleichmässig grün gefärbt sind. Beim Braten in Oliven- oder Kokosöl bekommen sie eine schöne dunkelbraune Farbe. Dann wir mit etwas Weisswein abgelöscht und nach Belieben gewürzt. Lauwarm als Vorspeise geniessen.

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